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Clemens Kopecky
Autor: Clemens Kopecky
25.9.2017

Suzuki V-Strom 250 Erster TestECONOMY-CLASS

Das "V" im Modellnamen täuscht: im neuen Viertelliter-Einstiegstourer von Suzuki pulsiert ein bewährter Paralleltwin. Davon abgesehen ist die Baby-V-Strom alles andere als eine Mogelpackung.

Um schmalen Taler den Globus zu bereisen liegt voll im Trend. Das beweisen nicht nur der Triumphzug der Billigairlines, boomende Online-Buchungsplattformen, Mitfahrbörsen und der Couchsurfing-Trend. Auch die Motorradhersteller haben das Bedürfnis nach preiswerten, genügsamen und bequemen Fahrzeugen für die Langstrecke erkannt. Honda versucht seit einigen Monaten mit der CRF 250 Rally die Abenteuerlust aller Wüsten- und Sparfüchse zu stillen, kürzlich hat Kawasaki die Versys-X300 auf den Markt gebracht und auch der nahenden Geburtsstunde der BMW G 310 GS wird neugierig entgegengefiebert. Zuvor schlägt jedoch die Stunde der brandneuen V-Strom 250, die ab Mitte November bei uns verfügbar sein wird und die bestehende Suzuki-Reiseenduro-Palette mit 1000- und 650-Kubik-V-Strom auf die frisch erblühte Viertelliterklasse ausdehnt. Zumindest rein optisch kann die kleine V-Strom ihre Verwandtschaft zu den großen Schwestern nicht leugnen: deren typisches Design findet sich auch im jüngsten Familienspross unverkennbar wieder, obwohl die 250-Kubik-Version zum Kampfpreis von 4790 Euro am unteren Ende der Preisskala rangiert, von einem Paralleltwin befeuert und kostensparend in China gefertigt wird. An der Verarbeitungsqualität gibt es – abgesehen vom grobschlächtigen, hochgezogenen Stahllenker – nicht viel zu bekritteln, und auch sonst wirkt das geschrumpfte Touring-Konzept stimmig.
Eine 12-Volt-Steckdose links des vorbildlichen LCD-Cockpitdisplays mit inverser Darstellung versorgt das Navi mit Strom, der kleine Windschild hält lästige Luftverwirbelungen effizient von Oberkörper und Schultern fern. Höchstens rund um den Helm bleiben je nach Körpergröße aerodynamische Turbulenzen spürbar. Die Sitzposition hinter dem üppigen 17,3-Liter-Tank ist aufrecht-entspannt, die Wirbelsäule gerade, der Kniewinkel für Marathon-Etappen jedoch ein Alzerl spitz. Eine kaum vermeidbare Begleiterscheinung niedriger 800 Millimeter Sitzhöhe, die Kleingewachsenen und Motorrad-Neulingen den Adventure-Alltag möglichst leichtmachen soll. Bei den Rädern setzt Suzuki auf 17-Zoll-Alugussfelgen – kleine Schotterstraßen-Abstecher sind damit zwar problemlos möglich, wohler fühlt sich die wendige V-Strom 250 jedoch auf Asphalt. Straßen-Flickwerk darf dann gerne auch gröber ausfallen – die eher schlank dimensionierten Fahrwerkskomponenten neutralisieren Unebenheiten erstaunlich souverän.

Der SOHC-Reihenzweizylinder basiert auf dem Motor des 2012 präsentierten Einsteiger-Naked-Bikes GW 250 Inazuma. Für den Reisenduro-Einsatz und wegen Euro-4 wurde das Aggregat umfangreich runderneuert und für den Tempobereich 20 bis 90 km/h optimiert. Maximal leistet das vibrationsarme Triebwerk 25 PS und 23 Newtonmeter, punktet mit seidiger Gasannahme und bravem Schub auch bei niedrigen Drehzahlen. Mit ein wenig Nachdruck am Handhebel verzögert der kompakte Einsteiger-Tourer bei Bedarf auf der sprichwörtlichen Briefmarke, und auch in Schräglage vermittelt die kurvengierige Suzuki auf Anhieb Vertrauen. Einzig die Reifenwahl offenbart, dass bei der Entwicklung der V-Strom 250 nicht die Ingenieure, sondern der Rotstift das letzte Wort hatte: der Grip der IRC Road-Winner-Pneus bleibt besonders auf nasser Fahrbahn bescheiden. Angesichts des ohnehin budgetfreundlichen Anschaffungspreises sollte man sich daher zumindest eine Gummi-Garnitur namhafteren Fabrikats gönnen. Auch das Suzuki-Zubehörprogramm verlockt mit nützlichen Extras wie Hauptständer, Heizgriffen und Handguards: besonders ans Herz gelegt sei V-Strom-Piloten das beinahe unverzichtbare 20-Liter-Kofferset, das mit wenigen Handgriffen an den dezent ins Fahrzeug-Design integrierten Halterungen montiert werden kann.  



SUZUKI V-STROM 250

R2-Zylinder 8V, SOHC, flüssig gekühlt • 248 ccm • 18,4 kW/25PS • 23,4 Nm • Sitzhöhe: 800 mm • Gewicht fahrfertig: 188 kg • Bosch-ABS, LCD-Cockpit mit 12-V-Steckdose, LED-Rücklicht • Suzuki-Fixpreis € 4790,- / UVP € 5190,- • Farben: Gelb, Schwarz, Rot

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4.10.2018

Die RM-Z wurde für ihr 15. Jahr komplett überarbeitet.
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Suzuki RM-Z250 2019Überflieger überarbeitet

Die Suzuki RM-Z250 wurde 2004 eingeführt und 2010 mit der ersten elektronischen Benzineinspritzung bei einem Suzuki Viertakt-Crosser upgedatet. Der Suzuki Hole Shot Assist, eine Launch Control für einen optimalen Start, folgte schließlich 2016. Nun hat Suzuki die 250er komplett überarbeitet und in den drei wesentlichen Punkten Leistung, Handling und Bremskraft verbessert. Zudem tritt sie nun im Design der großen Schwester RM-Z450 auf, mit blauer Sitzbank und Tank.

• 5% mehr Leistung und besseres Ansprechverhalten
• Verbessertes Traction-Management basierend auf Gasgriffstellung, Gang und Motordrehzahl
• Verbesserte Suzuki Holeshot Assist Control (S-HAC)
• Zwei Einspritzdüsen 
• Überarbeiteter Auspuff
• Neues Übersetzungsverhältnis 

• Neuer Rahmen und Schwinge
• Neue Gabel
• Überarbeitetes Federbein
• Renthal Fatbar Aluminum Lenker 
• Neue DUNLOP Reifen 
• Design der RM-Z450 
• Größere Bremsscheiben und verbesserte Bremszangen
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