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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
25.6.2021

BMW R 1300 GS – erwischt!Nächste Evolutionsstufe mit Radar, Kurvenlicht, neuem Rahmen, neuem Motor und vielem mehr!

  • Komplette Neukonstruktion mit neuem Stahlrohrrahmen
  • Neue Schwinge
  • Geänderter Krümmerverlauf, Ausgangspunkt näher am Motorblock - vermutlich durch geänderte Zylinderkopf und Ventildeckel, d. h. Shift-Cam modifiziert

Die meiste Zeit in ihrer mittlerweile 40-jährigen Geschichte war „die GS“ von BMW eines der meistverkauften Motorräder der Welt, allerspätestens in ihrer aktuellen Generation gilt sie auch als eines der besten. Die aktuelle Generation brachte bei ihrer Präsentation im Herbst 2012 die Ablösung des rein luftgekühlten Boxermotors mit sich, dessen wassergekühlter Ersatz brachte im Herbst 2018 die variable Ventilsteuerung „Shift-Cam“ und spätestens zur Saison 2023 folgt die nächste Evolutionsstufe: die R 1300 GS.

Der von unserem Fotografen bei ersten Offroad-Erprobungen erwischte Prototyp erscheint noch in einem frühem Stadium und dazu noch stark getarnt, doch anhand dessen, was man schon erkennen kann (und auch anhand dessen, was nicht), lassen sich bereits ausführliche Rückschlüsse auf das wichtigste Modell der Bayern ziehen.

So sind die Zylinderköpfe zum Beispiel mit einer Stoffhaube verschleiert, was eine weitere, ausführliche Weiterentwicklung der Shift-Cam-Ventilsteuerung nahe legt. Nicht abgedeckt und klar zu erkennen ist der leicht geänderte Krümmerverlauf und der nun wesentlich näher am Motorblock liegende Ausgangspunkt der Krümmer. Eben jener Motorblock selbst scheint jedoch im Wesentlichen unverändert vom aktuellen Modell übernommen zu werden.

Ziel dieser Maßnahmen dürfte zunächst weniger mehr Spitzenleistung sein (obwohl ein wenig mehr PS durchaus zu erwarten sind), als vielmehr eine weitere Optimierung der Kraftabgabe an sich. Ein weiterer wesentlicher Treiber der Entwicklung dürfte zudem die Euro-5b-Norm sein, die 2024 in Kraft tritt und Augenmerk auf Verringerung der Geräuschemissionen legt. Aus diesem Grund wird bei der neuen GS auch der gesamte Abgastrakt neu konstruiert, inklusive eines größeren Sammlers und eines neuen und kompakteren Endschalldämpfers.

Wesentlich mehr Spitzenleistung und Drehmoment ist erst später zu erwarten, in Form von zwei weiteren neuen GS-Modellen: der M 1300 GS, die sich an Offroad-affine Kunden richtet (wie es derzeit beispielsweise die KTM 1290 Super Adventure R tut) und der R 1400 GS, die aller Voraussicht nach den Platz der jetzigen R 1250 GS Adventure im Modellangebot einnehmen wird. Mit diesen Modellen wird sich die R 1300 GS, neben der neuen Schwinge, auch den Rahmen teilen.

Dieser ist an den Prototypen zwar noch mit Hilfe einer Plastikabdeckung getarnt, jedoch lässt sich dessen Verlauf an einigen Eckpunkten gut nachvollziehen. Der Heckrahmen dieses Prototypen ist jedoch bislang nur ein Platzhalter, der wenig mit dem späteren Serienmodell zu tun haben dürfte. All dies zusammen wird für erhebliche Gewichtseinsparungen sorgen, um auch die R 1300 GS fit für die Zukunft zu machen. In dieser Zukunft wird auch Elektronik weiterhin an Bedeutung zunehmen und auch da wird die nächste GS weiter aufgerüstet. So wird das 10,25-Zoll-TFT-Display aus der aktuellen RT als Standard erwartet, zusammen mit dessen Zusatzfunktionen.

Der radarbasierte Tempomat ACC wird ebenso erhältlich sein und der von uns fotografierte Prototyp legt nahe, dass dieser, ähnlich wie in der Ducati Multistrada V4, auch den rückwärtigen Verkehr im Blick behalten wird, um vor etwaigen Gefahrenquellen im toten Winkel zu warnen. Die Beleuchtungsanlage wird in Voll-LED ausgeführt und Kurvenausleuchtung wird ebenso erhältlich sein wie bei der aktuellen R 1250 RT.

Auch äußerlich markant wird jedoch eine weitere Änderung an der Beleuchtung: Sie asymmetrische Scheinwerferanlage der letzten Modellgenerationen wird in Zukunft offenbar der Vergangenheit angehören, zumindest legt ein Blick auf die Frontlampe dieses Prototypen diesen Schluss nahe.

Mit diesen in ihrer Gesamtheit tiefgreifenden Weiterentwicklungen und der Erweiterung des GS-Modellprogramms um zwei neue Modelle stellt BMW sein wichtigstes Modell künftig auf breitere Füße. Damit dürfte sichergestellt sein, dass die neue GS auch in der nächsten Modellgeneration der Maßstab in ihrem Segment und damit eines der wichtigsten Motorräder weltweit bleiben wird.

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