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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
peter.schoenlaub@motorrad-magazin.at
18.8.2025

Erwischt: KTM 790 Adventure und 790 DukeDie nächste Generation

Seit Ende Juli wird am KTM-Stammsitz in Mattighofen wieder produziert. Damit geht, wenn alles nach Plan läuft, die herausforderndste Zeit für die Firma seit dem Neustart Anfang der 1990er-Jahre zu Ende. Im Laufe der nächsten Monate werden die ursprünglich für Anfang 2025 geplanten neuen Modelle zu den Händlern kommen. 

In Bezug auf die langfristige Modellpolitik muss sich die Firma unter neuer Führung jedoch erst noch finden. So werden geplante Nischenmodelle derzeit überprüft, die Kernmodellpalette jedoch ist fix und in dieser steht, nach der Ergänzung der LC4-Modelle um die 690 Rally, als Nächstes die Aktualisierung der 790-Baureihe an: Diese besteht auch künftig aus 790 Duke und 790 Adventure.

Die aktuelle Modellgeneration der beiden Mittelklassemodelle wurde nach der erstmaligen Einführung der 790 Duke im Jahr 2018 zwischenzeitlich durch die inzwischen abgelösten 890-Modelle verdrängt. Durch die Verlagerung der Produktion zum chinesischen Partner CFMoto und die damit verbundene attraktivere Bepreisung wurde für Naked Bike und Reiseenduro jedoch wieder ein Platz im Modellprogramm der Innviertler frei.

Auch die neue Modellgeneration der beiden soll im Rahmen der laufenden Verträge wieder bei den Chinesen gefertigt werden. Nach dem derzeitigen Stand zumindest, denn ob der Zollstreit zwischen China und den USA eine zumindest teilweise Produktion der Baureihe an anderer Stelle nötig macht, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt schwer vorhersagen und hängt auch davon ab, wie sich die politische Lage entwickelt. Tatsache ist: Der US-Markt ist für KTM einer der wichtigsten, und die aktuellen 790 Duke und Adventure sind dort seit kurzem nicht mehr erhältlich.

Technisch wird die nächste Auflage der KTM-Mittelklasse runderneuert – so viel verraten frühe Prototypen. In den letzten Wochen, jedoch auch kurz vor und während der Insolvenzphase, absolvierten dabei sowohl die kommende 790 Duke als auch die 790 Adventure zahlreiche Entwicklungsfahrten. Die größte Baustelle scheint dabei für Außenstehende der Motor zu sein. Dessen aktuelle Generation hatte, vor allem in den ersten Produktionsjahren, mit mehreren Qualitätsproblemen zu kämpfen. Diese scheinen die Oberösterreicher zwar inzwischen im Griff zu haben, dennoch überrascht es nicht, dass der LC8c genannte Reihentwin in der nächsten Generation stark überarbeitet wird. Von der Ölwanne bis zum Ventildeckel bleibt, so legen es unsere Fotos nahe, kein Stein auf dem anderen. Einzig der Verlauf der Krümmer gleicht dem des aktuellen Modells – erfahrungsgemäß gibt es in diesem Bereich jedoch häufig in späteren Entwicklungsstufen noch Anpassungen.

Auch der restliche Abgastrakt wird überarbeitet und gänzlich neu konstruiert. Die kommende Motorgeneration erhält einen großzügiger dimensionierten Vorschalldämpfer, der dafür sorgt, dass der Endschalldämpfer tiefer montiert wird. Dies hat sowohl für die kommende 790 Adventure als auch für ihre Naked-Bike-Schwester optische Folgen: Bei der Duke wird der kontrovers aufgenommene Endtopf in Bananenform abgelöst, und auch bei der Adventure wird ein neues Auspuffdesign die Seitenansicht prägen.

Der Vorschalldämpfer sorgt gleichzeitig – wie schon bei der erhältlichen 990 Duke – dafür, dass die Schwinge einseitig in Bananenform ausgeführt wird, um dem Auspuff und eben dem Vorschalldämpfer Platz zu lassen. Sowohl Hubraum als auch Nennleistung dürften sich allenfalls nur marginal ändern, schließlich müssen die Entwickler nach oben Respektabstand zu 990 Duke und Adventure halten und nach unten auf die kommende 650-Baureihe Rücksicht nehmen.

Zur Gestaltung beider Modelle lässt sich im jetzigen Entwicklungsstadium nur wenig sagen – zu viele Teile an den Erprobungsmotorrädern sind lediglich Platzhalter. Am Prototypen der 790 Duke fällt jedoch die geänderte Ergonomie ins Auge. Der Fahrer des Motorrades auf unserem Bild scheint eine entspanntere Haltung als auf der aktuellen Generation einzunehmen.

Am Adventure-Prototypen auffällig ist die Positionierung des Tanks: Dieser ist klassisch vor dem Fahrer platziert. Die Tankfässer vor beiden Füßen des Piloten haben damit endgültig ausgedient. Zwar ist die jetzige Lösung fahrdynamisch positiv, optisch jedoch unglücklich. Gleiches gilt für die kommende, die 890 Adventure ersetzende 990 Adventure: Diese wird ebenso wieder ein klassisches Spritfass vor dem Fahrer bekommen.

Spannend wird zu sehen sein, wie KTM die kommende 790 Adventure am Markt positioniert. Preislich könnte sie der asketischeren 690 Rally nahekommen, die jedoch mit ihrer Abstammung von der 690 Enduro und der vom Dakar-Wettbewerbsmotorrad 450 Rally abgeleiteten Optik glaubhaftere Offroad-Fähigkeiten ins Feld führen kann und so andere Kunden ansprechen soll. Entsprechend dürfte die Reihentwin-Adventure künftig noch konsequenter die Rolle als Reiseenduro ausfüllen.

Die 790 Duke dürfte hingegen eine ähnliche Rolle am Markt einnehmen, wie es bereits die aktuelle Generation des Naked Bikes tut. Größter Unterschied: Neben der leistungsstärkeren Schwester 990 Duke wird ihr künftig eine darunter positionierte 650 Duke zur Seite gestellt.

Wann die Vorstellung der beiden Modelle erfolgt, ist noch nicht verlässlich vorherzusagen – auch weil die wirtschaftlichen Turbulenzen zu Verzögerungen geführt haben dürften. Vor 2027 ist jedoch nicht mit dem Verkaufsstart zu rechnen.

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