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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
25.10.2017

Kawasaki Z900RSZ1 lässt grüssen!

What a Beauty! Dass Kawasaki ein Vintage-Bike auf Basis der Z900 bauen würde, pfiffen die Spatzen ja schon länger von den Dächern. Aber dass es so schön und stimmig werden würde, überrascht uns dann doch – ein Bild von einem Motorrad mit vielen Anklängen an die legendäre Z1! Aber der Reihe nach.

Die Basis des Retro-Bikes ist also die im heurigen Jahr eingeführte Z900. Das betrifft den Rahmen, die Bremserei, die Reifendimensionen und in Grundzügen auch die Federelemente und den Motor. Der 948 Kubikzentimeter große Reihen-Vierer wurde aber etwas anders abgestimmt. Die Kawa-Ingenieure haben die Leistung leicht gekappt, dafür stehen die Maximal-Power und das maximale Drehmoment sogar noch früher bereit als bei der ohnehin schon knackigen Z900. Die Werte: 82 kW/111 PS bei 8500 U/min (statt 92 kW/125 PS bei 9500 U/min). Das Drehmoment von 98,5 Nm ist bei 6500 U/min verfügbar. (Z900: 99 Nm bei 7700 U/min).

Die Leistungseinbuße von 14 PS sollte sich also verschmerzen lassen, zumal ja ein Blick genügt, um in Liebe zu entflammen. Es wird schon auf den ersten Fotos augenscheinlich, wie viel Sorgfalt die Designer und Ingenieure in die Gestaltung der Details invetierten. Der tropfenförmige Tank ist hübsch UND fasst 17 Liter, der neue Rundscheinwerfer mit Chromrand arbeitet mit LED-Technologie, die Krümmer bestehen wie der kurze Endschalldämpfer aus poliertem Edelstahl und sind sogar doppelwandig ausgeführt, damit es zu keinen Hitze-Verfärbungen kommt. Der natürlich flüssig gekühlte Motor verfügt als Link zu vergangenen Tagen über polierte Zier-Kühlrippen. metallische Abdeckungen am vorderen Kotflügel, am Kühler und hinter den Fußrastern sind ebenfalls Insignien der Hochwertigkeit.
Stilecht wurde auch das Cockpit als Doppel-Analog-Instrument ausgeführt, dazwischen befindet sich ein LCD-Display für die heute notwendigen digitalen Infomationen. Das „Entenbürzel“-Heck, der üppig gepolsterte und abgesteppte Sattel sowie natürlich die Zweifarb-Lackierung sind weitere Reverenzen an die legendäre Kawasaki Z1. Eine witzige Verbindung von gestern und heute sind die Räder der Z900RS: die neu gestalteten Alu-Gussfelgen besitzen flache Speichen, um den Look von echten Drahtspeichenrädern nachzuempfinden.

Im Gegensatz zur Z900 kommt die Z900RS mit einer serienmäßigen Traktionskontrolle (KTRC), die in zwei Stufen justier- oder abschaltbar ist. Weitere Unterschiede zur Z900: Der Radstand wuchs um zwei, die Sitzhöhe um vier Zentimeter. Das fahrfertige Gewicht legte um fünf auf 215 Kilo zu, ein äußerst moderater Zuwachs angesichts der vielen Metall-Applikationen.

Sehr witzig ist eine weitere Idee von Kawasaki, um die Zielgruppe der Z900RS zu verbreitern: Durch das Spiel mit verschiedenen Farben und Oberflächen-Veredelungen entstehen für das Modelljahr 2018 verschiedene Charaktere. Neben der Z1-Hommage in Braun/Orange zeigt sich die Z900RS auch in ccolem Schwarz oder als hipstermäßiges Military-Bike in Mattgrünn/Mattschwarz mit auffälligen Graphics und satiniertem Endschalldämpfer. Sehr lässig!

Die Preise für die Z900RS hat Kawasaki noch nicht genannt, dafür wissen wir bereits, dass wir die Retro-Beauty noch heuer fahren können. Wir sabbern schon – und halten euch am Laufenden!

Und mittlerweile war’s auch schon so weit: Unseren ersten Fahrbericht findet ihr HIER!
Motorrad Bildergalerie: Kawasaki Z900RS

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