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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
9.11.2018

Mash Force, dirt track 250, Dirt Track 650Verrückte Franzosen!

Die französische Marke Mash (mit Fertigung in China) wird immer mutiger. Manche sagen auch: verrückter. Auf jeden Fall war die neueste Kreation der Frenchies eine der schrulligsten Neuheiten auf der Eicma 2018. Das Serienbike, das in genau dieser Form im März 2019 auf den Markt kommen soll, ist die freie Nachbildung einer Militärmaschine aus alten Tagen. Zu den kuriosen Details zählen die längs montierte „Nummerntafel“ auf dem vorderen Kotflügel, die große Vintage-Hupe über dem Scheinwerfer und der Schwingsattel. Auf Wunsch kann man einen zweiten Schwingsattel auf dem Gepäckträger montieren, inklusive mächtigem Haltegriff. Der Reservekanister dürfte ein weiteres Extra sein und vollendet den Look auf poetische Weise, möchten wir sagen.

Als Antrieb verwendet die trocken 163 Kilo schwere Maschine den 400er-Einzylinder, den wir schon von den Modellen TT40 oder Five Hundred kennen. Er wird bei Shineray gefertigt und von einem alten Honda-Einzylinder abgeleitet. Die vorläufigen Daten sprechen von 27 PS. Sonstige technische Daten: Es gibt natürlich ein ABS (ist ja verpflichtend), die Bremsscheiben messen v/h jeweils 280 mm im Durchmesser, die Sitzhöhe liegt bei 820 mm. Vorne gibt’s eine 41-mm-Telegabel, hinten zwei Federbeine, die Radgrößen sind 120/80-18 vorne und 130/70-17 hinten. Ein Preis für das witzige Bike ist noch offen.
Die zweite Neuheit ist nicht ganz so spektakulär, aber immerhin auch sehr witzig: Die im vergangenen Jahr vorgestellte Mash Dirt Track wird ab Frühjahr 2019 auch als 250 erhältlich sein. Das Styling bleibt nah an der bekannten und erfolgreichen 125, das bedeutet: puristische Lampenmaske, kurzer Kotflügel, auffällige gelb-weiße Tanklackierung, breiter Dirt-Track-Lenker, Speichenräder mit gröber profilierten Reifen, Startnummer, Soziusabdeckung und tief angebrachte Nummerntafel. Im Vergleich zur 125 ist der Schalldämpfer der Dirt Track 250 allerdings etwas tiefer angesetzt, das Trockengewicht steigt von 112 auf immer noch schlanke 130 Kilo. Auch hier ist wie bei der Mash Force ein ABS (von Bosch) serienmäßig an Bord, der Tank fasst 14 Liter, die Sitzhöhe liegt bei moderaten 780 Millimeter. Der luftgekühlte 250er-Single leistet 20 PS bei 7500 U/min.
Und dann präsentierten die Franzosen noch ein Highlight, über das allerdings bis dato noch wenig bekannt ist: die Mash Dirt Track 650. Mit diesem Schritt springt Mash erstmals in seiner Geschichte über die 400-Kubik-Schwelle und wagt sich damit in die Mittelklasse. Der Einzylindermotor stammt wiederum von Shineray und basiert ebenfalls auf einem betagten Honda-Konzept, dessen Ursprünge bis zur Dominator oder sogar noch weiter zurückgehen. Wieviel Leistung der luftgekühlte Bursche in der Dirt Track 650 haben wird, ist derzeit noch ebenso offen wie der Marktstart, der Preis und ein ausführlicher technischer Datenkasten. 

Mehr zum Thema:

Vintage:

6.12.2018

In einem japanischem Custombike wurde ein neuer BMW-Boxer präsentiert.
In einem japanischem Custombike wurde ein neuer BMW-Boxer präsentiert.

Neuer BMW BoxermotorSensation in japanischem Custombike

Einen ungewöhnlichen Weg geht BMW mit einem völlig neuartigen Boxermotor, der bald eine neue Modellfamilie eröffnen könnte. Wir erinnern uns an die R5-Hommage vom letzten Jahr, die einen neuen Cruiser in naher Zukunft vermuten ließ. Am 2. Dezember präsentierte nun die japanische Motorrad-Schmiede CUSTOM WORKS ZON ein im Auftrag der Bayern aufgebautes Custom Bike mit einem Prototypen eben dieses Boxermotors. CUSTOM WORKS ZON wurde 2003 von Yuichi Yoshizawa und Yoshikazu Ueda in der Präfektur Shiga gründet und ist bekannt für ihre außergewöhnlichen Kreationen. Dieses Bike fällt besonders durch den mächtigen Motor im schlanken Chassis mit schmalen Reifen auf (21 Zoll vorn und 26 Zoll hinten, aus Aluminium gefräste Felgen).

Über die Zusammenarbeit mit BMW Motorrad freute sich Yuichi Yoshizawa enorm: „Es war eine große Ehre und Herausforderung, für einen der traditionsreichsten Hersteller der Branche ein Motorrad rund um den Prototypen eines so spektakulären neuen Boxermotors bauen zu dürfen.“ Natürlich wird bereits wild über den neuen Motor spekuliert, womit BMW sein Ziel wohl erreicht haben dürfte. Sowohl die äußere Geometrie als auch die sichtbaren Elemente, wie z.B. die oberhalb der Zylinder in verchromten Schutzrohren verlaufenden Stößelstangen, erinnern an die Boxermotoren, die bei BMW Motorrad bis Ende der 1960er Jahre gebaut wurden – nur eben mit deutlich größerem Hubraum und moderner Luft-Öl-Kühlung. Mehr wird allerdings vonseiten des Werks noch nicht verraten.

Das Bike von CUSTOM WORKS in Zusammenarbeit mit BMW Motorrad erntete viel Anerkennung in der Szene, so gewann er den „Best of Show Motorcycle“ Award, die höchste Auszeichnung der Hot Rod Custom Show in 2018. Die Mooneyes-Show, wie sie in der Customizer-Szene genannt wird, fand bereits zum 27. Mal im japanischen Yokohama statt und zieht jährlich gut 15.000 Zuschauer an nur einem Veranstaltungstag an. Auto- und Motorrad-Custombuilder aus aller Welt stellen ihre Kreationen vor. Insgesamt waren knapp 300 Autos und 650 Motorräder, sowie jede Menge Händlerstände zu sehen.
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4.12.2018

Triumph Speed Twin schräg von vorne
Triumph Speed Twin schräg von vorne

Triumph Speed TwinClassic mit Punch

Triumph legt noch einmal nach und präsentiert einen Monat nach der Eicma 2018 noch ein weiteres Modell: die Speed Twin. Würde man es sich einfach machen, dann könnte man dieses Modell eine große Street Twin nennen – ein klassisches Naked Bike, nur diesmal mit dem großen 1200er-Motor. Damit würde man aber ziemlich falsch liegen, denn die Speed Twin besitzt eine sportliche Seele und will mehr rasanter Roadster sein als einfach nur ein Naked Bike.

Wichtigste Zutat: Der 1200er ist hier in der High-Power-Variante verbaut, die es bislang nur in der Thruxton gab. Das bedeutet: 97 PS und 112 Newtonmeter. Gegenüber der Thruxton wurde der Motor aber nochmals überarbeitet, besitzt eine leichtere Kurbelwelle und eine höhere Verdichtung. Zusammen mit gewichtsoptimierten Motordeckeln und Magnesium-Nockenwellendeckeln spart allein der Motor 2,5 Kilo an Gewicht. In Summe konnten die Triumph-Ingenieure sogar ganze zehn Kilo gegenüber der Thruxton einsparen!
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Mash:

15.11.2016

Mash TT 40
Mash TT 40

Mash TT 40cooler Kaffee

Die Mailänder Messe nützten auch die kleineren Marken, um ihre Highlights für das nächste Jahr vorzustellen. Beispielsweise Mash. Die französische Marke, die in Fernost fertigen lässt, ist ja seit heuer auch in Österreich mit einem eigenen Generalimporteur aktiv. Die fast ausschließlich auf Retro-Design spezialisierte, junge Motorradfirma bietet Naked Bikes, Scrambler und Café Racer in den Klassen 50, 125, 250 und 400 Kubikzentimeter an. Einen fahrerischen Erstkontakt hatten wir bereits: den Test der Mash Scrambler 400 brachten wir in Motorradmagazin 3/2016 (für Heft-Nachbestellungen hier klicken).

Nun legt Mash ein neues Topmodell nach: die TT 40 ist ein ausnehmend eleganter Café Racer, der gegenüber den bisherigen Modellen im Programm eine deutlich edlere und voluminösere Halbschale besitzt. Kleine Blinker, glänzende Kotflügel und an den Lenkerenden befestigte Spiegel zählen ebenso zur Ausstattung wie Speichenfelgen (auf 18-Zöllern vorne und hinten), funkelnde Doppelschalldämpfer sowie die konturierte Sitzbank samt Höcker und Abdeckung.

Was gibt’s technisch zu vermelden? Euro 4 bringt einen saubereren Motor (freilich zum Glück noch immer luftgekühlt), dazu ein ABS in Serie. Der hübsche Einzylinder leistet 29 PS und stellt ein Drehmoment von 30,5 Newtonmeter bereit, was in Verbindung mit 151 Kilo Leergewicht für satten Fahrspaß sorgen dürfte. Erhältliche Farben: Schwarz, Silber, Rot. Die ersten Exemplare treffen noch vor Jahresende ein, der Preis beträgt in Österreich 5999 Euro. Mehr Infos dazu findet ihr auf der Seite des Importeurs.
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