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Clemens Kopecky
Autor: Clemens Kopecky
12.3.2017

Trial know howNützliches Zum Thema Trial


DIE AUSRÜSTUNG

Trialmotorräder sind extrem robuste Federgewichte mit hoher Bodenfreiheit und großem Lenkeinschlag. Das Trockengewicht liegt zwischen 66 und 70 Kilogramm, zur Wahl stehen meist 125-, 250-, 280- und sogar 300 Kubikzentimeter-Zweitaktmodelle. Für Einsteiger gilt: Die goldene Mitte ist meist die beste Wahl, 125er sind weltweit die offizielle Nachwuchsklasse. Als namhafte Marken gelten zum Beispiel BetaGasGas, Sherco oder Montesa. Beinahe jedes Jahr erblicken neue Marken das Licht der Welt, die aber nicht selten genauso schnell wieder verschwinden wie sie aufgetaucht sind.
Seit 2005 haben auch Viertakter in manche Produktpaletten Einzug gehalten, sie sind wegen ihres höheren Wartungsaufwandes und der schwereren Fahrbarkeit derzeit aber noch eher Prestigeprojekte der Hersteller (Ausnahme: die von Honda gefertigte Montesa Cota, die sich einer stetig wachsenden Fangemeinde erfreut).  

Eine Typisierung ist bei den meisten Fahrzeugen gegen Aufpreis optional möglich, in der Praxis aber meist verzichtbar. Für die Fortbewegung auf öffentlichen Straßen bleibt diese Kategorie Motorrad denkbar ungeeignet, der Transport erfolgt am Kfz-Anhänger oder sogar im Kombi. Trials werden im Stehen gefahren und haben keine Sitzbank, sondern zugunsten der Bewegungsfreiheit nur eine "Sitzmulde". Der Motor verfügt über eine große Schwungmasse, ist sehr drehfreudig und bis zum dritten Gang kurz übersetzt. Insgesamt gibt es meist sechs Gänge,  die ersten drei Gänge werden in den Hindernis-Sektionen benutzt, die weiteren nur für Zwischenstrecken. Wegen ihrer extrem dosierbaren Kraftentfaltung und dem Verzicht auf radikale Stollen-Bereifung verursachen Trials keine Flurschäden.

Der Pilot darf für das Trial-Training recht leicht geschürzt sein. Bewegungsfreiheit steht an oberster Stelle, Jethelm, weiche Offroadstiefel, ungepolsterte Handschuhe und Knieprotektoren sind Grundausstattung. Generalimporteur für ein großes Trial-Zubehörsortiment ist XAJO.


TRIAL-KURSE

Sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene sind mit dem professionellen Trial-Kurs des vierfachen Staatsmeisters Richard Hitzler gut bedient (1. Österreichische Trialschule, Tel.: 0664/400 11 48, 1110 Wien, Lindenbauerg. 3/3/9, office@trialschule.at). In zwei Leistungsgruppen bringt er den Trialsport humorvoll und mit vielen praktischen Übungen seinen Schülern aller Könnensstufen nahe. Nicht selten werden die Teilnehmer von des Lehrmeisters Leidenschaft für den Trialsport infiziert, allen anderen versucht Hitzler Nützliches für das alltägliche Motorradfahrer-Leben mitzugeben. 15 Leihmotorräder stehen bereit, Termine und Preise auf www.trialschule.at.

Der Automobilklub ÖAMTC bietet ab 123 Euro ebenfalls Trialkurse, setzt den Schwerpunkt aber vor allem auf Verbesserung des Balancegefühls und der Fahrtechnik für die alltägliche Anwendung im Straßenverkehr. Leihmotorräder sind in der Kursgebühr inkludiert.

Ebenfalls professionell geführte Trial-Kurse bietet Dieter Grün in der Südsteiermark unter dem Titel „Trial for Safety“ (www.trialforsafety.at) oder die Trialschule von Hartwig Kamarad in Ohlsdorf (auch Trial-Museum). Im Internet erläutert www.welterleben.de die Basis-Fahrtechniken anschaulich in Textform, in Sachen Bewegtbild hilft YouTube weiter (z.B. der Kanal von Trialbazsi).


TRIAL-WETTBEWERBE


Gestartet wird beim ÖTSV-Cup einzeln in fünf Leistungsklassen (Rot – Experten, Blau – Könner, Gelb – Fortgeschrittene, Grün – Hobby, Weiss – Anfänger), wobei die weiße Spur tatsächlich auch von Neulingen problemlos bewältigt werden kann. Peinlichkeiten muss man übrigens nicht befürchten, das Klima bei Trialbewerben ist familiär – man weiß über die Mühen des Anfängers.

Ziel beim Trial ist die Maschinenbeherrschung in den Sonderprüfungen, genannt „Sektionen“. Die Fahrzeit spielt eine untergeordnete Rolle, eine Maximaldauer ist dennoch festgelegt. Eine Sektion ist ein mindestens 1,2 Meter breiter Kurs durch Gräben, Schlamm, über Wurzeln, Steine und hohe Stufen, enge Kehren um Bäume oder andere Hindernisse herum. Sie ist möglichst fehlerfrei zu passieren. Fehlerfrei bedeutet, alle Schwierigkeiten fahrend zu überwinden – also nicht anhaltend, schiebend, stürzend oder einen Fuß setzend. Für diese Fehler werden auf der mitgeführten Punktekarte Strafpunkte vermerkt. (Berühren des Bodens mit dem Fuß: einmal = 1 Punkt, zweimal = 2 Punkte, mehr als zweimal = 3 Punkte. Absteigen, Sturz, Berühren der Begrenzungen = 5 Punkte). Gewertet wird in einer Sektion nur der schwerste Fehler, mehr als 5 Punkte kann der Fahrer pro Sektion nicht bekommen – es sei denn, er verweigert die Durchfahrt.

Pflichtlektüre ist der jährliche Veranstaltungskalender des Österreichischen Trialsport Verbandes, der unter www.otsv.at angefordert werden kann.

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Ring frei für die zweite Auflage des Honda Speedcamp powered by Motorradmagazin! Wir bieten euch die Chance, für kleines Geld einen Tag auf der Rennstrecke zu verbringen – egal ob als Rookie oder als erfahrener Rennstreckenprofi. Da wir in vier verschiedenen Leistungsstufen fahren, gebt ihr immer im idealen Umfeld Gas. Und dank rascher Abläufe kommt ihr zu viel Fahrzeit auf der Rennstrecke: Jede Gruppe fährt sechs Turns à 20 Minuten. 

Zudem habt ihr die Möglichkeit, neue Modelle von Honda direkt am Track zu testen. Mehr noch: Ex-World-Superbiker und Supersport-Crack Christian Zwedorn steht mit Rat und auch mit Tat bereit – als Profi-Instruktor für einige schnelle Runden. Fireblade & Co warten auf euch!

Außerdem heuer mit dabei: Michelin präsentiert die aktuelle Palette mit den neuesten Reifen für Rennstrecke und Straße. Der Reifenservice vor Ort wird von WRM 2-Radtechnik durchgeführt.

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Während des Rennens entstand ein harter Zweikampf zwischen dem Titelrivalen Andrea Dovizioso (Ducati) und Marc Marquez. Als es in die letzten Runden ging, startete Marquez einen Überholversuch und ging in Führung. Wenige Kurven später stürzte Andrea Dovizioso in Runde 2 und Marquez konnte den Sieg nach Hause fahren. Mit acht Saisonsiegen in 2018 und seinen neunundsechzig Siegen in seiner gesamten Karriere (über alle Rennklassen hinweg), ist Marquez der bisher jüngste Motorradrennfahrer aller Zeiten der sieben Weltmeistertitel sein eigen nennen kann (125cc in 2010, Moto2 in 2012 and MotoGP in 2013, 2014, 2016, 2017 and 2018).

Mit gerade einmal 25 Jahren und 246 Tagen stellt er diesen Rekord auf und verdrängt somit Mike Hailwood vom ersten Platz in den Geschichtsbüchern, der diese unglaubliche Leistung 1966 im Alter von 26 Jahren und 140 Tagen absolvierte. 
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