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Clemens Kopecky
Autor: Clemens Kopecky
29.9.2020

Brixton Crossfire 500Welcome X

Im November 2018 staunten wir auf der EICMA über zwei Studien mit dem Namen „BX 500“, die mit beeindruckend brachialer Optik – und noch 130er-Vorderreifen – den nächsten Hubraum-Wachstumsschritt der Lifestyle-Marke Brixton markieren sollten. Ein Jahr darauf saßen wir auf Vor­serienmodellen, die bereits als Crossfire 500 und Crossfire 500 X angepriesen wurden; und im Mai 2020 kam die ­Sache erstmals ins Rollen, nachdem die internationale Fahrpräsentation im März aus bekannten Umständen abgesagt werden musste. Importeur KSR gewährte uns noch vor dem offiziellen Launch eine kurze Testfahrt, die uns unter ­anderem zum Kremser Container-Terminal führte, ein Umfeld, das optisch nicht besser zum Industrial-Look der Brixton hätte passen können.

Klare Kanten, funktionale Formen: Die Crossfire („Kreuzfeuer“) verwehrt sich klassischer, eleganter Bildsprache und bedient sich am harten Jargon ­dystopischer bis postapokalyptischer Resteverwertung, wo Schönheit und Romantik dem zweckgebundenen Überlebenskampf weichen müssen. Wie aus einem alten Stück Blech ­gehauen wirkt der Tank, der wie zahlreiche andere Elemente am Motorrad ein X symbolisiert. Eine stilisierte Windrose findet sich schließlich auch im Logo von Brixton. Mit der umfangreichen Auszeichnung, beispielsweise im Scheinwerfer mit leuchtendem Schriftzug oder einem X in den Fußrastergummis, beweist man zudem ­Eigenständigkeit und Liebe zum Detail. Und dann ist da noch die „X“-Version der Crossfire, die mit Pirelli MT 60 RS bereift ist und noch stärker das Scramb­ler-Thema verkörpert als das etwas elegantere Schwestermodell. Letzteres entführten wir also bei einer Stimmung wie nach einem Atomkrieg ins Industrieviertel an der Donau und fühlten uns wie Überlebende auf der Suche nach den letzten Resten der Menschheit, die eine neue Weltordnung herstellen würden.

So wie die Zeit, so auch das Motorrad: spartanisch, hart und direkt. Die gerade Sitzbank offeriert dem Nutzer kaum Komfort, dafür aber genügend Bewegungsfreiheit, um jeder Körpergröße die entsprechende Position anbieten zu können. Großgewachsene werden dennoch irgendwann ans ergonomische Limit geraten, weil es einfach seltsam aussieht und es sich nicht mehr so gut lenkt, wenn die Knie den Tank überragen. Auch zu zweit könnte es knapp werden auf dem kurz und schlank geschnittenen Motorrad – man bleibt gern solo. Mit tiefem Sitz, kurzem Radstand und niedrigem Gewicht schafft es die Crossfire auf Anhieb in die oberste Kaste der coolsten Einsteiger-Bikes. Das Bike macht wieder einmal deutlich, welchen Unterschied ein paar hundert Deka weniger ausmachen. Nur 190 Kilo bringt das Leichtgewicht fahrfertig auf die Waage, was für ein spielerisches Handling sorgt, beim Fahren wie auch beim Rangieren am Parkplatz.

Beim Beschleunigen ist der Großteil der sechs Gänge schnell durchgeschaltet, was gern etwas sauberer geschehen könnte. Auch die Suche nach dem Leerlauf gestaltete sich mitunter als etwas langwierig. Mit dem 48 PS starken Reihenzweier nimmt man aber schnell das Tempo des Verkehrs – auch auf der Autobahn – auf, verschafft sich überdies durch das ernste Erscheinungsbild und einen satten Sound Respekt und muss nicht ums Überleben kämpfen wie mit einer 125er. Mit den neuen Tiroler Fahrverboten (nachzulesen im Edito­rial) dürfte man mit der Crossfire allerdings nur mehr in einem Teil des Bundeslandes fahren: Im Zulassungsschein sind 96 dB Standgeräusch eingetragen.

Während man hinter der Wahl von J.Juan-Bremsen mit hydraulischem Bremszylinder und ordentlicher Verzögerung noch eine Sparmaßnahme vermuten könnte, setzt Brixton bei anderen Komponenten konsequent auf bekannte Marken- und Qualitätsware: Das ABS liefert Bosch, das Fahrwerk mit Upside-down-Gabel kommt von Kayaba und die Reifen steuert Pirelli bei. Dazu gibt’s LED-Lichttechnik, ­Miniblinker, Kreuzspeichenfelgen, einen attraktiven Tankdeckel, gelochte Alu-Schutzbleche an Kühler und Auspuff sowie eine wahlweise an der Schwinge oder am Heck montierbare Kennzeichen­halterung. Ein ordentliches Paket, das sich mit der sogar günstigeren Konkurrenz von Husqvarna messen kann. Vitpilen und Svartpilen 401 bieten ihrerseits viel Motorrad für überschaubares Geld und setzen ebenfalls auf eine harte Schale mit dynamischem Kern.

Ohne einen Fernvergleich anstellen zu wollen: Die 401-Huskys (6199 Euro in Österreich) sind zwar am Datenblatt um vier PS schwächer, aber deutlich leichter als die Brixtons (ab 6499 Euro in Österreich; 5848 Euro in Deutschland) – und wheelen auch besser. In dieser Szene ein nicht zu vernachlässigendes Kriterium. Ein direkter Vergleich wird zeigen, ­welches Duo tatsächlich am besten zum Überleben in der Endzeit taugt. Die Crossfires werden Brixton auf jeden Fall mehr Prestige und Ernsthaftigkeit verleihen und setzen den nächsten Schritt auf dem Weg zu Big-Naked-­Bikes – denn das nächste Konzept steht schon in den Startlöchern.

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8.11.2018

Brixton BX 500
Brixton BX 500

BRIXTON BX 500ANGRIFF AUF DIE A2-Klasse!

Bei den 125ern hat die zwei Jahre junge österreichische Marke längst den Durchbruch geschafft (in rund 30 Ländern übrigens), 2019 will man mit den 250er-Modellen Saxby und Glanville durchstarten. Auf der Eicma in Mailand zeigen die Niederösterreicher nun, wie es mit der Marke weitergeht und schieben die noch nicht ganz serienmäßige Brixton BX 500 auf die Bühne. Dieses Modell soll bei der Eicma 2019 als Serienversion präsentiert werden und kurz danach bereits zu kaufen sein.

Wir haben allerdings schon jetzt ein paar Infos über das kommende Halbliter-Motorrad erfahren. So wird es einen neuen, speziell für dieses Modell entwickelten Reihen-Zweizylindermotor mit 486 Kubikzentimeter Hubraum, zwei obenliegenden Nockenwellen und Vierventiltechnik besitzen. In der Leistung will man das gesetzliche Limitz der A2-Führerscheinklasse mit 35 kW/48 PS voll ausschöpfen. Dazu erhält das hübsch designte Naked Bike einen neuen LED-Scheinwerfer, der ebenfalls exklusiv für dieses Topmodell entwickelt wurde. Die Buchstaben rundum symbolisieren eine Windrose, die x-förmige Gestaltung der Tankseiten nimmt auf das X im Markennamen Bezug.
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22.10.2018

Doppel so groß und gleich zwei davon. BRIXTON GLANVILLE 250 UND SAXBY 250
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Brixton Glanville 250 und Saxby 250Zweifach aufgedoppelt

3 Jahre nach der Premiere von BRIXTON MOTORCYCLES auf der EICMA in Mailand zählt die Marke in vielen Ländern zu den Bestsellern in der Klasse der 125 cm³-Motorräder. BRIXTON MOTORCYCLES werden soga in Korea, Vietnam oder Peru vertrieben. Jetzt präsentierte die junge Marke gleich zwei Modelle der 250er-Klasse. Die Glanville 250 X wurde bereits bei der EICMA 2017 erstmalig gezeigt und ist nun serienreif. Es handelt sich hierbei um ein komplett neu gezeichnetes Modell, das mit KOSO LED-Blinkern im Lenker, LED-Scheinwerfer im BRIXTON-Design, LED-Rücklicht und seitlich montiertem Kennzeichenhalter eigenständigen Stil beweist.
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21.6.2018

So deutsch wie der Name ist auch die Optik der Felsberg. Pragmatisch, militärisch, hart.
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Brixton Felsberg 125XEin Felsberg von einem Scrambler

Zu den erfreulichen Neuzugängen am österreichischen Motorradmarkt zählt die Marke BRIXTON MOTORCYCLES, die 2015 präsentiert und 2017 erstmals ausgeliefert wurde. Der Charakter von Brixton vereint klassisches Design mit moderner Technik; eines der besten Beispiele dafür ist die Felsberg 125 X, ein auf nur 555 Exemplare limitiertes Sondermodell. Dass man schnell handeln sollte, wenn man eine möchte, zeigt der Verkaufserfolg der BX 125, die bereits im ersten Jahr das zweitbeliebteste 125er-Schaltmotorrad in Österreich war und sich in praktisch allen Vertriebsländern unter den 10 beliebtesten seiner Klasse etablieren konnte.

Mit mattgrauer Sonderlackierung, Stollenbereifung, Scheinwerfergitter, Kneepads, Gepäckträger und zwei seitlichen Gepäcktaschen ist das nach einer Straße im Londoner Stadtteil Brixton benannte Motorrad das perfekte Gefährt für Abenteurer und Individualisten. Die Technik stammt aus japanischer Entwicklung und sollte entsprechend zuverlässig sein.

Der 125 cm³-Einspritzmotor mit 8,3 kW Leistung soll im Schnitt nur 2,7 l/100 km verbrauchen und somit auch nach dem Kauf den Geldbeutel schonen. Der geringe Anschaffungspreis wird nicht mit minderwertiger Ausstattung oder gar Sicherheit bezahlt. Verzögert wird mit gelochten Scheibenbremsen vorne und hinten, gesteuert über ein CBS (kombiniertes Bremssystem). Für Blinker und Tagfahrlicht wird moderne LED-Technik verwendet, der Tachometer ist digital.

Die BRIXTON Felsberg 125 X wird voraussichtlich ab Juli 2018 zum Preis von nur EUR 2.999,- erhältlich sein.
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21.10.2020

Honda CRF450R 2021 von links nach rechts mit Wheelie
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Bereits im Sommer hat Honda mit der Vorstellung einer komplett neuen CRF450R Motocross den Offroad-Afficionados unserer Redaktion den Mund wässrig gemacht. Jetzt durften wir im italienischen Mantua endlich selbst unsere Erfahrungen mit der CRF450R sammeln – und erlebten im Sand der Lombardei ein rotes Wunder.

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