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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
peter.schoenlaub@motorrad-magazin.at
17.10.2025

Neu: Kawasaki Z650 SSugomi-Look und Ergonomie-Upgrade

Nach der neuen Z1100 beschert Kawasaki einem Dauerbrenner und Megaseller in seiner Z-Familie ein markantes Upgrade: der Z650, die zukünftig Z650 S heißen wird.

Eine der wichtigsten Änderungen sieht man ihr schon an der Nasenspitze an: Hier kommt nun die neue Verkleidung mit den schmäleren, dreiteiligen Scheinwerfern zum Einsatz, die wir schon in leicht abgewandelter Form von der Z900 und der Z500 kennen. Die Z650 S passt also nun wieder fugenlos in die aktuelle Z-Familie.

Passend zur neuen Scheinwerfermaske wurde auch die Tankverkleidung neu gestaltet. Waren die seitlichen Elemente bislang eher vertikal ausgerichtet, so umfassen sie nun den Tank und machen ihn damit einerseits breiter, strecken ihn aber auch. Auf diese Weise wirkt die Z650 S nun gleichzeitig sportlicher und mächtiger.

Außerdem hat Kawasaki nun einen Bereich verändert, den wir in der Vergangenheit bei Tests und Vergleichstests oft bekrittelt haben: die Ergonomie. War man bisher aus unserer Sicht zu extrem ins Motorrad integriert und musste mit einem zu schmalen Lenker hantieren, so wird die Z650 S nun speziell in diesen Bereichen deutlich erwachsener. So wurde der Fahrersitz breiter und um 15 Millimeter aufgepolstert. Gemeinsam mit einer neuen Fußrasterposition sollte sich damit der Kniewinkel deutlich entspannen. Übrigens: Wer aufgrund seiner Körpergröße der bisherigen niedrigen Sitzhöhe nachtrauert, der kann eine um 20 Millimeter niedrigere Ergo-Sitzbank aus dem Zubehör ordern.

Zum anderen erhielt die Z650 S einen „Fat Bar Lenker“, wie ihn Kawasaki nennt. Er ist um 40 Millimeter weiter vorne angesetzt, zehn Millimeter höher und um 30 Millimeter breiter. In Summe sollte sich damit eine natürlichere Sitzhaltung, vor allem aber ein besseres Raumgefühl ergeben, auch mit einem besseren „Hebel“ beim Lenken.

Die Beifahrerin/der Beifahrer profitieren ebenfalls vom Update: Ihr Sitzplatz wurde um 20 Millimeter breiter, die Polsterung legte um zehn Millimeter zu. 

In allen übrigen Bereichen übernimmt die Z650 S die solide technische Basis der bisherigen Z650, hält also weiter bei 68 PS. Dass das ABS nun von Conti zugeliefert wird, sollte man als Fahrerin oder Fahrer wohl nicht merken, optisch fällt allerdings der Umstieg von Wave-Bremsscheiben auf konventionelle Teller auf. Das 4,3-Zoll-TFT-Display mit App-Connectivity kennen wir schon von der Z650, eine Traktionskontrolle gab’s bislang ebenso. Auch die konventionelle Telegabel wird von der Z650 S übernommen. 

Eine neue Option findet sich im Zubehörprogramm: Bei der Z650 S kann man erstmals einen Quickshifter ordern, allerdings nur für kupplungsfreies Hochschalten der Gänge.

Die neue Kawasaki Z650 S startet mit einer Auswahl von drei Farben: Ebony/Metallic Carbon Grey, Candy Lime Green/Metallic Carbon Grey und Metallic Matte Graphenesteel Grey/Metallic Flat Spark Black. Ein spezielles Hoch an jenen Kreativen, der sich diese Namen ausgedacht hat.

Der Preis bleibt freundlich – und steigt gegenüber 2025 um lediglich 100 Euro: die neue Kawasaki Z 650 S bekommt man in Österreich ab 7899 Euro.

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