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Neu: Yamaha RW700Der Überroller
Ein Roller? Ein Adventurebike? Ein Crossover-Gerät? Die brandneue Yamaha RW700 lässt sich nicht eindeutig zuordnen, sondern bietet von jedem Segment einige EIgenarten. Voll Roller das Staufach unter dem Sitz (für einen Vollvisierhelm), vom Adventurebike die langen Federwege und kantigen Look, von Crossoverbikes die Reisetauglichkeit mit Windschutz und komfortabler Sitzposition.
Angebtrieben wird dieser Alleskönner immerhion von einem sehr gut bekannten Motor: dem CP2-Reihenzweizylinder mit 689 Kubikzentimeter. In dem neuen RW700 leistet dieser mittlerweile legendäre Twin 69 PS bei 8250 U/min und ein maximales Drehmoment von 65 Newtonmeter auf einem Plateau zwischen 6500 und 6750 U/min. Die Kraftverteilung übernimmt das mittlerweile ebenfalls gut bekannte Y-AMT. Dieses automatisierte Schaltgetriebe ermöglicht Gangwechsel auf Fingerdruck – oder man überlässt sie gänzlich der automatischen Steuerung.
Das Y-AMT wurde allerdings weiterentwickelt und für den Einsatz im RW700 angepasst. So sollen ein Kupplunsgdämpfer und überarbietete Kupplungsfedern für nochmals sanftere Gangwechsel sorgen.
Als Rahmen verwendet Yamaha ein Gerüst aus Stahlrohren, ergänzt mit einer Aluschwinge. Dazu finden wir vorne eine 43er-USD-Gabel, hinten ein angelenktes Federbein, das in der Vorspannung und Zugstufe verstellbar ist. Längere Federwege (160/155 Millimeter) sorgen für eine aufrechte Statur, offroadgerechte Reserven und eine Bodenfreiheit von 170 Millimeter. Trotzdem bleibt die Sitzhöhe mit 810 Millimeter vergleichsweise moderat.
Speziell für den Einsatz im leichten Gelände wurden noch ein paar weitere Elemente angepasst: der Alu-Unterfahrschutz, die Handschützer, der enduromäßig leicht nach oben gedrehte Schalldämpfer, der breite, konifizierte Alulenker sowie die Fußrasten, deren Gummieinlagen entnehmbar sind. Sie lassen sich außerdem erstmals bei Yamaha in vier Richtungen verstellen. Und wem das noch immer nicht passt: Im vorderen Bereich befinden sich ausklappbare Trittbretter für eine äußerst relaxte Sitzposition.
In die Gelände-Kerbe schlagen natürlich auch die Räder: Speichenfelgen für schlauchlose Reifen, hinten in der Dimension 160/60-15, vorne 120/70-17. Bezogen werden sie mit Pirelli Scorpion Rally STR.
Großzügig wurden die Bremsen ausgelegt: Zwei 298-Millimeter-Scheiben an der Front werden von radialen 4-Kolben-Zangen verzögert. Am Heck befindet sich eine 267er-Scheibe. Das sollte wohl ausreichen, um die vollgetankt (14 Liter) 221 Kilo schwere RW700 angemessen und sicher zu verzögern.
Dem hypermodernen Anspruch tragen auch die Assistenzsysteme Rechnung. Kurven-ABS und Schräglagen-Traktionskontrolle sind ohnehin gesetzt, dazu bietet der Yamaha RW700 auch eine Slide Control, ein Brake Control System und eine Motorschleppmomentregelung. Außerdem werden die Blinker automatisch abgeschaltet und der nachfolgende Verkehr wird bei Notbremsungen gewarnt.
Ein Tempomat mit erweiterten Funktionen ist genauso serienmäßig wie ein Keyless-System, bei dem der Schlüssel in der Tasche bleiben kann. Die Informationen erscheinen auf einem 5-Zoll-TFT-Display mit wählbarer Oberfläche, das sich auch in Sachen Connectivity versiert zeigt. Die Bedienelemente am Lenker, unter anderem mit 5-Wege-Joystick, kennen wir bereits von bestehenden Yamaha-Modellen. Eine USB-C-Steckdose liegt für die Stromversorgung externer Geräte in Reichweite, der große Windschild ist allerdings nicht verstellbar, sondern fix montiert.
Einstellen darf man dafür die Fahrmodi – und dabei gleich aus fünf angebotenen auswählen: Sport, Street, Eco, Explore und Explore+. Nur bei den Geländemodi kann man auch das ABS am Hinterrad deaktivieren. Der Fahrmodus Explore+ lässt sich auch nach eigenen Wünschen konfigurieren.
Wer noch mehr will, kann zu einer zweiten, besser ausgestatteten Version der neuen Yamaha greifen: der RW700 Explore. Sie kommt in speziellen Farben und bietet noch mehr Ausstattung. So lässt sich hier auch die Gabel verstellen, nämlich in Vorspannung und Zugstufe. Außerdem besitzt der RW700 Explore Heizgriffe und einen beheizbaren Fahrersitz, jeweils zehnstufig. Zudem findet sich hier ein Hauptständer, während die Lenkerarmaturen hinterleuchtet sind.
Der neue Yamaha RW700 soll im ersten Quartal 2027 zu den Händlern kommen. Preise sind noch offen.
Yamaha RW700: die technischen Daten zum Herunterladen
