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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
peter.schoenlaub@motorrad-magazin.at
27.1.2025

Neu: Triumph Speed Triple 1200 RS 2025E-Fahrwerk von Öhlins und mehr Power!

Nach vier Jahren im Dienst unterzieht Triumph sein Power-Flaggschiff, die Speed Triple 1200 RS, einer Überarbeitung. Wichtigster Punkt: Nun gibt es hier statt des mechanischen ein elektronisches, semi-aktives Fahrwerk, nämlich das Öhlins SmartEC3.

Ein elektronisches Fahrwerk (das Öhlins SmartEC2) besaß bisher nur das Schwestermodell, die Speed Triple 1200 RR. Das in nostalgischen Formen verkleidete Sportbike wurde allerdings mit Ende der vergangenen Saison eingestellt. 

Das neue Öhlins SmartEC3 ist nun nicht nur reaktionsschneller, sondern bietet auch einen breiteren Einstellbereich als das SmartEC2. Das soll insbesondere dem Komfort auf schlechten Strecken entgegenkommen, erklärt Entwicklungschef Stuart Wood. Gleichzeitig kann man neben drei Grund-Setups auch sieben Parameter selbst beeinflussen, etwa das Verhalten des Fahrwerks beim Bremsen oder beim Beschleunigen aus einer Kurve. So soll man die Speed Triple 1200 RS exakt an seinen Fahrstil oder die (Renn-)Strecke anpassen können. Eine weitere Ergänzung ist ein erstmals eingesetzter Lenkungsdämpfer, ebenfalls von Öhlins und verstellbar.

Um das gestiegene Gewicht durch das Fahrwerk samt Lenkungsdämpfer sowie die für die Euro5+-Norm notwendigen Maßnahmen wieder einzusparen, finden sich an der neuen Speed Triple 1200 RS einige leichtere Teile: neben dem Schalldämpfer sind dies vor allem die Räder sowie eine Lithium-Ionen-Batterie. Am Ende legte die Speedy nur um einen Kilo zu und hält nun bei 199 Kilo fahrfertig.

Dies sollte zu verschmerzen sein, zumal man im Zug der Euro5+-Anpassung auch wieder ein wenig Power gefunden hat: Drei PS mehr heben die Leistung auf 183 PS, drei Newtonmeter mehr pushen das Drehmoment auf 128 Nm. Somit ist die 2025er-Ausgabe die stärkste Speed Triple aller Zeiten. Und auch wenn es vielen Fahrerinnen und Fahrern egal sein mag: Die Speed Triple wurde auch deutlich sparsamer: 5,5 statt 6,4 Liter in der WMTC-Messung entsprechen einem radikalen Schritt.

Das hat den Entwicklern aber noch nicht gereicht. Eine Ausweitung bzw. Weiterentwicklung der Assistenzsysteme führ nun zu einer vierfach einstellbaren Wheelie-Kontrolle, einer ebenfalls vierfach einstellbaren Motorbremskontrolle und einem Brake Slide Asisst, der nun im Track-Modus aktiv ist. Fünf Fahrmodi, einen Tempomaten, einen Quickshifter, Schräglagen-Traktionskontrolle, Kurven-ABS, Keyless sowie einen 5-Zoll-TFT samt Connectivity und hinterleuchteten Bedienelementen gab es alles bislang bereits.

Wie erkennt man die Speed Triple 1200 RS des neuen Jahrgangs? Gar nicht so einfach. Neben den neuen Rädern und dem neuen Schalldämpfer findet sich lediglich eine neu gestaltete Sozius-Abdeckung als Erkennungsmerkmal. Und natürlich gibt es neue Graphics sowie eine frische Farbpalette mit Jet Black, Diablo Red und Granite/Performance Yellow. Als eines von vielen Zubehörteilen steht außerdem erstmals ein Akrapovic-Slip-on zur Verfügung, mit schwarzer Titanhülle, Carbon-Endkappe und dem Versprechen auf 700 Gramm Gewichtseinsparung.

Die neue Triumph Speed Triple 1200 RS soll im April 2025 bei den Händlern stehen. Am Preiszettel werden dann 2100 Euro mehr (in Ö) als bisher ausgewiesen, man liegt nun auf dem Niveau der bisherigen RR, die ja auch schon ein elektronisches Fahrwerk hatte. Konkret betragen die Preise für diese Saison 23.895 Euro in Österreich, 19.995 Euro in Deutschland.

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