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Erwischt: KTM 490 DukeNeue Mittelklasse ab 2028
15 Jahre ist es inzwischen her, dass KTM mit 125 und 390 Duke der endgültige Durchbruch auf dem Massenmarkt gelang. Mit der kleinen Einzylinder-Plattform, die später um weitere Derivate ergänzt wurde, brachte KTM nicht nur auf dem wichtigen asiatischen Markt einen Fuß in die Tür, sondern wurde auch in Europa zum wichtigsten Player im Einsteigermarkt.
Doch zwischen der kleineren Straßenbaureihe und der nächstgrößeren Modellfamilie, heute die 790 Duke und 790 Adventure, klafft eine große Lücke. Eine Lücke, die zu füllen immer wichtiger wird – im Hinblick auf den europäischen Markt, wo Modelle zwischen 400 und 600 Kubikzentimetern Hubraum im Aufwind sind, während der Markt für Großmotorräder perspektivisch schrumpfen dürfte. Aber ebenso im Hinblick auf den asiatischen Markt, wo mit steigendem Wohlstand auch die Ansprüche wachsen.
Um diesem Bedarf gerecht zu werden, arbeiten die Mattighofener an einer Modellplattform, die genau auf die Lücke zwischen 390-Baureihe und 790-Linie zielt und eine ganze Modellfamilie bilden wird, bestehend aus mindestens drei Mitgliedern. Den Auftakt macht, nach KTM-Art, ein Naked-Bike, das um eine Reiseenduro ergänzt werden soll; auch ein erschwinglicher Sportler mit Vollverkleidung dürfte nicht lange auf sich warten lassen. Allen drei Derivaten gemein ist ein neu entwickelter Reihenzweizylinder mit 270 Grad Hubzapfenversatz, der knapp unter 500 Kubikzentimetern Hubraum aus zwei Zylindern bereitstellen soll. Für zwischen 55 bis 65 PS dürfte das üblicherweise reichen, eine A2-konforme Version ist zu erwarten.
Im Entwicklungsprozess am weitesten fortgeschritten ist das Naked Bike, das der Innviertler Nomenklatur nach den Namen 490 Duke tragen wird und auf unseren Bildern bei Testfahrten zu sehen ist. Erkennbar sind am Prototypen Teile des Hauptrahmens, der Parallelen zu jenem der großen Schwestern 790 und 990 Duke aufweist. Nicht unähnlich der 990 Duke, kommt auch bei der 490 Duke eine auf der rechten Seite bananenförmig gebogene Schwinge zum Einsatz, die sich über einen dem Endschalldämpfer vorgelagerten Sammler windet.
Das Fahrwerk mit WP-Feder- und -Dämpferteilen ist ebenso neu wie die Auspuffkonstruktion. Das Vorderrad wird mit Hilfe einer einzelnen Bremsscheibe verzögert, die Bremsen kommen vom hauseigenen Produzenten WP Braking Systems.
Der Endschalldämpfer ist dabei stilistisch eine Mischung aus 990 und neuer 790 Duke. Teile der Verkleidung fehlen dabei an dem von uns gezeigten Prototypen noch, und auch die vordere Lampenmaske entspricht, dem Entwicklungsstand geschuldet, noch jener der 390 Duke. Das finale Motorrad wird an diesen Stellen ein eigenständiges Design aufweisen. Der Heckrahmen besteht aus einer Stahlrohrkonstruktion, die Heckleuchten sind, aktueller Mode entsprechend, in die Blinker integriert.
Bleibt die Frage nach dem Verkaufsstart: Dem Vernehmen nach soll die Plattform erstmals Ende 2027 offiziell gezeigt werden. Dabei ist unklar, ob zunächst nur die 490 Duke präsentiert wird, oder ob Duke und 490 Adventure gleich bei Verkaufsstart eine Doppelspitze bilden. Spätestens zum Frühjahr 2028 dürfte die Antwort darauf beim Händler zu finden sein.
Motorradneuheiten 2027 – Übersicht
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