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Neu: Yamaha NMAX 155 Tech MAXErstmals mit Fahrmodi und Downshift
Für 2025 wurde einer der beliebtesten Roller in Europa neu eingeführt: der Yamaha NMAX 125. Nun reichen die Japaner die auch in früheren Generationen erhältliche zweite Hubraumvariante nach: den NMAX 155. Diese seltsame Abstufung hatte seine Ursache bislang im italienischen Straßenverkehrsgesetz, wonach Zweiräder mindestens 150 Kubik Hubraum aufweisen mussten, um auf Autobahnen fahren zu dürfen. Deswegen hatten auch viele andere Hersteller 150er-Varianten ihrer 125er im Programm.
Diese Regelung wurde im Dezember 2024 gekippt, seitdem dürfen in Italien auch Zweiräder ab 120 Kubik auf Autobahnen fahren. Trotzdem behalten viele Hersteller die Tradition bei, ihren 125ern auch eine etwas stärkere Variante zur Seite zu stellen. So hat etwa Piaggio in diesem jahr eine Medley mit 200 Kubik ins Programm genommen, und Yamaha führt auch in der aktuellen, dritten Generation des NMAX wieder die 155er-Motorisierung ein.
Auch wenn die Unterschiede marginal wirken: Diese Strategie ist durchaus eine schlaue Sache. Wer nicht mit einem A1- oder Code111-Schein auf 125 limitiert ist, bekommt mit diesen Varianten ein doch merkliches Stück mehr Power und Performance, behält aber trotzdem die Vorzüge eines ultrakompakten, leichten und vergleichsweise günstigen City-Scooters bei. Konkret hebt der 155 im Vergleich zum 125er die Leistung von 12,2 auf 15,1 PS, und das Drehmoment steigt von gut 11 auf 14 Newtonmeter.
Im Fall des Yamaha NMAX 155 kommt aber auch noch eine neue Technologie hinzu: das innovative YECVT-System. Hinter dem sperrigen Kürzel verbirgt sich eine elektronische Steuerung des stufenlosen CVT-Getriebes. Yamaha konnte damit zwei Fahrmodi programmieren: Sport und Town. In Sport wird das Übersetzungsverhältnis kürzer, man fährt mit höheren Drehzahlen und hat folglich ein spontaneres Ansprechverhalten. In Town ist man entspannter und wohl auch sparsamer unterwegs.
Das YECVT-System beherrscht aber noch eine weitere technische Spielerei: Downshifts. Man kann sich das wohl am ehesten wie eine „Kickdown-Funktion“ bei früheren Automatikautos vorstellen. Spontanes und heftiges Gasgeben sorgt also für eine Art Herunterschalten, womit man in höhere Drehzahlregionen kommt. Wer diese höheren Drehzahlen hingegen braucht, um eine stärkere Motorbremswirkung zu erzeugen – bei Bergabfahrten zum Beispiel –, der kann den Downshift auch durch Drücken des Schaltknopfs aufrufen.
Den neuen Yamaha NMAX 155 wird es nur mehr in der edleren Variante Tech MAX geben, also mit jeder Menge hochwertiger Teile und viel Ausstattung. Dazu zählen unter anderem das 4,2-Zoll-TFT-Cockpit mit Connectivity und Garmin-Kartennavigationssystem, eine Sitzbank in Lederoptik und mit goldfarbene Nähten, der Smartkey, eine Voll-LED-Beleuchtung und eine USB-C-Steckdose in einem der beiden vorderen Staufächer.
Der Yamaha NMAX 155 Tech MAX soll im April 2026 in Österreich verfügbar sein und wird in zwei Farben angeboten: Crystal Graphite und Midnight Black. Zahlreiche Optionen, von der hohen Scheibe über Heizgriffe bis hin zu Akrapovic-Slip-on und Topcase, werden ebenfalls verfügbar sein. Ein Preis ist derzeit noch offen.
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