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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
5.11.2018

MV AGUSTA Brutale 1000 Serie OroDas stärkste Naked bike der Welt!

Lange Zeit war es ruhig um die krisengebeutelte Kultmarke aus Italien; nach dem Produktionsstopp, dem Ausstieg von Mercedes-AMG, einer kompletten Neupositionierung der Firmenphilosophie und dem Einstieg eines neuen (russischen) Investors scheint es nun wieder aufwärts zu gehen. Zum Glück, es wäre wirklich schade um die Marke und ihre außergewöhnlichen Kreationen. Das beweist nun auch das neueste Modell, mit dem die Italiener einmal mehr ein Ausrufezeichen setzen: die MV Agusta Brutale 1000 Serie Oro.

Was in Mailand zum ersten Mal öffentlich gezeigt wird, ist nichts weniger als das stärkste in Serie gefertigte Naked Bike der Welt. Mit straßenzugelassenen 208 PS bei 13.450 Umdrehungen sticht es sogar viele Superbikes aus. Montiert man ein maßgefertigtes Racing-Kit (bestehend aus Titan-Schalldämpfer von SC-Project und eine spezielle ECU), dann steigt die Leistung sogar auf 212 PS bei 13.600 Umdrehungen. Nicht minder spektakulär: die infernalische Leistung trifft auf ein angeblich fahrfertiges Gewicht von lediglich 184 Kilo. Da sollte kein Auge trocken bleiben, wie man so sagt.
Die motorische Basis des bildhübschen Motorrads wurde dem Superbike der Marke, der F4 RC, entnommen. Damit wollten es die ehrgeizigen Ingenieure aber nicht bewenden lassen und haben dem Vierzylinder eine komplett neue Kurbelwelle, eine neue Airbox, neue Titanventile und geänderte Steuerzeiten verpasst. Auch der Ölkreislauf wurde frisch verlegt – alles, um die Reibung zu minimieren und ein möglichst spontanes Ansprechverhalten zu erzielen. Wenn man schon Brutale heißt ...

Der Rahmen besteht traditionell aus einer Verbundlösung von Stahl-Gitterrohr und Aluminium-Komponenten im Bereich der Schwingenaufnahme. Die Einarmschwinge selbst ist auch ein Gedicht und führt ein fettes 200er-Hinterrad. Sämtliche Fahrwerkselemente (USD-Gabel, Federbein und Lenkungsdämpfer) werden von Öhlins zugeliefert und sind allerfeinste Ware – zudem elektronisch verstellbar. Auch die Bremsen wurden wie zu erwarten aus dem Regal mit den teuren Preisen gewählt: Es sind Brembo-Stylema-Komponenten, vorne mit 320er-Scheiben.
Rundum entdeckt das Auge jede Menge edle Teile: CNC-gefräste Komponenten, viele Carbon-Verkleidungsteile (mit kupferroten Fasern durchwirkt!), eine goldene Racing-Antriebskette und letztlich sogar Carbon-Felgen, die das Gewicht der ungefederten Massen deutlich nach unten drücken. Sehr hübsch sind traditionell auch die Schalldämpfer: Das System ist als 4-1-4-Anlage ausgelegt und schmiegt sich links und rechts unter den Sitz. Eyecatcher wie meistens bei MV Agusta sind die Beleuchtungsmittel: der Voll-LED-Scheinwerfer mit LED-Tagfahr- und sogar Kurvenlicht sowie die arge LED-Lichtschnur am Heck.

Auch in Sachen Hightech und Elektronik zieht die MV Agusta Brutale 1000 Serie Oro viele Register. Es gibt dank Ride-by-wire und Sechs-Achsen-Sensorbox (IMU) eine achtfach verstell- und abschaltbare Traktionskontrolle, eine Anti-Wheelie-Kontrolle (on/off), eine Launch Control, einen Quickshifter (up/down), eine Reifendurckkontrolle und ein Bosch-ABS. Dazu ein fünf Zoll großes TFT-Cockpit, das auch über eine Bluetooth-Schnittstelle für die Smartphone-Anbindung verfügt.
Sehr auffällig sind auch die Winglet-artigen Bügel links und rechts des Kühlers. Ihnen kommt tatsächlich eine aerodynamische Funktion zu, ab rund 200 Stundenkilometer sollen sie für deutlich mehr Anpressdruck am Vorderrad sorgen. Der Aerodynamik und den möglichen Geschwindigkeiten ist übrigens auch der für Naked Bikes mittlerweile eher unübliche geteilte Lenker geschuldet: Er sorgt für eine geducktere, sportliche Haltung. Sicher kein Fehler bei über 300 Stundenkilometer, die man mit der MV Agusta Brutale 1000 Serie Oro angeblich erreichen kann.

Kleiner Haken: das sportliche Ausnahmetalent ist vorderhand auf 300 Exemplare limitiert. Ein Preis wurde natürlich noch nicht genannt, man rechne mit einem hübschen Sümmchen. Die Hoffnung legt aber nahe, dass der Serie Oro eine weitere, etwas volksnahere Version folgen wird. Wir drücken die Daumen.
Motorrad Bildergalerie: MV AGUSTA Brutale 1000 Serie Oro

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Prototyp der neuen Triumph Rocket 3, stehend von links nach rechts mit den auffälligen Auspuffkrümmern und den neuen Sidepipes.
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MV Agusta:

13.11.2018

MV Agusta Superveloce 800 in der Heckansicht.
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MV Agusta Superveloce 800Schöner Sport

Offiziell wurde die Brutale 1000 Serie Oro zum schönsten Motorrad der Mailänder Messe EICMA gekürt, aber wir haben etwas (für uns) noch Schöneres am Stand von MV Agusta entdeckt, die Superveloce 800. Als Conceptbike durfte sie wahrscheinlich nicht an der Wahl teilnehmen, aber schon in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres soll sie in Produktion gehen.

Mit der Superveloce erinnert MV Agusta an seine legendäre Geschichte im Rennsport mit insgesamt 37 Weltmeistertiteln auf heute ikonischen Motorrädern. Mit einem über alle Zweifel erhabenen Design ehrt MV die Vergangenheit und richtet gleichzeitig den Blick in die Zukunft. Klassische Formen gestaltet mit modernsten Materialien, rustikale Farbflächen gepaart mit funktionalen Elementen – so schafft die Marke aus Varese mobile Gegenwartskunst.

Die Verkleidung der Superveloce, angeführt von einem runden LED-Scheinwerfer mit gelblicher Verglasung, drängt aggressiv nach vorne und bewahrt dabei gravitätische Eleganz. Das torpedoförmige Heck, ebenfalls mit einem schlichten runden Lichtelement im Zentrum, schließt den formvollendeten Körper nach hinten ab. Elemente wie die Drahtspeichenfelgen und ein Lederriemen am Tank wurden meisterlich mit der geschwärzten Auspuffanlage von SC-Project und einem TFT-Display vermengt. Zwei Endrohre ragen auf der rechten Seite, eines auf der linken (Schwingen-)Seite hervor.

Chassis und Motor wurden von der F3 800 übernommen. Die Ergonomie entspricht fast vollständig jener des Supersportlers, Sitzhöhe, Lenker- und Fußrasterposition blieben unverändert. Auf der Studie fehlten wie so oft Rückspiegel und Blinker, was der Ästhetik natürlich zu Gute kam. Wie werden sehen, ob wir die Superveloce in einem Jahr als Serienbike immer noch so schön finden.

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4.11.2018

MV Agusta Dragster 800 RR America
MV Agusta Dragster 800 RR America

MV Agusta Dragster 800 RR AmericaGreat, again.

Wie kommt eine italienische Motorradmarke zu dem Modellnamen "America"? Der Ursprung geht zurück auf die "750 S America", ein Vierzylinder-Bike aus dem Jahre 1975 mit DOHC und 75 PS Spitzenleistung. 25 Jahre später wurde die erste Brutale von Massimo Tamburini mit dem Zusatz "America" geehrt und im typischen rot-weiß-blauen Farbschema lackiert. 2012 gab es eine weitere Brutale America mit Vierzylinder, bis vergangenes Jahr die erste Dreizylinder-Brutale folgte. In einer limitierten Sonderserie von nur 200 Stück ist es nun die Dragster 800 RR, das extremste Modell in der MV Agusta-Palette, die in den Farben des Star-Spangled Banner glänzen darf. Jedes Exemplar kommt natürlich mit Zertifikat und Plakette mit der Seriennummer.
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3.11.2018

Sabber.
Sabber.

MV Agusta Neuheiten 2019RC - Ratten charf

Eine echte Neuheit hat MV Agusta für 2019 noch nicht verkündet, aber die Italiener präsentieren die bestehende Palette von der Brutale 800 bis zur F4 mit dem Replica-Design des World-Superbikes. Das reicht, um unkontrollierten Speichelfluß anzuregen und uns einen Liebesbrief ans Christkind schreiben zu lassen. Während die Naked Bikes und der Sporttourer Turismo Veloce 800 RC nur mit ein paar optischen Aufwertungen auskommen müssen, sind die Superbikes mit speziellen Racing-Kits und Titan-Auspuffanlagen von SC-Project ausgestattet. Die F4 soll mit einem eigenen Mapping bis zu 212 PS leisten. Für eine optimale Performance auf der Rennstrecke sorgt ein goldenes Fahrwerk von Öhlins.
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Supersport:

24.11.2018

Norton Superlight
Norton Superlight

Norton Superlight158 Kilo trocken, 105 PS stark

Leider haben wir nur wenige und nicht besonders tolle Fotos, dafür ist das Bike umso interessanter: die neue Norton Superlight. Sie ist ein Ableger der neuen britischen 650er-Einsteigerlinie, die mit der Atlas Nomad und der Atlas Ranger zwei sehr volksnahe, preislich interessante Modelle bringt. Davon kann hier allerdings keine Rede sein. Wenn die Norton Superlight Anfang 2020 nach Deutschland und Österreich kommt (Marktstart in Großbritannien bereits im Juni 2019), dann wird sie in Deutschland zirka 24.000 Euro und in Österreich 27.000 Euro kosten.

Wenn Ihr den Schock verdaut habt, dann zahlt sich ein näherer Blick aus, der den Preis rechtfertigt. Denn was hier verbaut wurde, ist – abgesehen vom Motor – die allerfeinste Ware. Bleiben wir aber kurz noch beim Motor: Er entspricht in Grundzügen dem neuen flüssig gekühlten 650er-Reihenzweizylinder-DOHC, der auch in der Norton Atlas verwendet wird. Allerdings wurde die Leistung für den Supersportler von 84 auf 105 PS angehoben. Dabei bleibt’s aber nicht: Hier darf der Fahrer aus drei Fahrmodi wählen, Road, Sport und ProRace. Außerdem macht eine Sechs-Achsen-IMU die Applikation vieler Assistenzsysteme möglich: die Norton Superlight kommt serienmäßig mit Traktionskontrolle, Wheelie-Control und Launch-Control. Bedienbar sind diese Systeme über ein 7-Zoll-TFT-Display.
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