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Christoph Lentsch
Autor: Mag. (FH) Christoph Lentsch
christoph.lentsch@motorrad-magazin.at
9.1.2024

Triumph Daytona 660 im VergleichMittelklasse Sportler Vergleich

Der Name steht für Rennsport wie fast kein zweiter, nur Le Mans ist ähnlich legendär wie Daytona. Bei Triumph stand er zuletzt für einen messerscharfen Supersportler, nun kehrt er in Form eines Alltagssportlers zurück. Doch auch die Option, die 660 mit Originalteilen für die Rennstrecke fit zu machen, hält Triumph bereit. Mehr dazu in unserem Bericht zur Daytona 660. Hier wollen wir anhand der technischen Daten erste Vergleiche mit der Konkurrenz ziehen. Was ist von der Britin zu erwarten, wo ist sie vorne, wo könnte sie schwächeln?

Motoren und Leistung:

  • Triumph Daytona 660: Reihendreizylinder, 660 Kubik, 95 PS (11.250 U/min.) und 69 Nm (8250 U/min.)
  • Honda CBR650R: Reihenvierzylinder, 649 Kubik, 95 PS (12.000 U/min.) und 63 Nm (9.500 U/min.)
  • Kawasaki Ninja 650: Reihenzweizylinder, 649 Kubik, 68 PS (8000 U/min.) und 64 Nm (6700 U/min.)
  • Suzuki GSX-8R: Reihenzweizylinder, 776 Kubik, 83 PS (8500 U/min.) und 78 Nm (6800 U/min.)

Zusammen mit dem Vierzylinder der Honda bietet der Triple der Triumph die höchste Spitzenleistung. Dies wurde durch umfangreiche Upgrades des Trident-Aggregats erreicht. Mehr Drehmoment schafft auch nur der größte Motor im Feld in der Suzuki GSX-8R. Anders als die neue Tiger 900 lässt sich die Daytona auch auf 48 PS für die A2-Klasse drosseln.

Tankinhalt und Gewicht:

  • Triumph Daytona 660: 14 Liter (Verbrauch 4,9), 201 Kilogramm vollgetankt
  • Honda CBR650R: 15,4 Liter (Verbrauch 4,9), 208 Kilogramm vollgetankt
  • Kawasaki Ninja 650: 15 Liter (Verbrauch 4,5), 193 Kilogramm vollgetankt
  • Suzuki GSX-8R: 14 Liter Tankinhalt (Verbrauch 4,2), 205 Kilogramm vollgetankt

Leider stieg das Gewicht der Daytona gegenüber der Trident um satte 12 Kilogramm. Die hält nun bei 201 Kilo, ist damit aber nicht die schwerste, im Gegenteil. Die Suzuki und die Honda bringen noch mehr auf die Waage, nur die schlanke Kawa ist um ein Eck leichter.

Sitzhöhe und Radstand:

  • Triumph Daytona 660: 810 mm, 1425 mm
  • Honda CBR650R: 810 mm, 1450 mm
  • Kawasaki Ninja 650: 790 mm, 1410 m
  • Suzuki GSX-8R: 810 mm, 1465 mm

Moderate Sitzhöhen sind in der Mittelklasse grundsätzlich Standard, so reicht auch keine über 810 Millimeter hinaus. Die Kawasaki stapelt mit 790 Millimeter sogar noch tiefer. Probleme mit dem Auf- und Absteigen wird man also mit keiner haben.

Fahrwerk:

  • Triumph Daytona 660: Showa (SFF-BP-Gabel), Federbein Vorspannung einstellbar
  • Honda CBR650R: Showa (SFF-BP-Gabel), Federbein Vorspannung einstellbar
  • Kawasaki Ninja 650: Telegabel, Federbein Vorspannung einstellbar
  • Suzuki GSX-8R: Showa (SFF-BP-Gabel), Federbein Vorspannung einstellbar

Beim Fahrwerk ist man sich so einig wie bei der Sitzhöhe. Bis auf die Kawa setzen alle auf Showa, mit einer SFF-BP-Upside-Down-Gabel vorne. Alle Marken beschränken die Verstellmöglichkeiten auf die Vorspannung am Federbein.

Bremsen:

  • Triumph Daytona 660: 310 mm, Vierkolbensättel radial
  • Honda CBR650R: 310 mm, Vierkolbensättel radial
  • Kawasaki Ninja 650: 300 mm, Doppelkolbensättel
  • Suzuki GSX-8R: 310 mm, Vierkolbensättel radial

Um zu guter Letzt findet man auch bei den Bremsen am Papier keine gravierenden Unterschiede. Die Kawasaki setzt hier ebenfalls den Spartstift an, was aber nichts heißen will. Bei der Testfahrt waren wir von der Bremskraft durchaus angetan, nur die Dosierbarkeit könnte besser sein. Ein großer Vergleich 2024 wird aber zeigen, welches Modell wirklich die Nase vorn hat.

Elektronik:

  • Triumph Daytona 660: TFT/LCD-Instrument, Connectivity, ABS, 3 Fahrmodi, 3-fache Traktionskontrolle (abschaltbar)
  • Honda CBR650R: TFT-Instrument, Connectivity, ABS, Traktionskontrolle (abschaltbar)
  • Kawasaki Ninja 650: TFT-Instrument, Connectivity, ABS, 2-fache Traktionskontrolle (abschaltbar)
  • Suzuki GSX-8R: TFT-Instrument, 3 Fahrmodi, ABS, 3-fache Traktionskontrolle (abschaltbar), Quickshifter

Zusammen mit der Suzuki bietet die Triumph die modernste Ausstattung, nur ihre Display-Lösung ist etwas altbacken. Schräglagenabhängige Regelsysteme sucht man allerdings überall vergeblich.

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