Leeren ›

Österreichs Plattform
Symbol, das darstellt, dass dieses Magazin 24h am Tag und 7 Tage die Woche verfügbar ist
für schräges Leben

Leseprobe gefällig?

Bitte, gerne! Einfach auf das Vorschaubild klicken und schon startet der Download.

menu
Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
22.4.2017

Honda Rebel im TestLiTtle Bobber

Die wichtigsten Hard Facts zur Honda CMX500 Rebel haben wir ja bereits ausführlich dargelegt – jetzt geht’s also um die erste Ausfahrt. Und die Beantwortung ein paar großer Fragen: Kann ein vergleichsweise kleiner Bobber mit 500er-Motor für standesgemäßes Cruisen sorgen? Kann ein spartanisches Bike um 6690 Euro (Preis in Deutschland: 5990 Euro inkl. Überführung) eine von Honda erwartbare Verarbeitungs- und Materialqualität bieten? Behindert der fette 130er-Vorderreifen die Fahrdynamik? Und zu guter Letzt natürlich: Macht die neue Rebel Spaß?

Um all diese offenen Punkte zu klären, sind wir dem zwischenzeitlich zurückgekehrten Winter entflohen und haben den kleinen Bobber bei besten Bedingungen und auf den herrlichen Straßen Kataloniens getestet. Außerdem auf einer alten Rennstrecke mit fantastischen Steilkurven, die ihr auch auf den Fotos erahnen könnt. So dürfte das Leben ruhig öfter sein.
Alsdann, gehen wir gleich ans Eingemachte. Frage 1: Kann ein vergleichsweise kleiner Bobber für standesgemäßes Cruisen sorgen? Ja, kann er. Und zwar erstaunlich gut. Der kleine, brave 500er-Motor wurde nämlich von kundiger Hand so abgestimmt, dass er bei tiefen Drehzahlen noch mehr Punch hat. So wirkt er auch deutlich kräftiger als man angesichts der 45 PS vermuten würde. Außerdem klingt der Motor gut, auch der Auspuffsound zeigt Charakter. Klar, es ist keine Harley mit Big Twin, aber die Richtung stimmt. Denn auch mit der Rebel kann man mit niedrigen Drehzahlen angenehm fahren – und zupft man sie ein wenig höher, dann erlaubt sie sogar ganz flottes Unterwegssein.

Frage 2: Stimmt die Qualität angesichts des Kampfpreises? Yes, Honda gibt sich da keine Blöße. Im Gegensatz etwa zur Harley Street 750 sind Verarbeitung und Materialqualität mehr als akzeptabel. In einigen Bereichen ist die Rebel richtig hübsch, etwa beim Lack-Finish, bei den Schweißnähten, bei den vergleichweise edlen Fußrastern und den in dieser Preisklasse sehr anständigen Spiegeln. Gespart wurde dort, wo’s kaum auffällt oder eh passt: Zum Beispiel beim schlichten, runden Dashboard, das unter „Coolness“ verbucht werden kann. (Eine Ganganzeige hätten wir uns dennoch gewünscht.) Und bei einigen Details lässt sich ja einfach nachhelfen: Die klobigen Blinker kann man ja ruck-zuck tauschen, der minimalistische Alibi-Soziussitz ist mit nur zwei Schrauben rückstandslos entfernt.
Weiter geht’s mit Frage 3: Behindert der fette 130er-Vorderreifen die Fahrdynamik? Nicht im Mindesten – was uns ehrlich gesagt auch überrascht. Die Rebel lenkt ganz easy ein, fällt aber nicht in die Kurve, sondern bleibt völlig neutral, ganz harmonisch. Damit ist sie auch ein ideales Bike für Anfänger, die einen freundlichen, einfach zu bedienenden und zu fahrenden Cruiser suchen. Großes Plus in dieser Hinsicht: Die mit 690 Millimeter ultraniedrige Sitzhöhe, die für einen festen Stand und damit viel Sicherheit sorgt.

Und damit kommen wir schon zur letzten Frage: Macht die neue Rebel Spaß? Wir können’s natürlich nur für uns beantworten – mit einem offenen Ja. Das kleine Maschinchen ist mehr als tapfer, das Handling einfach, die Sitzposition für Cruiser-Verhältnisse sehr entspannt. Das Fahrwerk sorgt sogar für einen halbwegs ordentlichen Komfort, was in dieser Liga der Low-Seater eine löbliche Ausnahme ist. Gleichzeitig ist die Schräglagenfreiheit okay. Natürlich setzen bald die Raster auf, aber nicht so früh, dass man gleich ins Fluchen kommt. Unterm Strich: ein hübsches, originelles, leicht zu fahrendes Motorrad mit Charakter – und ein herzeigbares Beispiel dafür, dass Biken nicht teuer sein muss.
Motorrad Bildergalerie: Honda CMX500 Rebel im Test

Mehr zum Thema:

Cruiser:

21.5.2019

Benelli 502C in Schwarz seitlich fahrend in einer Halle fotografiert
Benelli 502C in Schwarz seitlich fahrend in einer Halle fotografiert

Benelli 502C kommt!Cruiser für A2-Cowboys

Mitte der Neunzigerjahre waren Mittelklasse-Cruiser die heißeste Aktie der Motorradbranche, mittlerweile muss man sie mit der Lupe suchen. Doch jetzt kommt endlich ein weiteres Modell in den Handel: Ab Sommer 2019 bringen die Italo-Chinesen einen flott gestylten „Urban Cruiser“ für überschaubare Kohle. Was das Zweizylinder-Bike alles kann und was es kosten wird, das verraten wir euch hier.

weiterlesen ›

1.5.2019

Triumph Rocket 3 TFC Modelljahr 2020 in Schwarz schräg von vorne
Triumph Rocket 3 TFC Modelljahr 2020 in Schwarz schräg von vorne

Triumph Rocket 3 TFCÜber 220 Newtonmeter!

Jetzt sind die ersten Daten der neuen Rocket 3 bekannt: Das Powerbike wird mit 2,5 Liter zum hubraumstärksten und mit 220 Newtonmeter zum bulligsten Serienbike am Markt. Und mit über 170 PS wird die Rocket 3 überdies zur stärksten Serien-Triumph aller Zeiten. Was sie noch kann und wie viel das limitierte Sondermodell TFC (Triumph Factory Custom) zum Serienstart kosten wird, das verraten wir hier!

weiterlesen ›

Honda:

13.3.2019

Honda Africa Twin Adventure Sports schräg von vorne in Rot, Weiß, Blau
Honda Africa Twin Adventure Sports schräg von vorne in Rot, Weiß, Blau

Gewinnspiel: Kurventraining am Großglockner!Die Honda Africa Twin wartet

Mitmachen und gewinnen: Wir verlosen gemeinsam mit Honda Austria und der ÖAMTC Fahrtechnik zwei Plätze für ein zweitägiges Kurven-Training am Großglockner – inklusive neuer Honda Africa Twin für eine Woche und Nächtigung. Der Berg ruft am 9./10. Mai

weiterlesen ›

:

22.5.2019

Erlkönig der Ducati Panigale V2 des Modelljahrs 2020 in Rot von links nach rechts
Erlkönig der Ducati Panigale V2 des Modelljahrs 2020 in Rot von links nach rechts

Ducati Panigale V2Die kleine Schwester kommt!

Mit Einführung der Panigale V4 wurde zunächst angenommen, der zweizylindrige Superquadro könnte bereits wieder aus Ducatis Modellprogramm verschwinden, da sein Konzept nur wenig andere Einsatzmöglichkeiten als in Sportmotorrädern zulässt. Ducati jedoch kommunizierte schnell, dass auch in Zukunft Modelle mit diesem Motor angeboten würden – und auf unseren Fotos ist nun der Beweis erbracht.

weiterlesen ›

21.5.2019

Benelli 502C in Schwarz seitlich fahrend in einer Halle fotografiert
Benelli 502C in Schwarz seitlich fahrend in einer Halle fotografiert

Benelli 502C kommt!Cruiser für A2-Cowboys

Mitte der Neunzigerjahre waren Mittelklasse-Cruiser die heißeste Aktie der Motorradbranche, mittlerweile muss man sie mit der Lupe suchen. Doch jetzt kommt endlich ein weiteres Modell in den Handel: Ab Sommer 2019 bringen die Italo-Chinesen einen flott gestylten „Urban Cruiser“ für überschaubare Kohle. Was das Zweizylinder-Bike alles kann und was es kosten wird, das verraten wir euch hier.

weiterlesen ›

1.5.2019

Triumph Rocket 3 TFC Modelljahr 2020 in Schwarz schräg von vorne
Triumph Rocket 3 TFC Modelljahr 2020 in Schwarz schräg von vorne

Triumph Rocket 3 TFCÜber 220 Newtonmeter!

Jetzt sind die ersten Daten der neuen Rocket 3 bekannt: Das Powerbike wird mit 2,5 Liter zum hubraumstärksten und mit 220 Newtonmeter zum bulligsten Serienbike am Markt. Und mit über 170 PS wird die Rocket 3 überdies zur stärksten Serien-Triumph aller Zeiten. Was sie noch kann und wie viel das limitierte Sondermodell TFC (Triumph Factory Custom) zum Serienstart kosten wird, das verraten wir hier!

weiterlesen ›

Leseprobe gefällig?

Bitte, gerne! Einfach auf das Vorschaubild klicken und schon startet der Download.