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Neu für 2027: KTM 690 RallyLeicht, schlank, stark
Jetzt ist die erste Neuheit von KTM für 2027 aus dem Sack: die 690 Rally. Wobei: Regelmäßige Leser unserer Website haben das neue Modell ja schon vorab gesehen: Vor über zwei Monaten konnten wir euch schon einen Schuss des serienfertigen Modells zeigen.
Wie damals schon geschrieben baut das neue Modell auf der 690 Enduro R auf und ergänzt das Paket um mehr Langstreckentauglichkeit. Hauptsächlich geht es dabei um zwei Punkte: besseren Windschutz dank des großen Rallye-Towers mit Scheibe und längere Reichweite dank größeren Tanks. Für mehr Spritreserven wurde der 13-Liter-Hecktank mit einen sieben Liter großen Tank an der Front ergänzt – so ergeben sich stattliche 20 Liter Benzinvolumen.
Besonders interessant ist natürlich der Blick aufs Gewicht, schließlich wird die 690 Rally wohl in großem Maß auch im Gelände eingesetzt werden, wo dieser Punkt noch kritischer ist als auf der Straße. 161,5 Kilo gibt KTM an, allerdings ohne Sprit. Rechnet man sich davon ausgehend das übliche „fahrfertige Eigengerwicht“ aus (90% Tankfüllung), dann kommt man auf 175 Kilo – keine übler Wert für ein 79 PS und 73 Newtoinmeter starkes Bike.
Und hierzu gleich noch ein wichtiger Punkt: Im Gegensatz zu Hardenduros oder Rallye-Replicas ist die 690 Rally – auch wenn ihr Name anderes suggerieren mag – keineswegs ein kapriziöses Wettbewerbsgerät, das alle paar Meter oder Betriebsstunden durchgecheckt werden muss. Ihr Serviceintervall liegt bei 15.000 Kilometer, und sie erhält wie alle straßentauglichen neuen Modelle von KTM eine 4-jährige Werksgarantie.
Gehen wir die restlichen technischen Daten durch, soweit bekannt. Die WP-Federungskomponenten bestehen aus einer 48er-USD-Gabel mit langen 265 Millimeter Federweg. SIe ist in Zug- und Druckstufe einstellbar. Das Federbein hinten wiederum ist voll verstellbar, die Druckstufe sogar in High- und Low-Speed.
Die Bremsen werden von Brembo zugeliefert, wir haben vorne eine 300er-Scheibe (mit 2-Kolben-Sattel) und eine 240er (mit 1-Kolben-Sattel) hinten. Das ABS lässt sich entweder nur vorne oder vollständig deaktivieren. Die Räder in den Dimensionen 21-/18-Zoll sind mit Mitas-E07-Reifen bestückt. Die Sitzhöhe wird je nach Quelle unterschiedlich mit 910 oder 935 Millimeter angegeben, die Bodenfreiheit mit 265 Millimeter.
Vor dem Fahrer befindet sich das von der 690 Enduro R bekannte kleine, aber moderne TFT-Display. Es kann via Connectivity auch simple Navigationshinweise darstellen, aber wer damit auf Abenteuer geht, wird wohlk eher die massiv wirkende Strebe im Rallye-Tower für die Montage eines Navigationssystems nützen.
Offen bleiben aktuell noch einige weitere praktische Informationen, beispielsweise ob eine USB-Steckdose verbaut wird oder an die Möglichkeit gedacht wurde, Gepäck zu montieren. Auch die Ausstattung des Bikes wurde noch nicht ordentlich aufgelistet. So wird es zwar einen Quickshifter+ geben, aber ob serienmäßig oder optional, das blieb offen. Detto Fahrmodi: Sie wurden erwähnt, aber nicht genauer spezifiziert.
Wir werden in all den Punkten in Kürze wohl mehr wissen, auch zu einem der wichtigsten: dem Preis. Das in Mattighofen gebaute Motorrad wird nämlich bereits im Oktober auf den Markt kommen. Noch vorher, Ende September, gehören wir zu den ersten, die eine Ausfahrt mit der KTM 690 Rally unternehmen dürfen. Es soll standesgemäß werden, also hart. Wir freuen uns drauf!
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