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Christoph Lentsch
Autor: Mag. (FH) Christoph Lentsch
christoph.lentsch@motorrad-magazin.at
18.4.2019

Harley-Davidson LivewireElektro-Harley ab sofort bestellbar!

Ist das die Zukunft von Harley-Davidson? Säuselnde und heulende Elektroaggregate statt bollernde und prutzende V2-Motoren? Vorerst ist es jedenfalls ein Teil der Zukunft, der den Kundekreis erweitern und neben weiteren neuen Projekten den Fortbestand der Marke sichern sill. Die LiveWire – wir haben sie schon kurz hier vorgestellt – ist kein Cruiser, sondern ein sportliches Naked Bike mit aufregender Fahrdynamik, das in nur 3 Sekunden von 0 auf 60 mph (96,56 km/h) und von 60 mph (96,56 km/h) auf 80 mph (128,75 km/h) in 1,9 Sekunden beschleunigen soll.

Ab sofort ist die LiveWire nun auch offiziell bestellbar, die ersten Auslieferungen finden im Herbst 2019 statt, die Preise findet ihr ganz unten. Wer sich ernsthaft interessiert, sollte aber schnell sein: Sehr viele Exemplare sind im ersten Schwung nicht zu erwarten, wie viele genau über den Teich kommen, wurde allerdings noch nicht verautbart. Und Achtung: Nur die allerwenigsten Harley-Dealer werden im ersten Schwung die LiveWire im Programm haben, in Österreich überhaupt nur einer der acht Händler, nämlich das Zündwerk in Strasshof, im Norden von Wien. Welche Händler die LiveWire im Programm haben werden, lässt sich auf der Harley-Seite hier finden.

Kurz zu den technischen Daten: Ihr Hochleistungs-Li-Ionen-Akku sorgt für eine Reichweite von 140 Meilen (225 km) in der Stadt oder 88 Meilen (142 km) im kombinierten Stop-and-go-Highway-Zyklus (gemessen im Rahmen des MIC-City- und des MIC-Combined-Tests bei 112 km/h). Das Fahrwerk soll auf ein agiles Handling sowohl im urbanen Umfeld als auch auf kurvigen Straßen jenseits der City ausgelegt sein. Den Leichtmetallrahmen kombiniert Harley-Davidson mit hochwertigen Showa-Fahrwerkskomponenten vorne und hinten. Für eine entsprechende Bremsleistung ist die LiveWire mit Brembo Monoblock-Frontbremssätteln ausgerüstet.

Die elektronischen Fahrhilfen nennt Harley bei seiner LiveWire „Electronic Chassis Control (ECC) System“, welches Kurven-ABS, die Traktionskontrolle (TCS) und die Launch Control (DSCS) beinhaltet. Die vollelektronischen Systeme verfügen über die jüngste Sechsachsenbewegungs- (IMU) und ABS-Sensorik.

Harley LiveWire in einer Stunde laden. Der Ladevorgang kann mit einem integrierten Level-1-Charger erfolgen, der über ein unter dem Sitz untergebrachten Netzkabel an eine Haushaltssteckdose angeschlossen wird. In diesem Modus nimmt der Akku in einer Stunde Strom für rund 21 Kilometer auf. So kann die LiveWire also nachts vollständig geladen werden. Alternativ wird die Maschine über einen CCS2-IEC-Typ-2-Ladestecker geladen (Level-2-, Level-3- oder DC-Fast-Charge (DCFC)-Ladevorgänge). Bei allen Harley-Davidson Händlern, die die LiveWire verkaufen, werden die Kunden eine öffentlich zugängliche Fast-Charge-Station vorfinden.

Harley LiveWire Reichweite: Mittels einer Level-3-Schnellladung könnte in einer Stunde (theoretisch) Strom für 309 Kilometer aufgenommen werden (Reichweite siehe oben). So kann der Akku in nur 40 Minuten von 0 auf 80 Prozent beziehungsweise in 60 Minuten von 0 auf 100 Prozent befüllt werden. Die LiveWire ist außerdem mit H-D Connect ausgestattet, das über das Mobilfunknetz im LTE-Standard Konnektivität und Cloud-Services mittels einer Harley-Davidson App bietet. H-D Connect sammelt Fahrzeugdaten und überträgt sie an die App, um dem Fahrer diverse Informationen zur Verfügung zu stellen – selbst wenn sich das Motorrad nicht in seiner Nähe befindet. Das System zeigt auch den Standort der geparkten LiveWire an. Allerdings sind diese Connect-Services nur im ersten Jahr gratis, ab dem zweiten Jahr verlangt Harley dafür Gebühren.

Preis Harley-Davidson LiveWire Österreich und Deutschland: Die unverbindliche Preisempfehlung für die LiveWire beträgt in Deutschland 32.995 Euro und in Österreich 33.390 Euro – also fast auf den Euro genauso viel wie für eine Street Glide Special.

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