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Clemens Kopecky
Autor: Clemens Kopecky
30.10.2021

Husqvarna Norden 901 2022Alle Infos zur Husky Reiseenduro

Unser erster Testtermin im Sattel der für 2022 brandneuen Husqvarna Norden ist bereits in einer Woche, heute offenbaren die Austro-Schweden sämtliche technischen Spezifikationen. Hier die Hard Facts zur ersten Reiseenduro aus dem Hause Husky.

Motor: Der 889 Kubik DOHC-Paralleltwin mit Ride-by-Wire wiegt 53,4 Kilo und basiert erwartungsgemäß auf dem Triebwerk der KTM 890 Adventure und leistet auch in der Norden 901 105 PS und 100 Newtonmeter - wie auch bei Bohrung und Hub (90,7/68,8 mm) exakt dieselben Werte, die man auch beim KTM-Pendant angibt.

Die Fahrmodi Street, Rain und Offroad sind beim Basismodell inklusive, der individuell justierbare Explorer-Modus ist aufpreispflichtig. Ab Werk serienmäßig an Bord: ein Quickshifter (up&down) fürs Sechsgang-Getriebe, Bosch-Kurven-ABS (2 Modi für Straße und Offroad), schräglagensensitive Traktionskontrolle (9-stufig justierbar im Explorer-Modus), Motorschlupfregelung und eine Anti-Hopping-Kupplung. Die Edelstahl-Auspuffanlage entspricht selbstverständlich den Euro-5-Vorgaben. Nur 4,5 Liter Benzinverbrauch verspricht der Hersteller, 105 Gramm pro Kilometer CO2 soll die Norden emittieren. Der Serviceintervall für die Norden 901 beträgt 15.000 Kilometer.

Fahrwerk: In gewohnter KTM-Manier setzt man beim Stahl-Hauptrahmen auf Chrom-Molybdän, auch das Rahmenheck wird aus Stahl gefertigt. Die Alu-Schwinge fertigt man in ebenfalls bewährter Fachwerk-Bauweise. In den Alu-Gabelbrücken steckt eine WP Apex Gabel mit 43 Millimeter Standrohrdurchmesser und 22 Zentimeter Federweg. Zug- und Druckstufe der justierbaren Dämpfung an der Open Cartridge Gabel sind auf die beiden Holme aufgeteilt und sind so bequem zugänglich. Für Ruhe an der Front sorgt ein serienmäßiger Lenkungsdämpfer. 

Am Heck werkt ein direkt angelenktes WP Apex Federbein mit 21,5 Zentimetern Federweg, bei dem Zugstufe und Vorspannung (per Handrad) adaptiert werden können. Die Norden 901 bietet mit satten 252 Millimetern genug Bodenfreiheit für grobes Terrain - eine elektronische Dämpfereinstellung per Knopfdruck zur praktischen Schnellanpassung an Sozius-, Gelände-, Sport- oder Reisebetrieb sucht man an dem Adventure-Bike jedoch vergeblich.

Bremsanlage: Hinter den gelaserten Husqvarna-Logos auf den Bremssätteln verbirgt sich der spanische Hersteller J. Juan. An der Front beißen zwei Vierkolben-Zangen in 320 Millimeter Scheiben, am Hinterrad nimmt eine Zweikolben-Zange die 260-Millimeter-Scheibe in die Mangel. Für optimale Hitzeableitung sind die Anschlussstücke der Bremsleitung aus Stahl.

Das Bosch-ABS lässt im Offroad-Modus das Blockieren des Hinterrades zu und adaptiert die Eingriffe an der Front – auf die Schräglagendaten der IMU wird im Gelände-Betrieb jedoch nicht zugegriffen. Praktisch: Der Fußbremshebel kann auf den Einsatz mit Straßen- oder Offroadstiefeln angepasst werden - jedoch leider nicht ohne Werkzeug, wie man es bereits von anderen Herstellern kennt.

Räder: Wie es sich für eine echte Enduro gehört, wird die Norden 901 mit Drahtspeichenrädern in der Größe 21 Zoll an der Front und 18 Zoll am Hinterrad ausgeliefert. Ab Werk montiert sind schlauchlose Reifen des Typs Pirelli Scorpion Rally STR (90/90-21, 150/70-18).

Ausstattung: Ein zeitgemäßes 5-Zoll-TFT-Display ist natürlich obligatorisch. Ein Tempomat ist ebenso serienmäßig verbaut wie die Nebelscheinwerfer neben dem zentralen LED-Rundscheinwerfer. Sechs Montagepositionen für den Alu-Lenker sollen für maßgeschneiderte Ergonomie im Cockpit sorgen. Die Bluetooth-Connectivity mit der „Ride Husqvarna Motorcycles“ App zur Steuerung von Telefon, Musikwiedergabe, Routenplanung (bis zu 128 Wegpunkte, Offline-Karten) und Richtungsnavigation kann optional erworben werden. Zum Aufladen des Smartphones findet sich ab Werk eine 12-Volt-Steckdose im Cockpit.

Der 19-Liter-Tank mit gefrästem Premium-Tankdeckel soll Reichweiten von rund 400 Kilometern garantieren. Wie beim KTM-Schwestermodell wurde auch bei der Norden 901 versucht den Fahrzeugschwerpunkt durch ein weit unten platziertes Tankvolumen tief zu halten. Das ausladende, vor den Unterschenkeln des Piloten positionierte Treibstoffreservoir sticht zumindest auf den aktuellen Werksfotos deutlich weniger störend ins Auge als bei der KTM 890 Adventure. Bei der Gestaltung des Sattels will sich Husqvarna ganz besonders ins Zeug gelegt haben: Die zweiteilige Sitzbank soll überdurchschnittlich ergonomisch sein, die Höhe des gerippten Pilotensitzes ist zwischen 854 und 874 Millimeter verstellbar. Geheizte Sitze und Griffe finden sich jedoch ausschließlich im Husqvarna-Zubehörprogramm.

Mit 204 Kilo ohne Sprit bringt die Norden 901 ähnlich viel Gewicht auf die Waage wie die KTM 890 Adventure - für den Einsatz auf Schotterstraßen ein respektabler Wert, auf diffizilem Terrain erfordert das jedoch einen routinierten Piloten. Das Motorradmagazin-Testteam wird schon im November mit der Norden einen Ausflug in die Botanik wagen und sich über die Offroad-Eignung selbst ein Bild machen – mehr also in Kürze bei uns!

NACHTRAG: Den ersten Test der neuen Husqvarna Norden 901 findet ihr mittlerweile bereits hier!

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