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1.2.2024

Suzuki GSX-8R TestGesichtsplastik

Mit dem neu entwickelten Mittelklasse-Roadster GSX-8S, der langfristig wohl auch die legendäre SV650 im Modellprogramm ersetzen wird, feierte Suzuki bereits vergangenes Jahr diverse Siege in internationalen Vergleichstest gegen Yamaha MT-07, Honda Hornet und Co. Auch der tatsächliche Verkaufserfolg in Österreich kann sich mit knapp 180 Exemplaren auf Anhieb sehen lassen. Kein Wunder, schließlich punktet die GSX-8S mit rundum harmonischem Gesamtpaket zum fairen Preis.

2024 wird dem S-Modell mit der GSX-8R um 10.690 Euro nun ein vollverkleidetes Schwestermodell zur Seite gestellt.  Unter ihrem schnittig-rasant designten Plastikkleid verbergen sich zu großen Teilen die bekannte Technik und die tourentaugliche Ergonomie ihres Roadster-Pendants. Für moderate 800 Euro Mehrpreis machen etwas Windschutz, serienmäßige LED-Blinker und ein in äußerst gnädiger Höhe montierter Alu-Stummellenker aus dem 776-Kubik-Streetfighter einen ergonomischen Tourensportler.

Ganz wie bei der GSX-8S lässt der Arbeitsplatz des Piloten bis 185 Zentimeter Körpergröße üppige Bewegungsfreiheit. Der Kniewinkel ist dank weise gewählter Fußraster-Position entspannt, der Oberkörper dank hoch angeschlagenem Stummellenkers eher aufrecht positioniert.  Den Windschutz darf man wegen der äußerst knapp geschnittenen Plexiglasscheibe nicht überschätzen: Ganz besonders der Helm ragt aus der Windstillen Zone merklich heraus, sofern man sich nicht tief über den 14-Liter-Tank buckelt.

Beim Fahrwerk kommen statt der bereits viel gelobten, universell abgestimmten Kayaba-Ware an der nackten 8S beim aerodynamischen R-Modell nun Komponenten aus dem Hause Showa zum Einsatz. Zwar kann auch hier kann lediglich die Federbein-Vorspannung individuell justiert werden, die Big-Piston-Bauweise an der Front ermöglicht laut Suzuki jedoch eine dreißig Prozent stärkere Dämpfung im Vergleich zum S-Modell.

Wegen der spürbar strafferen Abstimmung der 8R bleiben auf holprigem Asphalt-Flickwerk weniger Komfortreserven als bei der GSX-8S, dafür performt die knackige Abstimmung sogar bei unserem einstündigen Rennstrecken-Test erstaunlich gut. Die angepeilte Linie wird stets mit unaufgeregter Präzision getroffen. Beim Verzögern tief in den Kurvenscheitel liefert die 8R transparente Rückmeldungen über den Grenzbereich und wann der Pilot die tourenorientierte Dunlop Roadsmart-2-Serienbereifung besser nicht überstrapazieren sollte.

Damit haben wir die wesentlichen Unterschiede zum drei Kilo leichteren Naked-Bike-Pendant eigentlich auch schon vollständig abgehandelt – das 8R-Datenblatt weicht in puncto Chassis-Geometrie und Antriebsspezifikationen jedenfalls nicht von jenem der GSX-8S ab.

Auch im Zentrum der GSX-8R pulsiert der jüngst neu entwickelte 776-Kubik-Paralleltwin mit 270 Grad Hubzapfenversatz, der im Sport-Tourer ebenfalls 83 PS und 78 Newtonmetern leistet. Fast von Standgas an stellt das charismatisch pulsierende, überaus laufruhige Suzuki-Triebwerk mit zwei Ausgleichswellen willig und rasselfrei Vortrieb bereit. Ab 4500 Kurbelwellenrotationen geht die Post richtig ab, und besonders das druckvolle Drehmoment sorgt fast bis zum einsetzenden Drehzahlbegrenzer für Euphorie im Sattel. Besonders vorbildlich und ruckfrei, vor allem angesichts dieser Preisklasse, verrichtet auch der ab Werk montierte Quickshifter im knackigen Getriebe seinen Dienst.

Die von der 8S bekannte, schwerpunktgünstige Gewichtsverteilung erlaubt zwar auch mit der 8R jederzeit flinke Schräglagenwechsel, im engen Landstraßen-Winkelwerk dürfte die kurvengierigere 8S wegen ihres breiten, geraden Lenkers unterm Strich dennoch knapp die Nase vorne haben. In weiten, zügigen Radien brilliert dagegen der neue Tourensportler mit größerer Souveränität, die er auch der strafferen Grundabstimmung des Showa-Fahrwerks zu verdanken hat.

An der rundum sauberen Verarbeitung, der liebevollen Materialwahl und  dem brillanten 5-Zoll-TFT-Cockpit mit intuitiv-simpler Menüführung gibt es absolut nichts zu bekritteln - von einer fehlenden Smartphone-Schnittstelle vielleicht abgesehen. Unterm Strich bekommt man dennoch bei der GSX-8R erstaunlich viel Motorrad für vergleichsweise leistbares Geld, der Fahrspaß im Sattel der 8R ist in ihrem Segment jedenfalls weit überdurchschnittlich. Der ausgewachsene Körperbau sowie das pfiffige, von GSX-R1000 und Co. inspirierte Design garantieren außerdem jederzeit einen sportlich-imposanten Auftritt.

Die Konkurrenz in der Klasse der touren- und alltagstauglichen Supersportler schläft jedoch nicht: Bereits im März testen wir mit der brandneuen Triumph Daytona 660 den nächsten Neuzugang am Markt, der preislich in Österreich exakt auf Höhe der Suzuki GSX-8R liegt, satte 95 PS aber nur 69 Newtonmeter leistet und in puncto Ausstattung vergleichbar zu sein scheint. Ein spannendes Vergleichs-Duell steht der Suzuki GSX-8R damit wohl schon in Kürze bevor.

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