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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
28.6.2017

ERWISCHT! Panigale-Nachfolger mit V4Der neue Superbike-Champ?

Alle Fotos © bmh-images

Ducati ist momentan für allerlei heiße Schlagzeilen gut. Zum einen ranken sich viele Gerüchte um den Verkauf der Motorradmarke – so viele, dass wir mittlerweile davon überzeugt sind, dass der VW-Konzern seinen Zweirad-Ableger tatsächlich loswerden will. Nach Royal Enfield werden nun offenbar Übernahmegespräche mit Harley-Davidson geführt. Mal sehen, wie’s da weitergeht.

Deutlich konkreter werden aber die News rund um ein neues Superbike mit V4-Motor, von dessen Prototypen unser Erlkönigjäger nun schon recht aufschlussreiche Fotos geschossen hat. Dass ein Nachfolger der Ducati 1299 Panigale in den Startlöchern steht, ist ja seit einiger Zeit klar. Die Panigale wurde nicht mehr für Euro 4 typsiert und kann daher derzeit nur mehr über eine Ausnahmegenehmigung in kleiner Stückzahl verkauft und zugelassen werden. Wir rechnen daher damit, dass das Nachfolgemodell bereits heuer im November auf der Mailänder Eicma präsentiert werden und 2018 auf den Markt kommen wird.

Dass dieses straßenzugelassene Superbike mit einem V4-Motor kommen wird, ist ja schon länger ein Gerücht und seit der Präsentation des 2017er-MotoGP-Teams auch offiziell. Damals bestätigte Ducati-CEO Claudio Domenicali, dass man in Bologna an einem solchen Serienbike arbeite. Die Basis dafür dürfte tatsächlich der MotoGP-Motor sein: „Der Motor, den wir für die MotoGP entwickelt haben ist ganz außergewöhnlich: zuverlässig, sehr leicht, kompakt und mit einer Reihe an interessanten Technologien. Wir denken ernsthaft darüber nach, ihn für normale Kunden anzubieten, als Meisterwerk der Motorenbaukunst“, sagte Domenicali zu Jahresbeginn. Und weiter: „Der Motor muss natürlich so abgewandelt werden, dass er zu einem vernünftigen Preis angeboten werden kann – auch wenn es ein Premiumpreis sein wird. Es wird also nicht ein exotisches Bike wie die Desmosedici sein, sondern ein High-End-Sportsbike.“

Was kann man daraus ableiten? Der Nachfolger der Panigale dürfte also tatsächlich einen Liter Hubraum haben, über die traditionelle Desmodromic verfügen und natürlich über alle Arten moderner Assistenzsysteme, die man sich in diesem Segment erwartet. Optisch macht der Versuchsträger auf unseren Fotos allerdings keinen großen Sprung: Das Gesicht ist eine Weiterentwicklung der aktuellen Panigale, weiterhin bleibt das Bike sehr kompakt, sehr zierlich – und das trotz des konzeptgemäß breiteren V4-Motors. Vor allem das Heck – hier noch mit Mess-Elektronik ausgestattet – dürfte extrem schlank und kurz, der Auspuff als Underslung-Lösung wieder hinter der Verkleidung versteckt werden. Wenn wir raten dürfen: Wir rechnen damit, dass sich die neue Ducati sowohl in der Leistung als auch im Preis am oberen Ende des aktuellen Superbike-Segments einordnen, also wohl deutlich über 200 PS haben wird.

Während diese Angaben spekulativ sind, ist mittlerweile fix, dass Ducati in der Superbike-WM auch 2018 noch mit der 1199 Panigale R antreten wird – das bestätigte Ducati-Sportdirektor Paolo Ciabatti bereits gegenüber www.speedweek.com. Dass die Roten aber in weiterer Folge auch in der WSBK mit dem neuen V4-Superbike antreten werden, liegt wohl auf der Hand und tut auch Not: den letzten Titel in dieser Serie errang man im Jahr 2011. Und auch wenn Chaz Davies heuer schon tolle Fights und Erfolge gefeiert hat – gegen Kawasaki scheint mit der aktuellen Panigale doch kein Kräutlein gewachsen zu sein.

NACHTRAG DER REDAKTION: Mittlerweile sind die Motordaten offiziell und entsprechen unseren Erwartungen: Die wichtigsten Fakten zum neuen Desmosedici Stradale V4 lest ihr hier!

Motorrad Bildergalerie: Prototyp Ducati Superbike mit V4-Motor

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11.1.2019

Prototyp der neuen Triumph Rocket 3, stehend von links nach rechts mit den auffälligen Auspuffkrümmern und den neuen Sidepipes.
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Triumph Rocket kehrt zurück!Erwischt: Prototyp der Rakete!

Von ihrer Vorstellung im Jahr 2004 bis zu ihrem Verschwinden vom europäischen Markt im letzten Jahr, bedingt durch die fehlende Euro-4-Homologation, war sie das Motorrad mit dem größten Hubraum und dem mächtigsten Drehmoment am Markt: die Triumph Rocket 3, mit ihrem längs eingebauten, 2,3 Liter großen Dreizylinder. Und nun, mit Euro 5 kurz vor Inkrafttreten, steht Triumph kurz davor eine komplett neue Rocket 3 für das Modelljahr 2020 vorzustellen.

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Ducati:

5.11.2018

Ducati Diavel 1260
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Ducati Diavel 1260Noch mehr dampf

Als die Ducati Diavel vor acht Jahren präsentiert wurde, schien die Welt endgültig unterzugehen. Ausgerechnet Ducati baut einen ... ja was denn? Einen Cruiser, ein Dragbike? Mittlerweile sind die Italiener sogar noch weiter gegangen, haben mit der xDiavel einen echten Power-Cruiser lanciert und die Diavel ist zum gewohnten Bild im Line-Up der Bologneser Marke geworden. Die Welt hat sich doch weiter gedreht.

Für 2019 zeigt Ducati nun die zweite Generation der Diavel. Sie nähert sich wie zu erwarten technisch und stilistisch der moderneren xDiavel an und besitzt nun wie diese den vergrößerten Testastretta DVT mit 1262 Kubikzentimeter. Während er in der xDiavel 152 PS leistet, darf er in der Diavel nun sogar 159 PS freisetzen. Gemeinsam mit der schöneren Drehmomentkurve des größeren DVT-Motors darf man deutlich angenehmere und gleichzeitig knackigere Fahrleistungen als bisher erwarten.
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4.11.2018

Ducati Monster 821 Stealth
Ducati Monster 821 Stealth

Ducati Monster 821 StealthCooles Sondermodell

Vor der abgelaufenen Saison wurde die Monster 821 einem tiefgreifenden Facelift unterzogen, jetzt bringt Ducati eine Art Sondermodell des Mittelklasse Naked Bikes: die Ducati Monster 821 Stealth. Deren wichtigste Eigenschaft sieht man schon am Foto oben: Coolness. Sie wird durch die schwarze Lackierung mit den auffälligen Graphics in Grau und Rot gefördert. Diese Graphics beziehen sogar den Rahmen und die Felgen mit ein – wirklich gut gelungen.

Der Look allein wäre aber wohl zu wenig für eine eigene Modellversion. Daher bekommt die Monster 821 Stealth noch ein paar zusätzliche Ausstattungsumfänge mit auf den Weg: eine kleine Cockpitverkleidung, den Ducati Quickshifter up/down (beim normalen Modell ein Extra) sowie eine einstellbare Upside-down-Gabel von Kayaba (beim Basismodell ist die Gabel nicht einstellbar).

Keine Revolution, aber eine durchaus sinnvolle und verführerische Ergänzung des Programms, zumal genau in der Mitte des Angebots, wo die Trauben auch finanziell noch nicht in schwindligen Höhen hängen. Wie hoch genau? Das wird erst verraten.
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4.11.2018

Ducati Multistrada 950 S 2019
Ducati Multistrada 950 S 2019

Ducati Multistrada 950/950 SMehr Hightech für die mitte

Für das Modelljahr 2019 erhält die sympathische Einsteiger-Multistrada eine ganze Reihe von Updates. Wichtigster Punkt ist die Einführung einer IMU von Bosch – einer Sechs-Achsen-Mess-Sensorik, die eine Vielzahl von elektronischen Assistenzsystemen möglich macht. So zählt ab sofort ein Kurven-ABS zum Serienumfang. Ebenfalls zum Standardprogramm der Multistrada 950 gehören nun eine automatische Blinker-Abschaltung, eine Berganfahrhilfe, eine neue, leichtere Zweiarm-Aluschwinge sowie um insgesamt 500 Gramm leichtere Räder. Diese Neuerungen werden auch optisch unterstrichen: Die Multistrada 950 erhält mit dem neuen Modelljahr die eleganteren, schlankeren Seitenverkleidungen der großen Schwester Multistrada 1260.

Damit lässt es Ducati aber nicht bewenden, sondern stellt der weiterhin 113 PS starken Multistrada 950 erstmals eine S-Version zur Seite. Sie besitzt das gesamte Elektronik-Paket, das bislang der starken Multi vorbehalten war. Serienmäßig bei der Multistrada 950 S sind unter anderem:

– Voll-LED-Scheinwerfer mit integriertem Kurvenlicht
– das semiaktive, elektronische Skyhook-Fahrwerk
– der Ducati Quick Shifter (up/down)
– ein 5-Zoll-TFT-Bildschirm
– hinterleuchtete Lenkerschalter
– das schlüssellose Entriegelungs- und Startsystem

Der Quickshifter lässt sich gegen Aufpreis auch beim Basismodell bestellen, ebenso wie das Ducati Multimedia System. Die S-Version wiederum macht es möglich, dass man die serienmäßigen Alu-Gussfelgen (vorne 19, hinten 17 Zoll) gegen Speichenräder tauscht.

Die Ducati Multistrada 950 wird nur in Rot, die neue Multistrada 950 S in Rot oder Grau erhältlich sein. Die Preise sind derzeit noch offen.
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4.11.2018

Ducati Panigale V4 R
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Ducati Panigale V4 RDas Superbike für die Strasse

Die neue Ducati Panigale V4 R war als Homologationsmodell für die kommende Saison in der Superbike-Weltmeisterschaft schon angekündigt und absehbar – aber dennoch ist das nun vorgestellte Modell eine mehr als atemberaubende Premiere. Bereits eine einzige Zahl macht schon sprachlos: Die Panigale V4 R leistet 221 PS und ist damit die stärkste straßenzugelassene Ducati aller Zeiten. Mehr noch: Allein mit der Montage des Racing-Akrapovic steigt die Leistung weiter auf 234 PS!

Aber beginnen wir von vorne. Zunächst gilt die Aufmerksamkeit natürlich dem Motor, der aufgrund des Superbike-Reglements von 1103 auf 998 Kubikzentimeter schrumpfen musste. Das geschah, indem der Hub reduziert wurde – gut für die Kolbengeschwindigkeiten bei hohen Drehzahlen. Dazu wurden die Gewichte der bewegten Massen im Motor verschlankt: die Titan-Pleuel der V4 R wiegen pro Stück um rund 100 Gramm weniger als die Stahl-Pleuel der normalen V4 Panigale. Titan-Einlassventile gibt’s auch, dazu hat die Kurbelwelle sogar um 1,1 Kilo abgespeckt. In Summe wiegt die Panigale V4 R nun um zwei Kilo weniger als die V4 S – 193 Kilo fahrfertig!

Gemeinsam mit einer auf 14:1 erhöhten Verdichtung und einer verbesserten Effizienz im Einlassbereich (um vier auf 56 Millimeter gewachsene Drosselklappen) sowie einigen Veränderungen im Zylinderkopf kann die V4 R nun deutlich höher drehen – und dort die Leistung holen. Die Maximalleistung von 221 PS wird erst bei 15.250 U/min erreicht. Dort ist aber mitnichten Schluss: Der V4-Stradale-R-Motor dreht bis 16.000 Umdrehungen, im sechsten Gang sogar bis 16.500 Umdrehungen. Dass er beim Drehmoment gegenüber dem hubraumstärkeren Panigale-V4-Motor ein Nachsehen hat, ist klar: Statt 124 Nm bei 10.000 U/min leistet der R-Motor nur 112 Nm bei 11.500 U/min.
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Supersport:

24.11.2018

Norton Superlight
Norton Superlight

Norton Superlight158 Kilo trocken, 105 PS stark

Leider haben wir nur wenige und nicht besonders tolle Fotos, dafür ist das Bike umso interessanter: die neue Norton Superlight. Sie ist ein Ableger der neuen britischen 650er-Einsteigerlinie, die mit der Atlas Nomad und der Atlas Ranger zwei sehr volksnahe, preislich interessante Modelle bringt. Davon kann hier allerdings keine Rede sein. Wenn die Norton Superlight Anfang 2020 nach Deutschland und Österreich kommt (Marktstart in Großbritannien bereits im Juni 2019), dann wird sie in Deutschland zirka 24.000 Euro und in Österreich 27.000 Euro kosten.

Wenn Ihr den Schock verdaut habt, dann zahlt sich ein näherer Blick aus, der den Preis rechtfertigt. Denn was hier verbaut wurde, ist – abgesehen vom Motor – die allerfeinste Ware. Bleiben wir aber kurz noch beim Motor: Er entspricht in Grundzügen dem neuen flüssig gekühlten 650er-Reihenzweizylinder-DOHC, der auch in der Norton Atlas verwendet wird. Allerdings wurde die Leistung für den Supersportler von 84 auf 105 PS angehoben. Dabei bleibt’s aber nicht: Hier darf der Fahrer aus drei Fahrmodi wählen, Road, Sport und ProRace. Außerdem macht eine Sechs-Achsen-IMU die Applikation vieler Assistenzsysteme möglich: die Norton Superlight kommt serienmäßig mit Traktionskontrolle, Wheelie-Control und Launch-Control. Bedienbar sind diese Systeme über ein 7-Zoll-TFT-Display.
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