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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
26.8.2019

KTM 890 SMTErwischt: Prototyp des neuen Sporttourers

  • Leicht modifizierte Basis der 790 Adventure, jedoch mit klassischer Tanklösung
  • Hauptkonkurrentin Yamaha Tracer 900
  • 890 SMC als Konkurrentin zu Ducati Hypermotard ebenfalls erhältlich

Sie stellte im Jahr 2017 eine Aufbruch für KTM dar und eröffnete den Mattighofenern auf Anhieb eine völlig neue Käuferschicht: die 790 Duke. Auf Basis dieser und ihres Herzstücks, des Reihenzweizylinders mit der Bezeichnung LC8c, sollte eine komplette Modellfamilie aufgebaut werden und im Jahr 2018 wurde mit der Vorstellung der 790 Adventure ein Anfang dazu gemacht. In Kürze folgt die KTM 890 Duke R und auch Husqvarna wird mit einem tourentauglichen Scrambler und einem langstreckentauglichen Adventure-Modell eigene Modelle auf dieser Basis anbieten.

Ungefähr zur gleichen Zeit, voraussichtlich Ende 2020, wird auch KTM zwei weitere Modelle in sein Modellprogramm aufnehmen: Eine Supermoto reiner Machart, dann aller Voraussicht nach 890 SMC genannt, sowie eine tourentaugliche Ableitung von dieser. Als Basis wird der dann bereits erstmals überarbeitete LC8c in einem leicht modifizierten Rahmen der 790 Adventure verbaut.

Mit ihrer Supermoto-Schwester teilt das dann wohl unter 890 SMT oder 890 GT firmierende Modell den Supermoto-typisch flachen Lenker ebenso wie den klassischen Tank, der hier jedoch mehr Inhalt fassen dürfte. Die auf den Fotos zu sehenden tiefen Tank-Elemente wie bei der 790 Adventure könnten hier möglicherweise Attrappen sein und beim endgültigen Serienbike noch verschwinden.

Unterscheiden werden sich die beiden Modelle SMC und SMT auf alle Fälle in Details am Fahrwerk. So ist zum Beispiel der Lenkkopfwinkel bei dem von uns fotografierten Prototypen erkennbar flacher, womit KTM vor allem mehr Richtungsstabilität als in der eindeutig agil ausgelegten SMC erreichen will, um dem Einsatzzweck der Kundschaft Rechnung zu tragen. Zudem nutzt die SMT die Standard-Bremsanlage aus der 790 Adventure, anders als die SMC, welche die Brembo-Bremsen aus der 890 Duke R übernehmen wird.

Mit ihrer rahmenfesten Frontverkleidung, geringeren Federwegen als bei der 890 SMC und ihrer komfortablen Sitzbank belebt die 890 SMT eine Nische wieder, in der KTM früher bereits mit der 990 SMT unterwegs war und richtet sich vor allem an Fahrer, die eine sportlichere Alternative zur Yamaha Tracer 900 suchen – oder auch eine straßenfokussierte, kompaktere Alternative zur 790 Adventure. Wer am komfortableren Ende der Skala unterwegs sein möchte wird zeitgleich mit der Husqvarna 801/901 weitere Modelle, basierend auf der gleichen Plattform, bekommen können. Die KTM 890 SMT, die KTM 890 SMC sowie beide Husqvarna-Schwestern werden im Herbst 2020 vorgestellt.

Der dann 899 ccm große LC8c-Reihenzweizylinder wird zur Einhaltung der Euro5-Emissionsnormen leicht modifiziert und zeitgleich auch für alle Plattform-Schwestern erhältlich sein.

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