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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
peter.schoenlaub@motorrad-magazin.at
4.10.2023

Honda Africa Twin 2024Mehr Power in der Mitte, 19-Zoll!

Seit dem Modelljahr 2020 ist nun die Honda Africa Twin mit dem 1100er-Zweizylinder am Markt. Nun, nach vier Jahren also, kommt es erneut zu massiven Updates bei dem beliebten Adventurebike, das nach wie vor in zwei Versionen – dem schlankeren Basismodell und der üppig ausgestatteten Adventure Sports – angeboten werden wird.

Beginnen wir zunächst mit den Änderungen, die beide Modellvarianten betreffen. Der Motor wurde einer Fitnesskur unterzogen und leistet nun (bei weiterhin 102 PS Spitze) mehr Drehmoment im mittleren und unteren Bereich. Um ganze sieben Prozent soll die Kurve angewachsen, das maximale Drehmoment auf 112 Newtonmeter gesteigen sein. Zudem soll dieses Maximum nun schon bei 5500 statt wie bisher bei 6250 Umdrehungen anliegen.

Möglich wurde dieser fülligere Verlauf der Kurve durch geänderte Ventilsteuerzeiten, eine neue Verdichtung (10,5:1) sowie Optimierungen bei den Ein- und Auslasskanälen, der Elektronik und beim Schalldämpfer.

Ebenso für beide Modelle gilt ein (dezenter) optischer Feinschliff, den man an der Frontmaske und an den Seitenverkleidungen erkennt. Gleichzeitig zu den hübscheren Flächen sollen damit auch die Aerodynamik und der Windschutz für den Fahrer im Brustbereich verbessert worden sein.

Weiterhin ist für beide Modelle auch optional das Doppelkupplungsgetriebe DCT verfügbar.

Nun zu den individuellen Änderungen für die beiden Modellversionen.

Das Basismodell der Honda Africa Twin bleibt weiterhin auf den Geländeeinsatz fokussiert, erhielt aber auch Verbesserungen fürs Reisen auf der Straße und dem Asphalt, namentlich einen größeren und zudem fünffach verstellbaren Windschild. Außerdem ist nun erstmals das semi-aktive elektronische Showa-Fahrwerk EERA nun auch bei ihm als Option verfügbar.

Eine weitere Änderung im Detail: Die Speichenräder sind nun für die Verwendung schlauchloser Reifen ausgelegt.

Wer sich mehr Komfort wünscht: Die neue Honda CRF1100L Africa Twin des Modelljahrs 2024 wird auch als ES-Version angeboten werden, bei der das EERA, Heizgriffe und eine 12V-Steckdose bereits enthalten ist. Nur sie kommt in der Tricolore-Lackierung.

Nun aber zur neuen Honda CRF1100L Adventure Sports 2024. Hier sind die Umbrüche weit radikaler. Offenbar hatte man es mit den Offroad-Ansprüchen doch übertrieben, allein die Sitzhöhe in Verbindung mit dem nicht ganz unbeträchtlichen Gewicht hatte doch viele Fahrerinnen oder Fahrer abgeschreckt oder überfordert.

Daher wird die Africa Twin Adventure Sports nun wieder eine Spur ziviler ausgelegt. Die Federwege werden hinten und vorne um je 20 Millimeter gekürzt, womit man nun bei noch immer 210/200 Millimetern hält. Davon profitiert die Sitzhöhe, allerdings nicht in vollem Umfang. Einen Teil des gewonnenen Niveaus investiert Honda in einen um 15 Millimeter stärker aufgepolsterten Sitz. Mit nunmehr 835/855 Millimeter Sitzhöhe sollte man trotzdem besser zurechtkommen – und als Option steht noch ein dünnerer Sitz für 795 Millimeter Sitzhöhe bereit.

Weitere große Änderung: Bei der Africa Twin Adventure Sports kommt nun erstmals in der jüngeren AT-Generation ein 19-Zoll-Reifen vorne zum Einsatz. Er ist mit 110/80-19 natürlich auch breiter als der bisherige 21-Zöller, was die Straßenperformance und -stabilität verbessern sollte. Die Reifen sind nun auch hier als schlauchlose Exemplare ausgelegt.

Und: Das elektronische Showa-Fahrwerk EERA ist ab 2024 bei Adventure Sports serienmäßig verbaut.

Die beiden somit deutlich aufgefrischten Modellvarianten der Honda Africa Twin 2024 sollen bereits im Dezember 2023 zu den Honda-Händlern rollen. Der Preis ist noch offen. 

 

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