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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
1.12.2022

KTM 790 Adventure kommt!Die günstige Alternative

Nach der 790 Duke bringt KTM nun auch die 790 Adventure zurück ins Programm – als günstigere Alternative zur 890 Adventure, die soeben in modellgepflegter Form präsentiert wurde; ein erster Fahrbericht folgt hier bei uns in Kürze! Aber wo liegen die Unterschiede zwischen den beiden Mittelklasse-Reiseenduros? Wir machen uns auf Spurensuche.

Beginnen wir beim Herstellungsort: Während die 890 Adventure weiterhin in Mattighofen, Oberösterreich, gefertigt wird, stammt die KTM 790 Adventure aus China. Dort wird sie im gemeinsamen Werk von KTM und Kooperationspartner CFMoto gebaut. Dieser Punkt sollte eigentlich der Hauptfaktor sein, dass die 790 Adventure deutlich günstiger angeboten werden kann; ein genauer Preis ist leider noch offen, aber KTM bezeichnet sie selbst als „kostengünstig“. Warum Hauptfaktor? Weil die die 790 Adventure sich sonst nur in einigen Punkten von ihrer österreichischen Schwester unterscheidet.

Der wichtigste Punkt ist natürlich der Motor. KTM hat allerdings die 790er-Version seines LC8c für den Einsatz im „zweiten Leben“ deutlich überarbeitet. Ein neuer Drosselklappenkörper, ein Klopfsensor, ein neues Abgassystem samt geändertem Katalysator und Vorschalldämpfer sorgen nun dafür, dass die 790 Adventure die Euro-5-Norm erfüllt. Besonders spannend: KTM will auch die Schwungmasse um 20% erhöht haben. Einen ähnlichen Schritt hatte man damals beim Übergang von der 790 auf die 890 vollzogen; er war ausschlaggebend dafür, dass die 890 weitaus ruhiger, souveräner läuft als die alte 790 Adventure. Ob nun auch die neue 790 souveräner agiert – vor allem beim Konstantfahren mit niedriger Drehzahl –, das wird ein erster Test zeigen.

Die Motorleistung selbst liegt erwartungsgemäß unter der 890: Statt 105 PS/100 Newtonmeter bietet die neue 790 Adventure 95 PS und ein maximales Drehmoment von 88 Newtonmeter. Man ist also gar nicht so weit entfernt von der größeren Schwester; außerdem ergibt sich mit diesen Werten der Vorteil, dass man die 790 Adventure einfach auf A2-Konformität (mit 48 PS) polen kann. Und noch einen kleinen Bonus gibt’s: Laut Daten soll die 790 mit 4,2 Liter WMTC-Verbauch um 0,3 Liter weniger verbrauchen als die ohenhin sparsame 890 Adventure. In Zeiten wie diesen auch kein Fehler.

In Optik und Ausstattung muss man hingegen kaum Abstriche hinnehmen. Die 790 Adventure vollzieht das jüngste Facelift der beiden 890er-Modelle mit, daher findet man auch hier die schlankeren, geradlinigeren Flanken (inspiriert von der KTM 450 Rally), den seitlich hochgezogenen Alu-Motorschutz und vor allem die neue Front mit breiterem, höherem und schöner integriertem Windschild. Einziger optischer Unterschied sind etwas weniger elegante, dafür peppigere Graphics mit groß aufkaschierten 790-Schriftzügen.

Bleiben wir noch kurz bei der Technik: Auch die 790 Adventure kommt mit WP-Apex-43er-USD-Gabel, allerdings ist diese Komponente im Vergleich zur 890 nicht einstellbar (dort in Zug- und Druckstufe). Auch das Federbein hinten ist simpler gehalten und lässt sich bei der 790 nur in der Vorspannung verstellen. Die Federwege betragen bei beiden Bikes vorne/hinten jeweils 200 Millimeter.

Minimaler Unterschied, der uns beim Vergleich der Daten aufgefallen ist: Die Sitzhohe der 790 Adventure liegt laut Presseinformationen mit 840 Millimeter leicht über jener der neuen 890 Adventure (825 Millimeter); laut Website beträgt sie allerdings bei beiden Modellen 860 Millimeter – das werden wir noch klären. Identisch ist die Bereifung: Auf beiden Modellen kommen nun Pirelli Scorpion STR zum Einsatz.

Auch in weiteren wesentlichen Punkten scheint die Ausstattung identisch. Auch die 790 Adventure kommt mit 6-Achsen-Sensorbox und daher mit Kurven-ABS, Schräglagen-Traktionskontrolle und weiteren optionalen Assistenzsystemen. Drei Fahrmodi (Rain, Street, Offroad) sind serienmäßig, wobei wie bei der neuen 890 nun auch hier der ABS-Modus in den Fahrmodus integiert wurde. Das neue 5-Zoll-TFT-Display mit schöneren Grafiken und verbesserten Connectivity-Funktionen kommt auch hier zum Einsatz.

Wie bei der 890 lässt sich auch die neue KTM 790 Adventure mit vielen Optionen ergänzen: Quickshifter+, Fahrmodus Rally, Motorschleppmoment-Regelung und haufenweise Powerparts zur weiterführenden funktionellen oder ästhetischen Ausstattung.

Somit fehlen eigentlich nur mehr die Antworten auf drei wesentliche Fragen: Wann kommt sie, was kostet sie, wie fährt sie sich? Wir hoffen, dass wir die ersten beiden Fragen rasch und die dritte im frühen Frühjahr beantworten können. Infos dann gleich hier auf unserer Seite.

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