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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
12.3.2017

Yamaha SR500 Café RacerDie Erweckung

Alle Fotos © Peter Andrukonis

Umbauten der Yamaha SR500 oder auch der SR400
gibt es wie Sand in Caorle, aber diesmal erreichte uns ein – heimischer! – Umbau, der um eine ganze Spur schöner und gelungener ist als die meisten anderen. Außerdem steckt eine kuriose Geschichte dahinter.

Und die erzählt sich so: Peter Andrukonis ist ein junger, erfolgreicher österreichischer Fotograf und Filmer (www.peterandrukonis.com), der schon seit frühester Kindheit gerne „alle möglichen Dinge zerlegt und versucht sie zu verändern oder zu verbessern“, wie er schreibt. Die Yamaha SR500 war das Motorrad des Vaters seiner Freundin und rutschte im Jahr 2010 als dessen Geschenk in den Haushalt. Dort verstaubte es als Zweitmotorrad. 2015 beschlossen Peter und seine Freundin schließlich, das Motorrad zu einem Café Racer umzubauen. Nach der schnellen Demontage der Teile versumperte das Projekt wieder.
Nach ihrer Übersiedlung von Stuttgart nach Wien wurde das Projekt wieder aufgenommen – allerdings ohne den Vater bzw. „Schwiegervater“ zu informieren. So entstand im Jahr 2016 stückweise ein edler Café Racer. Der Umbau dauerte sechs Monate, kostete rund 6000 Euro und verwandelte die ehrwürdige SR500 aus dem Jahr 1979 in einen puristischen, ästhetisch perfekten Café Racer, mit dem man vor jedem Kaffeehaus neidische Blicke erntet.

Den großen Clou landeten die beiden dann in diesem Februar: Peter und seine Freundin schenkten das fertige Custom Bike dem ursprünglichen Besitzer zu dessen 60. Geburtstag wieder zurück.
Abgesehen von der netten Story im Hintergrund ist auch der Umbau erstaunlich. Peter Andrukonis ist ja kein einschlägiger Experte, sondern ein Autodidakt. „Mein Know-how habe ich mir selber angeeignet und es entwickelt sich mit jedem Projekt“, erzählt er. Abgesehen von der handwerklichen Rafinesse gefällt uns auch die Ästhetik, die ja bei Umbauten – vor allem von privater Hand – oft einigen Spielraum aufweist. In diesem Fall hat dieser Café Racer allerdings internationales Format, besticht durch einen berührenden Purismus, perfekte Proportionen und wenige, dafür bewusst gesetzte Akzente: etwa die Sitzbank und Griffe aus mittelbraunem Leder, das keck hochgesetzte Rücklicht und den schlanken Tank (der von einer Benelli stammt und extra adaptiert werden musste) mit fugenlos eingearbeitetem Yamaha-Logo.

Für alle, die’s genauer interessiert, hier ein paar weitere technische Details vom Umbau: Die Gabel erhielt progressive Federn, die Front wurde um 40 Millimeter tiefer gelegt; weil die neuen Federbeine 330 statt original 320 Millimeter messen, nimmt der Lenkkopfwinkel zu, wovon das Einlenkverhalten profitiert (und auch die sportliche geneigte Silhouette). Ein Stummellenker gehört natürlich zum klassischen Look eines Café Racers, genauso wie ein gekürztes Heck mit Umbau auf Singlesitz. Der Original-Drehzahlmesser blieb erhalten, wurde aber in die Mitte versetzt – „die Drehzahl soll im Fokus stehen“, sagt Andrukonis. Daneben platzierte er einen kleinen Tacho.

Wer sich inspirieren lassen will: Hier noch eine kleine Auswahl an Fotos, die den Umbau dokumentieren:
Motorrad Bildergalerie: Yamaha SR500 Café Racer by Andrukonis – der Umbau

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Indian Scout Road RunnerTief und schwarz

Es sind die einfache Dinge im Leben, die wirklich schwierig sind. Nicht anders erging es den Jungs von MotoShed, die eigentlich nur ein simple Idee für ein unkompliziertes Bike hatten ... Zwei Mitarbeiter der Custom-Garage konnten die Indian Scout Sixty kurz nach ihrer Vorstellung fahren und waren begeistert vom klaren Design und der satten Leistung des Power-Cruisers. Und was ein Customizer mag, das will er auch verändern. In diesem Fall war es eigentlich nur der Auspuff, der kaum sichtbar unter den Sitz verlegt werden sollte. Und damit begannen schon die Probleme.

Hunderte Stunden Planung, Diskussionen und harte Arbeit flossen danach in das Projekt. Die Scout sollte neben dem neuen Auspuff eine aggressivere Sitzposition, ein besseres Fahrwerk und mehr Bodenfreiheit erhalten. Damit sollte die Schräglagenfreiheit und letzendlich die Dynamik des Cruisers verbessert werden. Alles, was nicht unbedingt notwendig war, wurde abmontiert, anderes durch bessere Teile ersetzt. Vor allem unter der Sitzbank musste Platz für die Endrohre geschaffen werden, was sich als schwierigster Teil des Umbaus herausstellte, denn dort liegen einige wichtige Teile wie die Batterie, die ECU und viel Kabelsalat. Durch die Verlegung einer kleineren Batterie anstelle des ABS-Kästchens wurde dieses Problem gelöst und die nächsten beiden offenbarten sich: Wie führt man die Rohre unter den Sitz? Und noch viel wichtiger: Wie hält man die Hitze vom Gesäß fern? 

Ein Hitzeschild für den Sitz wurde angefertigt und die Krümmer kunstvoll unten durch geschlängelt. Ein Dynojet Power Vision CX sorgt dafür, dass der Motor mit der neuen, extrem reduzierten Auspuffanlage perfekt läuft, wenngleich sie derzeit sogar für die USA etwas zu laut ist. Die neue Sitzposition erforderte die Montage eines neuen Renthal-Lenkers und Rizoma-Fußraster. Eine straffere Federung hält das Bike höher über dem Asphalt.

An der Road Runner arbeitete nicht alleine das Team von MotoShed, sondern auch andere Experten, wie Chris Walton von CW Engineering, der die Metallarbeiten durchführte, oder Steve Adams, Ex-Aston Martin Sattlermeister, der für den 1920er Solo-Sitz und die Lackierung zuständig war. 
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Yamaha:

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