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Neu: Triumph Bonneville T40Mehr Leben am Bonniehof
Es gibt wohl kein Modell von Triumph, das legendärer ist als die Bonneville: Sie macht, wie man so schön sagt, den Kern der Marke aus. Entsprechend liebevoll wurde dieses Erbe schon in der Vergangenheit gepflegt: Erst im letzten Jahr wurde die Bonneville T120 aufgewertet, ebenso die Varianten Bonneville Bobber und Bonneville Speedmaster.
Für 2027 folgt nun ein echter Paukenschlag: Triumph erweitert die Bonneville-Familie um ein neues Einstiegsmodell – die Bonneville T40. Dieses Modell fußt wie zu erwarten auf der jüngsten Baureihe mit 400er-Einzylinder (TR Series), in der sich bislang die Speed 400, die Tracker 400 und die Scrambler 400 X/XC tummeln.
Für die Bonneville T40 wurde diese technische Basis aber überraschend tiefgreifend umgekrempelt. Der Motor wurde mit einem neuen Zylinderkopf für mehr Bonneville-Feeling abgestimmt, der Rahmen von Grund auf neu gezeichnet. Dies wurde vor allem deshalb notwendig, da die Triumph-Ingenieure für einen authentischen Look zwei Federbeine am Heck anbringen wollten. Aus diesem Grund ist der Heckrahmen auch mit dem Hauptrahmen verschweißt, nicht verschraubt wie bei den anderen 400ern. Eine klassische Telegabel mit Faltenbälgen führt ein stilgerechtes 18-Zoll-Vorderrad, jeweils 130 Millimeter Federweg an beiden Rädern versprechen guten Fahr- und Federungskomfort.
Bleiben wir noch kurz beim Motor: Hier wollten die Entwickler noch mehr Punch von unten, ein noch mächtigeres, gleichzeitig relaxteres Bollern des Einzylinders. Neue Nockenwellen führen also zu 36 Newtonmeter an maximalem Drehmoment, das bereits bei 5000 Umdrehungen anliegt (bei der Speed sind es zwar 37,5 Newtonmeter, aber erst bei 6500 Umdrehungen). Als Kehrseite sinkt die Leistung auf äußerst moderate 32 PS, was man allerdings beim Fahren nicht als Verlust empfinden soll, verspricht Entwicklungschef Stuart Wood – man soll sehr angenehm und entspannt cruisen, mit angemessener Performance auf der Landstraße; wir sind auf die ersten Testfahrten gespannt.
Witziges Detail: Die Motorentechniker konnten mit der neuen Abstimmung auch die Leerlaufdrehzahl senken, was einen noch schöneren Sound am Stand, nicht zuletzt aus dem grandiosen Peashooter-Endtopf, ergeben soll. Auch da sind wir schon neugierig.
Wie immer bei Triumph wirkt das Finish großartig – man spürt, mit wie viel Liebe zum Detail hier gearbeitet wird. In der Folge erscheint die Bonneville T40 aus keiner Perspektive als „zusammengespartes“ Einstiegsmodell, sondern richtig hochwertig. Dazu tragen die Zweifarb-Lackierungen mit handgezogenen (!) Trennlinien bei, aber auch Motor- und Drosselklappenabdeckungen aus gebüstetem Alu, teure Spiegel, der glänzende Retro-Schalldämpfer oder auch die hübschen Speichenräder mit Alu-Felgenbetten.
Korrespondierend dazu ragt die technische Ausstattung weit über das gewohnte Maß in dieser Klasse hinaus. Vor allen anderen besitzt die Bonneville T40 eine 6-Achsen-IMU, was ein Kurven-ABS und eine Schräglagen-Traktionskontrolle ermöglicht. Dazu gibt es – ebenfalls ab Werk! – einen Tempomaten und fünf Fahrmodi.
Sein Debüt feiert außerdem ein neues 4,2 Zoll großes, rundes TFT-Display mit erweiterter Connectivity. So lässt sich das Navi sogar mit Karte darstellen. Besonderer Gag: Es gibt einen „Heritage Mode“, in dem die Benutzeroberfläche ein analoges Instrument simuliert. Wir gehen davon aus, dass dieses hochmoderne Display/System in Kürze auch in allen anderen Modellen, die noch das alte TFT-/LC-Display besitzen, Einzug halten wird.
Schwerpunkt in der Entwicklung war für diese Einstiegsklasse natürlich leichte Fahrbarkeit und Nutzbarkeit. Daher liegt die klassische, gerade Sitzbank auf nur 790 Millimeter Höhe; eine im Zubehör erhältliche niedrigere Lösung senkt diesen Wert auf 770 Millimeter. Auch auf das Gewicht wurde ein Auge geworfen: 191 Kilo sind es fahrfertig vollgetankt. Dazu bietet Triumph wie gewohnt viele weitere Extras an: In der Palette von rund 40 Komponenten finden sich unter anderem Softgepäcklösungen und eine Beifahrerlehne.
Die Triumph Bonneville T40 wird in drei verschiedenen Zweifarb-Lackierungen zu haben sein. Wer es etwas düsterer und cooler will, kann alternativ zur Bonneville T40 Black greifen, die Mattschwarz und Mattgrau kombiniert, ebenfalls von einer handgezogenen Linie getrennt. Die Sitzbank ist hier braun ausgeführt, fast alle glänzenden Teile an der normalen T40 sind schwarz lackiert oder beschichtet – inklusive Felgenbetten, Schalldämpfer, Motorabdeckungen, ja sogar die Hebel für Kupplung und Bremse.
Die neuen Einzylinder-Bonnies sollen ab spätem Frühjahr bei den Händlern stehen, die Preise wurden noch nicht fixiert.
Erster Test: Triumph Speed 400/Scrambler 400 X
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