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Markus Reithofer
Autor: Markus Reithofer
markus.reithofer@motorrad-magazin.at
30.5.2023

Der perfekte Roller?Yamaha XMax 300 - Tech MAX im Test

Dass Yamaha den neuen XMax ausgerechnet in Mailand der Weltpresse vorstellt, ist kein Zufall. Jede Straße verfügt über mehrere Reihen reservierter Zweiradparkplätze, das Abstellen auf Gehsteigen ist Usus und das gesamte Verkehrsgeschehen wird zu mindestens 50 Prozent von Rollern bestimmt.
Auch der XMax ist dort keine Seltenheit. Immerhin ist Italien wesentlich dafür verantwortlich, dass er in seinen verschiedenen Hubraumklassen seit 2005 weltweit mehr als 450.000 Mal verkauft worden ist. Ab Juni steht die neueste Entwicklungsstufe des von Yamaha als „Premium Sport Scooter“ eingeordneten XMax 300 bei den Händlern und ist gegen einen Aufpreis von 700 Euro wieder als besser ausgestatteter Tech Max verfügbar. Der unterscheidet sich vor allem durch sein TFT-Farbdisplay mit 4,3-Zoll und Echtkartennavigation von dem mit einem simpleren, aber ebenfalls neuen LC-Display ausgestatteten XMax. Insgesamt edler wirkt der Tech Max durch Details wie die Sitzbank in Leder-Design und die neu gestalteten Fußplatten aus Aluminium. Auch die Aufnahmen für die einstellbare Windschutzscheibe und die Rückspiegelholme sind beim Tech Max aus dem stabileren Leichtmetall gefertigt. Der wichtigste Unterschied ist aber das eingebaute Navi, das auf einer Lösung von Garmin basiert und anders als beispielsweise beim Yamaha TMAX ohne monatliche Zusatzkosten verfügbar ist. Der Funktionsumfang beschränkt sich zwar auf eine Ort-zu-Ort-Navigation, was aber für den Einsatz im Nahverkehr sicher ausreicht. Interessant ist das beispielsweise für Botendienste, die permanent neue Ziele ansteuern müssen und ihr Smartphone nicht unbeaufsichtigt am Roller lassen wollen. Auf die schnelle Eingabe des nächsten Ziels per Sprachbefehl muss man in diesem Fall allerdings verzichten.
Beide Varianten des XMax 300 bieten eine per Kabel realisierte Smartphone-Connectivity, die mit der kostenlosen MyRide-App von Yamaha Anrufe, Nachrichten und zahlreiche technische Infos zu den Fahrdaten direkt auf das Roller-Display überträgt. Das Smartphone bleibt dabei in der linken Frontlade und wird gleichzeitig aufgeladen. Auch hier gilt wie bei der Navigation: Nettes und gut gemachtes Feature, aber gegen die Vorteile eines per Handyhalterung direkt am Roller montierten Smartphones kann es sich nur durchsetzen, wenn man den Sicherheitsaspekt ins Spiel bringt.

XMax 300 und Tech Max werden mit einem zeitgemäßen Keyless-Go („Smart Key“) geliefert, das ausreichend klein ist, um der Versuchung zu widerstehen, es einfach in einem der vorderen Gepäckladen zu verstauen. Apropos Gepäck: Davon bringt man wie vom XMax gewohnt erstaunlich viel unter die Sitzbank. Wahlweise passen dort zwei Vollvisierhelme oder ein Helm plus eine Aktentasche im A4-Format hinein. Und natürlich spricht auch nichts gegen die Montage eines Topcase, falls man wirklich noch mehr Gepäckraum brauchen sollte. Denn tatsächlich bringt der neue XMax mit seiner – wenn auch nur mit Schraubenzieher – um fünf Zentimeter in der Höhe verstellbaren Frontscheibe und der überarbeiteten, sehr breiten Sitzbank mehr Reisekomfort auf den Asphalt als die meisten Motorräder. Dabei hilft auch der großzügige Tankinhalt von 13,2 Liter, mit dem sich locker mehr als 400 Kilometer Reichweite ausgehen.

Unverändert bleibt der Einzylinder mit 292 Kubik, 28 PS und 29 Newtonmetern. Für vollgetankt 183 Kilo klingt das nach nicht besonders viel, aber der Trick bei Rollern ist ihre Keilriemen-Automatik und deren Abstimmung auf die Drehmomentkurve des Motors. Die ist Yamaha beim XMax exzellent gelungen, wodurch er in jedem für seinen Einsatzzweck relevanten Geschwindigkeitsbereich einen sehr flotten Durchzug offeriert. Klarer Fall: 125er sind gegen den XMax 300 vollkommen chancenlos.
Auch am Fahrwerk hat Yamaha keine Modifikationen vorgenommen. Mit einer Reifendimension von 15 Zoll vorne und 14 Zoll hinten ist die Stabilität auch dank des etwa im Vergleich mit einer Vespa recht langen Radstands vorbildlich, ohne dass darunter das Handling leidet. Kurze Stöße, wie sie etwa beim Überfahren von Kanaldeckeln üblich sind, schluckt der XMax allerdings so wie praktisch alle Roller weniger gut als durchschnittliche Motorräder. Immerhin lässt sich die Vorspannung der beiden hinteren Federbeine mit einem Hakenschlüssel anpassen. Verbessert wurde das Ansprechverhalten der Bremse, die jetzt vor allem vorne einen sehr sportlichen Druckpunkt liefert, was dank des sauber abgestimmten ABS ein zusätzliches Sicherheitsgefühl verleiht. Beide Varianten des XMax 300 sind übrigens mit Traktionskontrolle ausgestattet.

Braucht man mehr? Eigentlich nicht. Die Hubraumklasse ab 500 Kubik aufwärts zieht zwar noch kräftiger durch, ist aber auch wesentlich schwerer und unhandlicher, ohne mehr Gepäckraum zu bieten. Genügt auch ein 125er? Zum Mitschwimmen im Verkehr schon, für zusätzlichen Fahrspaß aber nicht. Und davon bieten der Yamaha XMax und Tech Max 300 wirklich reichlich.

Preise in Österreich:
XMax 300: 6799,- Euro
XMax 300 - Tech MAX: 7499,- Euro

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