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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
peter.schoenlaub@motorrad-magazin.at
29.10.2025

Update 2026: Kawasaki Z900RSMehr Ausstattung, mehr Power

Kawasaki war wieder fleißig: Nach der neuen Z1100, der ebenfalls neuen KLE500 und der aufgewerteten Z650 S zeigen die Japaner nun eine in vielen Bereichen weiterentwickelte Z900RS. Gleich vorab: Ein Bereich, der nicht weiterentwickelt wurde, betrifft das Design. Man muss schon ein ausgewiesener Kenner sein, um das 2026er-Modell gegenüber einem 2025er zu erkennen. Winzig kleine Indizien: Der Sattel weist nun stärker ausgeprägt Wülste und eine gebogenere Form auf, während die Endschalldämpfer ein wirklich minimal anderes Aussehen erhielten. Leichter erkennt man’s an der schwarzen Variante: Hier sind nun einige Bereiche des Schalldämpfersystems mattschwarz ausgeführt.

Dass es im Design somit praktisch keine Änderungen gibt, wird viele Fans nicht stören: Die Linien sind halt nun einmal klassisch, und auch nach vielen Jahren am Markt ist die Z900RS ein ausnehmend hübsches Motorrad geblieben.

Und Veränderungen gibt es ja, nur nicht dort, wo man sie sieht. Wichtige Punkte: Die Z900RS wird nun mit Kurven-ABS, Schräglagen-Traktionskontrolle, Tempomat und sogar einem Quickshifter (up/down) ausgestattet. 

Obendrein wurde der 948-ccm-Motor überarbeitet, um am Ende etwas mehr Leistung zu bieten: 116 PS bei 9300 U/min statt bisher 111 PS bei 8500 U/min. Das Drehmoment blieb zwar bei 98 Nm konstant, liegt aber nun deutlich später an: bei 7700 U/min statt bislang schon bei 6500 U/min.

Was gar nicht nach so spektakulären Verschiebungen klingt, hat offenbar im Hintergrund doch viel Mühe gekostet, davon kündet eine ellenlange Liste an baulichen Maßnahmen im Motor: Die Verdichtung wurde erhöht, die Schwungmasse der Kurbelwelle reduziert, Nockenwellenprofile und Steuerzeiten wurden verändert, zwei Ansaugtrichter verlängert, die anderen beiden gekürzt, auch die Airbox wurde optimiert. Ein größerer Zahnkranz und enger gestufte Gänge sollen letztlich auch dazu beitragen, die Beschleunigung zu verbessern.

Es scheint, als würde Kawasaki seine Z900RS für den Showdown mit der neuen Honda CB1000F rüsten – ein spannendes Match steht uns da 2026 ins Haus. In einem Punkt hat die Kawasaki auf jeden Fall schon gewonnen: Mit ihren klassischen, analogen Rundinstrumenten sieht sie cooler und authentischer aus. Dafür gibt’s halt kein Connectivity, man kann nicht alles haben.

Wer trotzdem mehr will: Auch von der modellgepflegten Z900RS gibt es eine SE-Variante, die wie bisher ein Öhlins-Federbein (mit Handrad für die Verstellung der Vorspannung), eine gold eloxierte Gabel und eine hochklassigere Brembo-Bremsanlage am Vorderrad (mit M4.32-Zangen und Stahlflexleitungen) besitzt.

Die neue Kawasaki Z900RS – Basis und SE – soll ab Jahresbeginn bei den Händlern stehen und wird erstmals auch als 70-kW-Version angeboten, die man auf A2-Bedürfnisse drosseln kann. Die Farben der kommenden Saison: Das Basismodell ist in Candy Tone Red (= Aubergine mit Champagner) oder Ebony (= Schwarz) verfügbar. Die Z900RS SE kommt im Fireball-Design, das irreführend „Metallic Spark Black“ genannt wurde. In Wahrheit begrüßt uns hier eine großartige Melange aus Knallorange und Schwarz, ergänzt mit in Goldfarbe leuchtenden Rädern und Gabelrohren. Die Preise werden nachgereicht.

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