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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
peter.schoenlaub@motorrad-magazin.at
14.4.2023

Erwischt: Husqvarna Svartpilen/Vitpilen mit Zweizylinder!Mit mehr Power, mehr Hightech

Nachdem der KTM-Eigner, die Pierer Mobility Group, im Jahr 2013 Husqvarna von BMW übernahm, waren die Vitpilen und Svartpilen 401 sowie die Vitpilen und Svartpilen 701 die ersten unter der Pierer-Ägide entwickelten Modelle. Zwar bedienten sich jene Modelle aus dem Konzernbaukasten von KTM und nutzten die Einzylinder der 390 Duke und 690 Duke, jedoch in eigener Positionierung und mit eigenständigem Styling.

Das gleiche Rezept kommt mittlerweile auch bei der auf der KTM 890 Adventure basierenden Norden 901 zum Einsatz. Bei der Einführung dieser waren die Vitpilen und Svartpilen 701 jedoch längst Geschichte – die Produktion des Café Racers Vitpilen und ihres Scrambler-Gegenstücks wurde nach nur zweieinhalb Jahren wegen mangelnden Erfolgs eingestellt.

Ende diesen Jahres probieren die Austro-Schweden nun einen neuen Anlauf, um in der Naked-Bike-Mittelklasse Fuß zu fassen – mit Hilfe einer schon länger erwarteten neuen Vitpilen und ihrem Svartpilen-Gegenstück, angetrieben vom LC8c genannten KTM-Reihenzweizylinder. Dieser ist auch klar auf den von uns geschossenen Fotos eines Vorserienbikes zu erkennen.

Doch zum jetzigen Zeitpunkt gibt es widersprüchliche Informationen zur genauen Konfiguration: So bedeutet eine Variante die Übernahme des Twins, wie er in KTMs 790 Duke zum Einsatz kommt. Das hieße 95 PS aus 799 ccm Hubraum und die Möglichkeit den Motor für A2-Führerscheinnutzer auf 48 PS zu begrenzen.

Die zweite Variante halten wir jedoch für wahrscheinlicher: Da wird der Twin in der gleichen Konfiguration, wie er auch in der Norden 901 zum Einsatz kommt, verwendet. Das bedeutet 90 ccm mehr Hubraum als in der 790 Duke und mit knapp über 105 PS etwas weniger Spitzenleistung, dafür aber etwas mehr Drehmoment als bei der KTM 890 Duke. In letzterem Fall würden die neuen Modelle wohl Vitpilen 901 und Svartpilen 901 heißen.

Beiden Möglichkeiten gemein ist der Stahlrohrrahmen und den Großteil des Fahrwerks wie Hinterradschwinge, WP-Federung und -Dämpfung sowie die J.Juan-Bremsen aus der 890 Duke. Die einstellbare Federgabel wird anscheinend von der 890 Duke R übernommen.

Stilistisch jedoch haben KTM und Husqvarna in jedem Fall nur wenig gemeinsam, und auch im Vergleich zu den Vorgängerinnen scheint dem Design-Team um Gerald Kiska ein Schritt hin zu einem insgesamt gefälligeren Auftritt gelungen zu sein. So orientieren sich sowohl Vitpilen 801 bzw. 901 als auch ihr Svartpilen-Gegenstück an der bekannten Husqvarna-Designlinie, die ursprünglich an den einzylindrigen Vorgängerinnen eingeführt und mit der Norden 901 weiterentwickelt wurde. Zahlreiche Elemente, wie die bereits bekannten Front- und Hecklampen, das typische Tankdesign, Auspuffdesign und auch die Gestaltung des Aluguss-Heckrahmens kommen offenbar auch an diesen beiden Modellen zum Einsatz. Das zumindest legt der Blick auf die anscheinend nahezu serienreifen Vorserienmodelle auf unseren Bildern nahe.

Insgesamt wirken beide Bikes jedoch muskulöser und insgesamt gefälliger als frühere Modelle. Untereinander unterscheiden sich beide Modelle jedoch nicht mehr ganz so eindeutig wie bislang: So wird sich die Svartpilen zwar wie bisher auch künftig etwas von der Vitpilen absetzen, mit ihrem höheren Lenker und der etwas bequemer gepolsterten Sitzbank. Offenbar soll sie auch weiterhin mit ihrer grobstolligeren Pirelli MT60-Bereifung und angedeutetem Alu-Motorschutz etwas Offroad-Flair versprühen. Der Federweg der Vorderradgabel beispielsweise unterscheidet beide Modelle aber offenbar nur minimal. Die Vitpilen wird dennoch die etwas sportlichere Variante darstellen, ohne jedoch dem KTM-Gegenstück zu sehr im Weg zu stehen. Die Präsentation beider Modelle erwarten wir im Laufe des Herbsts 2023.

Husqvarna Viitpilen/Svartpilen mit Zweizylinder – in Kürze

• Serienreif
• Stylingelemente von 701 Vitpilen (Lichter, Tank, Auspuff, Heckrahmen)
• Svartpilen nur minimal angepasst (Unterfahrschutz statt Motorspoiler, grobstolligere Reifen, höherer Lenker, minimal mehr Federweg)
• Basis 790/890 Duke (Hauptrahmen, Schwinge, Fahrwerk, Basisbremsen, (Gabel 890 Duke R))
• Reifen Svartpilen: Pirelli MT60
• Reifen Vitpilen: Michelin Power 5

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