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Clemens Kopecky
Autor: Clemens Kopecky
23.5.2019

KTM Freeride 250 FWeniger ist mehr

Seit KTM das allzu geräusch- und emissionsintensive Zweitakt-Modell eingestellt hat, ist die Freeride-Familie auf zwei Modellversionen eingedampft: die E-XC Elektro-Variante und einen neuen Viertakt-Verbrenner mit 250 Kubik Hubraum. Der DOHC-Einzylinder mit vier Stahlventilen der neuen Viertakt-Freeride basiert auf dem Antrieb des 1850 Euro teureren und 4,5 Kilo schwereren Wettbewerbsmodells 250 EXC-F. Der robuste Single leistet in der 98,5 Kilo leichten Freeride 250 F wohldosierte 20,5 PS und 18 Newtonmeter. Die unteren Gänge des Getriebes wurden im Vergleich zur EXC-Ausführung kürzer übersetzt, der Ausstoß von Lärm und Abgasen so umwelt- und sozialverträglich wie nur möglich eingedämmt.

Dass die 250er-Freeride satte hundert Kubik Hubraum im Vergleich zu ihrem Vorgängermodell eingebüßt hat, merkt man in der Offroad-Praxis erstaunlicherweise kaum – im Gegenteil. Dank üppigerer Schwungmasse erklettert die Wanderenduro jeden noch so steilen Berghang stoisch und unaufhaltsam wie ein Caterpillar und lässt sich von ihrem Piloten agil und spielerisch wie ein Mountainbike durch technisches Terrain dirigieren. Die Kupplungsbetätigung ist leichtgängig und tadellos dosierbar. Die hervorragenden Maxxis Trialmaxx Erstbereifung wurde klug gewählt und generiert sicheren Seitenhalt und traktionsstarken Vortrieb auf unterschiedlichsten Böden. Das plötzliche Ausploppen des Triebwerks, das die 350-Kubik-Vorgängerin immer wieder über Hindernisse stolpern ließ, gehört bei der neuen Viertelliter-Version endgültig der Vergangenheit an.

Auch bei den dämpfungsjustierbaren Fahrwerkskomponenten hat KTM spürbar nachgebessert und damit die Speed-Tauglichkeit der Freeride deutlich erhöht: die WP Xplor 43 Gabel mit 25 Zentimetern Federweg spricht sensibel an und verfügt über weitaus höhere Durchschlagsreserven als bisher. Ebenso unbeeindruckt selbst von derben Schlägen präsentiert sich das progressive WP-XPlor-Federbein mit direkter PDS-Anlenkung und 26 Zentimetern Federweg. Mit 915 Millimetern fällt die Freeride-Sitzhöhe deutlich niedriger (45 Millimeter) aus als bei einer EXC-F, was nicht nur kleinen Piloten beim Balanceakt im diffizilen Gelände entgegenkommt.

Den fehlenden Kickstarter haben wir während unseres Tests nicht vermisst, die Allround-Enduro erwacht per Knopfdruck stets zuverlässig und sympathisch tuckernd zum Leben. Selbst bei ambitioniert hohem Drehzahl-Galopp erreicht das Motorgeräusch niemals kritische Dezibel-Werte, beim Dahintraben durch den Forst hält sich die Kompakt-KTM akustisch ohnehin ausgesprochen dezent im Hintergrund. Unterm Strich schafft die universelle Freeride 250 F tatsächlich den Spagat zwischen „Trial“ und „Trail“: sie ist sowohl effizientes Werkzeug fürs Extragrobe als auch ein unkompliziertes Multitool für genüssliche Offroad-Ausflüge. Für all jene, die auf das Prestige einer waschechten Wettbewerbsenduro verzichten können, ist die universelle Freeride 250 F um nur 8098 Euro damit fast immer die klügere Wahl.

 

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