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Christoph Lentsch
Autor: Christoph Lentsch
18.3.2020

Honda CB400 UmbauGoldader

Ing. Bernd Hager wollte seinen Umbau auf unserer Website präsentieren. Und da es für uns zu den größten Leistungen zählt, ein einzigartiges Motorrad in mühsamer Handarbeit selbst bauen, konnten wir ihm diese Bitte nicht abschlagen. Sein Café Racer auf Basis einer Honda CB400 ist ein Musterexemplar eines auf seine edle Essenz einreduzierten Klassikers. Er beschreibt in seinen eigenen Worten, wie es dazu gekommen ist:

„Ich bin bis Herbst 2018 eine Kawasaki Z750 (BJ. 2008) gefahren, da ich aber zeitlich doch etwas eingespannt bin, musste ich ein Hobby etwas zurückschrauben und das war „Motorrad fahren“. Da ich jedoch ganz ohne einen fahrbaren Untersatz auf 2 Rädern nicht kann und mein Herz schon immer für die Caféracer schlug, wollte ich mir den Traum von einem eigenen Racer erfüllen. Als gelernter KFZ-Techniker und Abendstudent der HTL im Bereich Maschinenbau/Fahrzeugtechnik dachte ich aber, dass ein Kauf einer fertig umgebauten Maschine nicht in Frage kommen würde, somit begann das Projekt des eigenen Custombikes.

Zuerst suchte ich auf einer Onlineplattform ein geeignetes Bike, das für mein Projekt in Frage kommen würde, wobei ich immer auf eine Honda CB400 spitzte. Da ich es mir aber auch nicht zu einfach machen wollte, entschied ich mich für die CB400N, wo der Umbau auf einen typischen Café Racer nicht so leicht ist. Am schwierigsten gestaltete sich der Auf-/Umbau eines Tanks, der die typische gerade untere Kante hatte und somit die weiterlaufende Rahmenlinie in der Waagerechten verlängerte. Für dieses Problem konnte ich mir jedoch einen alten Tank einer Honda CX500 organisieren, wo ich für die Optik einen Tankstutzen einer Harley-Davidson aufbaute und die alte Deckelmulde mit flüssigem Zinn bearbeitete, bevor die weiteren Feinarbeiten beginnen konnten.“ 

„Zusätzlich war auch die Heckkürzung und der minimale Platz für Elektrik und Batterie eine enorme Herausforderung, damit das Café-Racer typische offene Rahmendreieck entstehen konnte. Hier fand ich nach etwas Recherche einen LiFePo4-Akku, der auch gerne im Rennsektor für die sogenannten Ring-Bikes (ohne Lichtmaschine) verwendet wird. (Größe des Akkus ca. 100x60x20mm) Nach dem Erhalt des Akkus begann ich mit der Anpassung des Elektrostauraums, was sich trotz der kleinen Starterbatterie noch immer als eine ziemliche Herausforderung entpuppte. Bei der Farbgestaltung wollte ich natürlich den Old-School-Style beibehalten, wo mich mein großer Bruder unterstützte. Wir haben uns für die Farbe Hellelfenbein entschieden, woraufhin mein Bruder Norbert noch einige schöne goldene Akzente setzte und zusätzlich einige Teile in 24 Karat Gold beschichtete und die restlichen Chromteile aufpolierte.

Bei der Bereifung habe ich mich für Heidenau entschieden, da mir bei dieser Type das Profil am besten gefallen hat. Um den Umbau abschließen zu können, wollte ich natürlich nicht die originalen Embleme verbauen, worauf hin das eigene Label „Just?Kil[l]td.?Custom“ entstanden ist, welches ich meinen beiden Söhnen Justin und Kilian widmete.

Das entworfene Logo musste dann natürlich auch zum gesamten Konzept passen. In einer angepassten und geflämmten Echtholzplatte wurde das Tank-Emblem eingefräst und ein 24-K-Gold-Logo eingelassen, das mein Bruder veredelt hat. Nach gesamt zirka 180 Arbeitsstunden konnte ich meinen ersten fertig aufgebauten Cafe Racer endlich starten und die erste Testfahrt machen, was in mir natürlich enorme Glücksgefühle auslöste und mich mit Stolz erfüllte. Nach einer zweimaligen Besichtigung bei einem Zivilingenieur und der Landesprüfstelle, darf ich nun meinen Racer auch offiziell auf der Straße bewegen und freue mich jetzt schon extrem auf die Ausfahrten im Sommer.“

Wir verneigen uns und hoffen, dass wir der Schönheit mal auf der Straße begegnen (der Honda!).

Umbaumaßnahmen Honda CB400:

  • Heck gekürzt
  • Sitzbank auf Einsitzer (Selbstanfertigung)
  • Tank (CX500, angepasst auf orig. Halter)
  • Lenker & Griffe
  • Scheinwerfer
  • Sportluftfilter, inkl. Filter der Kurbelgehäuseentlüftung
  • Blinker und Heckleuchten
  • Reifen von „Heidenau“
  • Teile in 24-K-Gold beschichtet
  • Lackierung Tank, Gabeln & Gabelbrücke (Hellelfenbein)
  • Lackierung Rahmen (Schwarz glänzend)
  • Motor & Getriebegehäuse lackiert
  • Felgen lackiert
  • Batterieumbau auf LiFePo4 (Maße ca. 100x60x20mm)
  • Tacho inkl. angefertigter Halterung
  • angefertigte seitliche Kennzeichenhalterung
  • Lenkerenden-Spiegel
  • Auspuff „Shorty“
  • Motordeckel aufpoliert und teilweise 24-K-Gold beschichtet
  • zusätzliche Kontroll-LEDs für Abblendlicht und Öldruckkontrolle
  • Elektrik angepasst, teilweise neuen Kabelbaum erstellt
  • Zündschloss seitlich verlegt
  • Rahmenkonsole für Batterie und Elektrik unter Sitzbank
  • Kotflügel vorne angefertigt und in 24-K-Gold beschichtet

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