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Clemens Kopecky
Autor: Clemens Kopecky
1.12.2017

Test: Suzuki GSX-R125 GSX-S125ARISTOKRATIE IN GEFAHR

Federleicht, preisgünstig und top ausgestattet: mit zwei brandneuen 125ern erklärt Suzuki dem herzoglichen Achtelliter-Duo aus Oberösterreich den Krieg.

Ein A1-Motorrad mit knapp über 130 Kilo, 15 PS Spitzenleistung und unter 4000 Euro: Eckdaten wie diese sind eine unmissverständliche Kampfansage an sämtliche Vertreter der Achtelliterklasse. Ab sofort will Suzuki dieses Segment sogar mit zwei neuen Fahrzeugen des erwähnten Kalibers auf den Kopf stellen: Mit dem brandneuen Einsteiger-Supersportler Suzuki GSX-R125 nimmt der Hersteller die etablierten Vertreter der Konkurrenz, Aprilia RS 125, Honda CBR125, KTM RC 125 und Yamaha YZF-R125 aufs Korn. Unter dem Modellkürzel GSX-S125 haben die Japaner außerdem ein unverkleidetes Roadster-Pendant im Programm, das sich rein technisch von der aerodynamisch geduckten Racing-Replika kaum unterscheidet: der gerade Lenker ist zehn Zentimeter höher montiert, das serienmäßige Keyless-Go der vollverkleideten Variante sucht man am Naked-Bike vergebens – das war’s dann auch schon mit den Unterschieden.

Weil in der Alpenrepublik traditionell die Nachfrage nach Streetfightern höher ist als nach Supersportlern, dürfte der kleinen GSX-S um günstige 3440 Euro am heimischen Markt größerer Erfolg vergönnt sein als ihrer 500 Euro teureren GSX-R-Schwester. Ein Blick in die Statistik unterstreicht die These: 2016 wurden von KTMs geduckter RC 125 146 Stück zugelassen, von der 125 Duke jedoch sagenhafte 575 Exemplare. Auch 2017 dominiert der orange Achtelliter-Herzog wieder bei den 125er-Motorrädern, bekommt ab sofort jedoch mit der Suzuki GSX-S125 einen ehrgeizigen Gegenspieler. Bei gleicher Leistung wiegt der Bonsai-Streetfighter aus Japan vier Kilo weniger als der Marktführer aus Mattighofen, punktet mit 45 Millimeter niedriger Sitzhöhe und ganz besonders mit 1108 Euro günstigerem Anschaffungspreis. Einbußen bei der Leistung muss man nicht hinnehmen – auch die Japanerin schöpft bei 10.000 Touren den gesetzlichen Maximalrahmen von 15 PS vollständig aus. Obendrein spendiert Suzuki das Easy Start System, eine LED-Lichtanlage und ein aufgeräumtes Digitalcockpit. Das muss zwar auf ein TFT-Farbdisplay mit Bluetooth-Schnittstelle à la KTM Duke verzichten, erweist sich in Sachen Lesbarkeit und Funktionsumfang jedoch trotzdem als zeitgemäß.

Sowohl GSX-R- als auch GSX-S125 werden kostensparend in Indonesien gefertigt und leisten sich bei der Verarbeitungsqualität kaum Schwächen. Bei einem ersten Roll-Out auf der GSX-R125 am englischen Stowe-Circuit brilliert der brandneu konzipierte, vibrationsarme DOHC-Einzylinder mit sanfter Gasannahme, überraschender Laufruhe und zuverlässigem Vortrieb über das ganze Drehzahlband. Selbst in den oberen Gängen geht dem Triebwerk kurz vor dem Begrenzer nie die Luft aus, Schaltvorgänge klappen auch bei eiligen Ring-Umrundungen knackig und präzise. Die ABS-Bremsanlage verzögert zwar nicht übermäßig scharf, aber mit zwei Fingern am Handhebel selbst im Sport-Einsatz jederzeit zuverlässig. Knappe 1300 Millimeter markieren aktuell den kürzesten Radstand der Achtelliterklasse. Trotzdem folgen beide GSX-Einsteigermodelle bei Topspeed 120 km/h spurtreu und pendelfrei der anvisierten Linie, sofern keine Bodenunebenheiten Unruhe ins unterdämpfte Fahrwerk bringen. Das agile Handling jedenfalls erfüllt alle Erwartungen: kaum gibt der Jockey ein zartes Lenkkommando zur Kurvenfahrt, biegen die Suzukis schon widerstandslos und leichtfüßig um die Ecke. Zu guter Letzt kann man sich auch in Sachen Styling mit den beiden wohlgeformten 125ern sehen lassen: das spektakuläre MotoGP-Design verleiht dabei den letzten Schliff. Es sieht der Factory-Lackierung der WM-Boliden frappant ähnlich und ist faire 50 Euro Aufpreis jedenfalls wert.



SUZUKI GSX-S125 (GSX-R125)

1-Zylinder 4V, DOHC, flüssig gekühlt • 124,4 ccm • 11 kW/15 PS • 11,5 Nm • Sitzhöhe: 785 mm • Gewicht fahrfertig: 133 kg (134 kg) • Bosch-ABS, LED-Lichtanlage, LCD-Cockpit, Easy-Start-System (Keyless Go) • Suzuki-Fixpreis € 3440,- / UVP € 4100,- (Suzuki-Fixpreis € 3940,- / UVP € 4600,-) • Farben: MotoGP, Schwarz, Rot (MotoGP, Schwarz, Weiß)

Mehr zum Thema:

125er:

27.9.2019

Honda CT125 Concept in Rot schräg von vorne von links nach rechts
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Honda CT125 ConceptSchlank ins Gelände!

Auf der kommenden Tokio Motorshow zeigt Honda diese Studie: das CT125 Concept. Auf Basis der neuen Super Ciub wurde hier eine witzige Scrambler-Roller-Motorrad-Mischung geschaffen, die sich natürlich hauptsächlich an Länder richtet, wo die Qualität des Asphalts zu wünschen übrig lässt – oder ein solcher gar nicht mehr zu finden ist. Sollte die CT125 in Serie kommen – womit wir rechnen –, dann könnte das universelle Konzept und puristisch-fröhliche Design aber auch bei uns punkten.

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Suzuki:

4.10.2018

Die RM-Z wurde für ihr 15. Jahr komplett überarbeitet.
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Suzuki RM-Z250 2019Überflieger überarbeitet

Die Suzuki RM-Z250 wurde 2004 eingeführt und 2010 mit der ersten elektronischen Benzineinspritzung bei einem Suzuki Viertakt-Crosser upgedatet. Der Suzuki Hole Shot Assist, eine Launch Control für einen optimalen Start, folgte schließlich 2016. Nun hat Suzuki die 250er komplett überarbeitet und in den drei wesentlichen Punkten Leistung, Handling und Bremskraft verbessert. Zudem tritt sie nun im Design der großen Schwester RM-Z450 auf, mit blauer Sitzbank und Tank.

• 5% mehr Leistung und besseres Ansprechverhalten
• Verbessertes Traction-Management basierend auf Gasgriffstellung, Gang und Motordrehzahl
• Verbesserte Suzuki Holeshot Assist Control (S-HAC)
• Zwei Einspritzdüsen 
• Überarbeiteter Auspuff
• Neues Übersetzungsverhältnis 

• Neuer Rahmen und Schwinge
• Neue Gabel
• Überarbeitetes Federbein
• Renthal Fatbar Aluminum Lenker 
• Neue DUNLOP Reifen 
• Design der RM-Z450 
• Größere Bremsscheiben und verbesserte Bremszangen
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3.10.2018

Noch mehr Racing steckt in der neuen GSX-R1000 2019.
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Suzuki GSX-R1000 2019Neue Farben, neue Reifen und mehr

Während am Suzuki-Stand auf der INTERMOT 2018 alle Augen auf die Katana gerichtet sind und der Supersport generell immer stärker aus dem Fokus rückt, wollen wir dennoch nicht auf die stärksten und schnellsten Vertreter motorisierter Zweiräder vergessen und die wichtigsten Infos zum Update der GSX-R1000 auflisten, samt neuer Farben und Features. 

Neuerungen Suzuki GSX-R1000 und GSX-R1000R 2019:
- Neue Farben und Graphics
- Schwarzer Endtopf
- Bremsschlauch vorne Stahlflex (GSX-R1000R)
- Quickshifter Up/Down serienmäßig auch auf GSX-R1000
- Neue Bridgestone Battlax Racing Street RS11
- Schwingendrehpunkt variabel (GSX-R1000R, nur für Rennstreckeneinsatz)

Farben Suzuki GSX-R1000 2019:
- Metallic Triton Blue
- Glass Sparkle Black / Metallic Mat Black No. 2
- Pearl Glacier White / Glass Sparkle Black

Farben Suzuki GSX-R1000R 2019:
-Metallic Triton Blue
- Glass Sparkle Black / Pearl Mira Red
- Pearl Glacier White
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:

17.10.2019

Honda Africa Twin Adventure Sports 2020 im Test auf Schotter, fotografiert schräg von vorne
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Honda Africa Twin 2020 im FahrtestRuf der Wildnis

Nach vier Jahren bekommt dei Honda Africa Twin bereits eine Runderneuerung mit vielen frischen Komponenten, Hightech-Systemen und einer neuen Aufgabenverteilung zwischen den beiden Modellvarianten. Wir konnten die 2020er-Auflage der Honda Africa Twin bereits ausgiebeig testfahren – on- und offroad. Hier unsere ersten Erfahrungen!

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