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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
peter.schoenlaub@motorrad-magazin.at
1.6.2021

Triumph Speed Twin 2021Mehr Power, stilistischer Feinschliff

Sie fehlte bislang noch im Reigen der Euro-5-Updates: Die Triumph Speed Twin, DER klassische britische Power-Roadster schlechthin. Nun ist auch dieser Schritt getan: Die Briten zeigen eine frische Version, die ab Juli 2021 nicht nur die strengen Vorgaben von Euro 5 erfüllt, sondern auch in vielen anderen Belangen deutlich aufgewertet wurde.

Das Grundkonzept bleibt freilich dem erst 2018 eingeführten Bike treu. Einen Fahrbericht darüber lest ihr bei uns hier. Im Detail wurde aber viel getan. Beginnen wir beim Wichtigsten, dem Motor. Der 1200er-Twin bekam neue Steuerzeiten verpasst, die innere Reibung wurde vermindert, auch einlassseitig wurden Modifikationen umgesetzt. Nicht zuletzt wurde die Abgasanlage neu designt und mit einem Sekundärluftsystem ergänzt.

Unterm Strich stehen nur gute Nachrichten: Die Street Twin wurde sauberer, zudem aber auch stärker. 100 PS geradeaus entsprechen einem Zuwachs von 3 PS. Damit nicht genug soll auch die Drehmomentkurve im mittleren Bereich fülliger geworden sein. Der Maximalwert blieb mit 112 Nm zwar identisch zum bisherigen Modell, der Gipfel wird aber um 700 Umdrehungen früher erreicht: schon bei 4250 U/min. Die Maximaldrehzahl verschiebt sich übrigens um 500 Umdrehungen weiter nach oben, ganz generell soll der Twin auch befreiter hochdrehen und insgesamt direkter am Gas hängen, verspricht Triumph. Einziger winziger Haken: Der offizielle Verbrauchswert stieg von 4,8 auf 5,1 l/100 km.

Auch am Fahrwerk sind Neuerungen zu finden, unter anderem eine 43-mm-Marzocchi-Upside-down-Gabel (statt einer 41er von Kayaba), die mit Cartridge-Technologie arbeitet. Sie ist zwar weiterhin nicht einstellbar, soll aber sensibler ansprechen.

Hochwertiger als bisher präsentiert sich auch die Bremserei: Die Doppelscheibenbremsen vorne wachsen von 305 auf 320 Millimeter im Durchmesser, als Bremszangen dienen nun Brembo-M50-Sättel. Nicht zuletzt montiert Triumph neue, filigraner wirkende Räder, die mit zwölf Speichen deutlich eleganter aussehen als die bisherigen 7-Speichen-Gussräder.

Obwohl deren Gewicht kaum verändert wurde, sollen die neuen Räder auch das Handling begünstigen. Auf jeden Fall sollte für ausreichend Grip gesorgt sein: Im neuen Jahrgang zieht Triumph neue Reifen aus: Metzeler Racetec RR, also sehr, sehr sportliche Ware.

Das Gesamtgewicht der Speed Twin blieb fast unverändert: Der offizielle Wert weist 216 Kilo vollgetankt aus, bisher waren es 217 Kilo – also sogar eine kleine Gewichtsersparnis, trotz der aufwendigeren Abgas-Nachbehandlung.

Das Update vollendet letztlich ein stilistische Überarbeitung, die mit dezenter Hand erfolgt ist, aber geschickte und vor allem hübsche Änderungen mit sich bringt. Neben den schon erwähnten Rädern ist der größte Umbruch im Look der beiden Schalldämpfer zu finden. Bislang mattschwarz sind die beiden leicht nach oben zeigenden Trompeten nun aus gebürstetem Edelstahl und dürfen somit erstmals glänzen. Guter Trick: Da der Katalysator unter dem Motorrad liegt, konnten die Volumina der beiden Endschalldämpfer in Grenzen gehalten werden.

Kundige werden noch weitere Veränderungen bemerken: Die Scheinwerferhalterungen und die Kotflügelhalterungen sind neu und prunken mit anodisierten Oberflächen. Und auch die Graphics am Tank wurden neu gestaltet. Nicht zuletzt gibt es für das zweite Halbjahr 2021 auch eine neue Farbpalette mit drei Varianten: das klassische glänzende Schwarz (Jet Black), das schon bislang erhältliche wunderschöne Rot und zusätzlich Matt Strom Grey mit gelben Akzenten.

Die neue Triumph Speed Twin soll, wie erwähnt, ab Juli 21 bei den Händlern stehen. Der Preis stieg moderat um 300 Euro, die Speed Twin kostet in Deutschland 12.550 Euro (zzgl. Nebenkosten), in Österreich 14.700 Euro. Für die rote und graue Farbvariante wird ein Aufpreis von 200 Euro fällig. Immer dabei sind vier Jahre Garantie, dazu freut man sich über lange Serviceintervalle von 16.000 Kolometer.

Wie immer bei Triumph sind reihenweise Accessoire- und Zubehörteile zu bekommen (gut 50 Stück), unter anderem Heizgriffe oder ein Reifendruck-Kontrollsystem.

Einen ersten Fahrbericht der neuen Triumph Speed Twin können wir euch auch schon versprechen: Er folgt in den ersten Juli-Tagen.

Triumph Speed Twin 2021 – Zubehör & Accessoires

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