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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
peter.schoenlaub@motorrad-magazin.at
14.12.2020

KTM 890 Adventure - nächste Generation erwischt!Rahmenfeste Verkleidung, neuer Tank, neues Design für 2023?

  • Überarbeitete, nun rahmenfeste Verkleidung
  • Überarbeitete Treibstofftank-Konstruktion mit gefälligerem Design
  • 900-ccm-LC8c-Reihentwin, Spezifikation wie in Husqvarna 901 Norden

Als KTM im Jahr 2018 die 790 Adventure vorstellte war die Vorfreude der potenziellen Kundschaft groß: ein preislich attraktives Angebot der Österreicher im immer wichtiger werdenden Segment der Mittelklasse-Reiseenduros! In der Zwischenzeit jedoch hat auch die Konkurrenz aufgeholt und mit der Triumph Tiger 900, der aktualisierten Honda Africa Twin und vor allem der Yamaha Ténéré 700 attraktive Modelle auf die Räder gestellt, die mehr denn je um die Gunst der Kunden buhlen. 

Eine erste Reaktion auf den Wettbewerb zum einen und auf das Inkrafttreten der Euro-5-Emissions-Richtlinien zum anderen ist eine umfassende Überarbeitung des Motors zur Saison 2021. Das nun als 890 Adventure firmierende Modell unterscheidet sich, neben 90 ccm mehr Hubraum, vor allem durch etwas mehr Spitzenleistung und bessere Fahrbarkeit von der Vorgängerin 790 Adventure. Einen ersten Fahrbericht davon haben wir bereits in der aktuellen Motorradmagazin-Ausgabe 8/12, unser Video-Test ist unten verlinkt.

Weit über Details hinausgehen wird hingegen das nächste Update, das vor allem bei Optik und Langstreckenkomfort entscheidende Verbesserungen bringen dürfte: Offensichtlichste Neuerung wird dann die rundum überarbeitete, nun rahmenfeste Verkleidung. Diese soll zum einen für besseren Windschutz sorgen, ebenso sehr jedoch für gefälligeres Auftreten, das durch Elemente der aktuellen sowie der für 2021 ebenfalls runderneuerten 1290 Super Adventure dominiert wird.

Weiteres wichtiges Element für ein gefälligeres Auftreten ist die Umgestaltung der Tankkonstruktion. Diese wird, wie auch beim aktuellen Modell, zweigeteilt bleiben. Jedoch wird, wie man auf unseren ersten Fotos eines frühen Prototyps erkennen kann, der Großteil des Volumens nicht mehr so tief am Fuße der Verkleidung zentriert werden, sondern sich weiter oben gleichmäßig verteilen. Dies sorgt dafür, dass die Verkleidung selbst homogener gestaltet werden kann und die charakteristischen Ausbeulungen im unteren Teil der Verkleidung entfallen. Der hier gezeigte Prototyp besitzt diese Ausformungen zwar noch, diese dienen hier jedoch vor allem dazu Beobachter aufs Glatteis zu führen.

Das tatsächliche Tankvolumen wird sich vermutlich, wenn überhaupt, nur marginal ändern. Den leicht erhöhten Schwerpunkt gegenüber der aktuellen Konstruktion und die damit einhergehenden fahrdynamischen Nachteile werden die findigen Mattighofener Ingenieure auszugleichen wissen. Ansonsten wird es unter der Verkleidung weitere Verbesserungen geben. Die gerade präsentierte, neueste Evolutionsstufe des LC8c-Reihentwins wird zwar weiterhin zum Einsatz kommen (somit wird auch der Hubraum bei 889 ccm bleiben), Detailarbeit beim Antrieb darf jedoch vermutet werden.

All das soll in Summe dazu beitragen die bisher ordentlichen, jedoch nicht berauschenden Verkaufszahlen anzukurbeln. Die Markteinführung des hier gezeigten Updates ist noch spekulativ. Da der gezeigte Prototyp sich noch in einem sehr frühen Entwicklungsstadium zu befinden scheint, wäre eine Einführung schon zur Saison 2022 eher überraschend, jedoch nicht ausgeschlossen. Eine Präsentation Ende 2022 und ein Verkaufsstart zum Frühjahr 2023 erscheint jedoch nach jetzigem Stand der Dinge wahrscheinlicher.

Zu diesem Zeitpunkt wird ein ergänzendes Schwestermodell der 890 Adventure bereits im Verkauf sein: Die Husqvarna 901 Norden, die bereits Ende 2019 als seriennahe Studie gezeigt wurde und als Premium-Langstreckenenduro ergänzend an der Seite der 890 Adventure verkauft werden soll.

Mit diesen beiden Angeboten möchten sich die Oberösterreicher endlich an die Spitze des stückzahlträchtigen Segments der Mittelklasse-Enduros setzen und einen wichtigen Schritt zur weiteren Erhöhung ihrer Verkaufszahlen gehen.

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Reiseenduro/Adventure:

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