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Norton 450 Design oder Nichtsein
Die britische Nobelmarke, die zum indischen Riesen TVS gehört, stellt in Mailand die dritte Modellreihe nach dem Supersportler Manx und dem Mittelklasse-Adventure-Bike Atlas vor. Damit will man ein breiteres Publikum ansprechen, ohne aber den Premium-Anspruch zu verwässern – oder von der polarisierenden Design-Philosophie abzuweichen, die Norton unverwechselbar macht.
Was wir wissen. Angetrieben wird Nortons Einsteiger-Serie von einem wassergekühlten Einzylinder mit 454 Kubik, intern H-Serie genannt. Natürlich zielt man hier auf die A2-Klasse und nutzt das Limit von 48 PS fast ganz aus. Konkret: 47 PS bei 8.000 Umdrehungen, 45 Newtonmeter Drehmoment bereits bei 6.000 Umdrehungen. Die Leistung geht an ein Sechsgang-Getriebe mit Quickshifter. Dazu kommen Bremsen von ByBre mit Kurven-ABS, ein verstellbares KYB-Fahrwerk, 17-Zoll-Gussräder und – als Alleinstellungsmerkmal in dieser Klasse – ein Alu-Rahmen.
Sehr schön: Auch die kleine Serie bekommt das große 8-Zoll-TFT-Display samt Touchscreen-Funktion wie bei den Topmodellen. Man kann also von voller Connectivity ausgehen, dazu integrierte Navigation und beste Ablesbarkeit. Auch keine Selbstverständlichkeit in dieser Klasse: Tempomat und Reifendruckkontrolle.
Zum Start kommen zwei Modelle: ein Roadster und ein Scrambler. Beide führen Nortons Design-Philosophie weiter, wie wir sie schon von den teureren Modellen kennen: viele Flächen, null Retro, die seitlichen Bumerangs als klares Erkennungsmerkmal. Und Farben, die sich andere Hersteller nicht trauen würden.
Der Roadster (mit dem Arbeitstitel Urban) erinnert ein wenig an Husqvarnas Vitpilen-Serie, vor allem im Heckbereich, während die Mitte für einen Einzylinder auffällig bauchig geraten ist. Beim LED-Scheinwerfer fühlt man sich ein wenig an Yamahas MT-Serie erinnert, aber in Summe haben wir es hier mit einem sehr auffälligen Entwurf zu tun, der aus der Masse heraussticht.
Abenteuer Alltag. Noch mehr gilt das für den Srcambler mit dem Arbeitstitel Rugged. Wobei es Scrambler nicht ganz trifft, denn Norton versucht auch beim groben Ableger eigene Wege zu gehen und hat eigentlich nicht vor, sich die Räder sonderlich schmutzig zu machen. Auffälligste Unterschiede zur Urban: die insektenhafte Front, auffällige Handguards und eine Sitzbank aus besonders robustem Material.
Die endgültigen Namen, Preise und genaue technische Daten sind für die kommenden Tage versprochen.
