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Markus Reithofer
Autor: Markus Reithofer
12.1.2017

Triumph Street TripleBritisches Rasiermesser

Triumph hat sich Zeit gelassen. Auf den großen Motorrad-Messen letzten Herbst war jedenfalls offiziell noch keine Rede von einer neuen Street Triple. Um so heftiger wurde ihre internationale Präsentation jetzt auf der Dachterrasse im Londoner „The Slide“ gefeiert – und wir waren live dabei.

Dass die neue Street Triple ebenso scharf abbiegen wird, wie jeder der sich die höchste und längste Tunnelrutsche der Welt im „The Slide“ hinabstürzt, ergibt sich aus dem Trockengewicht von 166 Kilo und den 123 PS der luxuriösen RS-Version. Eine etwas agilere Fahrwerksgeometrie als bei den zahmeren S- und R-Modellen, das Öhlins-STX40-Federbein und Pirelli Diablo Supercorsa SP liefern zusammen mit der Brembo-M50-Radialblock-Bremsanlage das Handwerkszeug, um die Grenzen der Fahrphysik mit angemessenem Feingefühl auszuloten. Alle Modelle kommen mit der neuen Gearbox, die dank kürzerem ersten und zweitem Gang eine bessere Startbeschleunigung ermöglicht. Und ärgere Wheelies natürlich, so man die TC ausschaltet, was allerdings nur bei der R und der RS möglich ist.
Mehr Hubraum löst viele Probleme. Etwa das Erfüllen von Euro 4 mit weniger Geräuschemissionen und gleichzeitiger Anhebung der Leistung. Gut 16 Prozent mehr Spitzenleistung als ihre Vorgängerin liefert die RS, wobei durch den von 675 auf 765 Kubik angewachsenen Hubraum sowohl Leistung als auch Drehmoment über den kompletten Drehzahlverlauf deutlich angestiegen sind. Triumph hat dabei auf den Motor der Daytona 675 als Basis zurückgegriffen, ihn entsprechend aufgebohrt und zahlreiche Anpassungen durchgeführt. Dazu zählt auch eine um zwei Liter größere Airbox. Zusammen mit der neuen Auspuffanlage produziert die Triple jetzt einen zwar objektiv leiseren, aber hörbar fülligeren, kräftigeren Sound als das 2016er-Modell – ein durchaus typischer Effekt der meisten an Euro 4 angepassten Modelle quer durch den Markendschungel. Allein Airbox und Auspuff sparen 1,7 Kilo ein, insgesamt ist die neue Street Triple um zwei Kilo leichter als im Vorjahr.

Es wäre unpassend, die S- und R-Modelle als zahm zu bezeichnen. 113 beziehungsweise 118 PS sind allemal eine sportliche Ansage. Triumph will mit dieser Modellvielfalt natürlich ein möglichst breites Publikum ansprechen und erreicht mit unterschiedlichen Einsparungen bei den Federelementen, der vorderen Bremsanlage und den Reifen auch eine angepasste Preisgestaltung. Die S wird damit zum Einsteigermodell und soll in England zu einem Inklusivpreis von 8000 Pfund zu haben sein, wobei an den Preisen für Österreich noch gefeilt wird ...

Einsteigerfreundlich wird auch das extra homologierte A2-Modell. Triumph baut zu diesem Zweck extra eine Street Triple, die auch entdrosselt ausreichend schwach ist, um die Zulassungsbestimmungen zu erfüllen. Und auch an die Aufstiegsfreundlichkeit hat man gedacht: Eine um 32 Millimeter niedrigere Lowseat-Variante kommt ebenfalls auf den Markt. Damit wird die neue „Streety“ sogar für Fahrschulen zur interessanten Alternative.
Kein Neuauftritt ohne üppige Elektronik. Per Joystick am Lenkerende bedienbare Fahrprogramme ermöglichen ein breites Feld an Individualisierungsmaßnahmen, wobei ABS und TC in Abhängigkeit davon angepasst werden. Das ABS kann zusätzlich jederzeit auf Road, Track oder Aus gestellt werden. R und RS bieten auch hier mehr Möglichkeiten als das preisgünstigere S-Modell. In diesen Bereich gehört auch der nur an der RS serienmäßige Quickshifter, der für die S und R allerdings nachgerüstet werden kann.

Neu sind auch der 5-Zoll Farb-TFT mit verstellbarem Blickwinkel und die LED-Frontscheinwerfer. Die Instrumenteneinheit ist faktisch ein Smartphone-Display und kann damit schon rein technisch alles anzeigen, was man ihm liefert. Und das ist nicht zu wenig. Triumph bietet hier umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten, die kaum Wünsche offen lassen.

Trotz des deutlich höheren Hubraums
gibt den Verbrauch je nach Modell mit 4,7–4,8 l an/100 km an, was für ein Motorrad dieser Leistungsklasse äußerst niedrig wäre. Die ersten Fahrtests Mitte Februar werden zeigen, was die neue Street Triple mit echtem Asphalt unter den Pirellis macht ...
Motorrad Bildergalerie: Triumph Street Triple 800

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11.1.2019

Prototyp der neuen Triumph Rocket 3, stehend von links nach rechts mit den auffälligen Auspuffkrümmern und den neuen Sidepipes.
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Triumph Rocket kehrt zurück!Erwischt: Prototyp der Rakete!

Von ihrer Vorstellung im Jahr 2004 bis zu ihrem Verschwinden vom europäischen Markt im letzten Jahr, bedingt durch die fehlende Euro-4-Homologation, war sie das Motorrad mit dem größten Hubraum und dem mächtigsten Drehmoment am Markt: die Triumph Rocket 3, mit ihrem längs eingebauten, 2,3 Liter großen Dreizylinder. Und nun, mit Euro 5 kurz vor Inkrafttreten, steht Triumph kurz davor eine komplett neue Rocket 3 für das Modelljahr 2020 vorzustellen.

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Triumph:

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14.12.2018

Triumph Scrambler 1200 XC und XE in der Wüste.
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Triumph Scrambler 1200 TestEhrlich erdig

Am Sonntag, den 16. Dezember 2018, war es endlich soweit: Wir durften wohl eines der Highlights der kommenden Motorradsaison in Portugal testen, bei einer im Heritage/Retro-Segment ungewöhnlich ausführlichen Präsentation. Denn die Triumph Scrambler 1200 wurde nicht nur einen Tag lang auf der Straße, sondern auch abseits griffiger Asphaltbänder bewegt, weshalb von den Briten ein zweiter Fahrtag angesetzt wurde. Anscheinend wollte man tatsächlich beweisen, dass 200- bzw. 250-Millimeter-Federweg nicht nur am Papier und auf den Pressefotos eine gute Figur machen. 

Die Details zu den beiden Scrambler-Schwestern XC und XE erfuhren wir bereits bei einer internationalen „statischen“ Präsentation in London Ende Oktober. 90 PS und 110 Nm aus dem bekannten 1200er Parallel-Twin, der mittlerweile glückliche sieben Modelle befeuert, 200 bzw- 250 Millimeter Federweg, 840 bzw. 870 Millimeter Sitzhöhe, 5 bzw. 6 Fahrmodi, Fahrwerk von Öhlins und Showa, Bremsen von Brembo und auch sonst zwei fein bestückte Schönheiten. Die Erwartungen an die Neuzugänge im Modern Classics-Segment von Triumph waren entsprechend hoch und an das große Selbstvertrauen der Briten geknüpft, was die Versprechen zur Geländegängigkeit der Scrambler betrifft. Handelt es sich wirklich um ernste Enduros, oder ist alles nur englischer Eklektizismus?

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4.12.2018

Triumph Speed Twin schräg von vorne
Triumph Speed Twin schräg von vorne

Triumph Speed TwinClassic mit Punch

Triumph legt noch einmal nach und präsentiert einen Monat nach der Eicma 2018 noch ein weiteres Modell: die Speed Twin. Würde man es sich einfach machen, dann könnte man dieses Modell eine große Street Twin nennen – ein klassisches Naked Bike, nur diesmal mit dem großen 1200er-Motor. Damit würde man aber ziemlich falsch liegen, denn die Speed Twin besitzt eine sportliche Seele und will mehr rasanter Roadster sein als einfach nur ein Naked Bike.

Wichtigste Zutat: Der 1200er ist hier in der High-Power-Variante verbaut, die es bislang nur in der Thruxton gab. Das bedeutet: 97 PS und 112 Newtonmeter. Gegenüber der Thruxton wurde der Motor aber nochmals überarbeitet, besitzt eine leichtere Kurbelwelle und eine höhere Verdichtung. Zusammen mit gewichtsoptimierten Motordeckeln und Magnesium-Nockenwellendeckeln spart allein der Motor 2,5 Kilo an Gewicht. In Summe konnten die Triumph-Ingenieure sogar ganze zehn Kilo gegenüber der Thruxton einsparen!
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Naked Bike:

6.11.2018

Honda CB650R 2019
Honda CB650R 2019

Honda CB650R 2019Frischer Kaffee

Nach der Rundererneuerung der CB1000R für 2018 widmeten sich die Honda-Ingenieure jetzt dem liebevollen Update ihres 650er-Naked-Bikes. Ab 2019 ersetzt die neue CB650R ihre Vorgängerin CB650F und wird nun ebenfalls Teil der „Neo Sports Café“ Designlinie. Man kann sie auf den ersten Blick nur schwer von ihren Schwestern mit 1000, 300 oder 125 Kubik unterscheiden. Der Vierzylinder-Klassiker der Japaner wurde natürlich auch technisch überarbeitet und aufgerüstet: beispielsweise mit erhöhter Kompression, optimierter Kolbenform, adaptierten Ventilsteuerzeiten, größeren Ansaugkanälen usw. Interne Kanäle für die Kühlflüssigkeit zwischen Zylinder und Zylinderkopf machen von außen sichtbare, hässliche Gummischläuche am Motorgehäuse obsolet. Optisch ansprechend ist auch die von der CB1000R bekannte LED-Lichtanlage und das LCD-Display mit Ganganzeige im Cockpit.

Der bewährte 649-Kubik-DOHC-Reihenmotor mit 95 PS und 64 Newtonmetern dreht nun maximal 12.000 Touren  (1000 U/min mehr) und verfügt über 5 Prozent mehr Spitzenleistung. Außerdem soll die Drehmomententfaltung von Standgas bis zum Begrenzer nun deutlich potenter und gleichmäßiger vonstattengehen. Auf Wunsch ist übrigens auch ein A2-Drosselkit auf 35 kW erhältlich. 

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6.11.2018

Das sportliche Naked Bike für A2-Fahrer.
Das sportliche Naked Bike für A2-Fahrer.

Honda CB500F 2019Halbnackt

Hondas Streetfighter der Halbliterklasse - nicht nur für BesitzerInnen des A2-Führerscheins eine sehr gute Wahl - wurde für 2019 nachgeschärft und optisch wie technisch aufgewertet. Der 471 Kubik große Zweizylinder-Motor soll eine verbesserte Kraftentfaltung im unteren und mittleren Bereich sowie mehr Drehmoment liefern. Das Einsteiger-Naked Bike verfügt jetzt über eine Anti-Hopping-Kupplung, die die Schaltarbeit erleichtert und die sportliche Fahrbarkeit verbessert. Ein konifizierter Lenker und neue LCD-Instrumente werten das Cockpit auf, moderne LED-Blinker runden die Modell-Überarbeitung ab. Zwei separate Auslasskrümmer am Auspuff sollen eine bessere Motorakustik erzeugen. Die Leistung von 48 PS (35 kW) wird bei 8.600 Umdrehungen pro Minute erreicht, das maximale Drehmoment von 43 Nm liegt bei 6.500 Umdrehungen pro Minute an. Mit einem 17,1 Liter fassenden Kraftstofftank und einem sparsamen Verbrauch sollen Reichweiten von bis zu 480 Kilometer möglich sein.

Details Honda CB500F 2019:
- Aggressiveres Design
- Moderner Fatbar-Lenker
- LCD-Cockpitanzeige, neu mit Ganganzeige und Schaltindikator
- LED-Blinker
- Zweizylinder-Motor mit konstruktiven Ähnlichkeiten zur CBR1000RR Fireblade
- Einlass und -Auslass sowie Ventilsteuerzeiten modifiziert; Kraftentfaltung und Drehmoment im unteren und mittleren Drehzahlen um vier Prozent verbessert
- Sportlicher Sound dank neuem Zweirohr-Auspuffkrümmer
- Anti-Hopping-Kupplung für leichtere Gangwechsel
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6.11.2018

Kawasaki Z400 2019
Kawasaki Z400 2019

Kawasaki Z400Little Supernaked

Kawasaki war heuer fleißig und hat in praktisch alles Segmenten News parat – auch in der boomenden Klasse der Naked Bike Einsteiger. Hier hatte man ja zuletzt nach dem Wegfall der Z300 ein kleines Vakuum, das nun mit einem Modell gefüllt wird, das durchaus das Zeug zum neuen Klassenprimus hat. Die wichtigsten Gegner: KTM 390 Duke, Husqvarna 401 Vitpilen, Honda CB300R und natürlich die BMW G 310 R.

Wie die meisten dieser Konkurrenten setzt auch die neue Kawa auf einen sehr erwachsenen Look. Wer sich nicht genau auskennt oder nur schnell hinsieht, wird kaum damit rechnen, dass dieses Bike „nur“ 399 Kubikzentimeter Hubraum hat. Diesen Motor kennen wir natürlich bereits: Er versieht auch in der Ninja 400 seinen Dienst. Wie dort leistet er in der Z400 33,3 kW/45 PS (plus 6 PS gegenüber der Z300) und ein maximales Drehmoment von 38 Newtonmeter. Damit ist die Z400 nicht nur uneingeschränkt tauglich für A2-Führerscheinbesitzer, sondern übertrumpft in der Leistung auch sämtliche der genannten Konkurrenten.
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6.11.2018

BMW R 1250 RS
BMW R 1250 RS

BMW R 1250 R/R 1250 RSMehr power, mehr design

Der neue Boxermotor mit ShiftCam-Technologie und deutlich mehr Leistung bleibt 2019 keineswegs dem Bestseller der Baureihe vorbehalten (einen ersten Fahrbericht der R 1250 GS findet ihr hier). Auch die anderem Modelle der LC-Boxer-Baureihe dürfen gleich nachziehen und kommen so in den Genuss von mehr Hubraum (1254 statt bisher 1170 Kibikzentimeter) und mehr Power: 100 kW/136 PS und 143 Newtonmeter sind die neuen Gardemaße der Boxer-Equipe.

Wie bei den beiden GS-Modellen nahmen die BMW-Entwickler diesen Schritt zum Anlass, um auch in anderen Bereichen ein wenig nachzulegen. So kommen die beiden eng verwandten Straßensportler R 1250 R und die R 1250 RS in den Genuss weiterer Updates. Die wichtigsten News hier knapp zusammengefasst:

– Das 6,5-Zoll-TFT-Diplay mitsamt allen Connectivity-Funktionen ist nun bei beiden Modellen serienmäßig
– Hill Start Control ist nun ebenfalls im Standard-Umfang enthalten
– Die R 1250 RS erhält serienmäßig LED-Scheinwerfer (LED-Tagfahrlicht bei beiden Modellen optional)
– Bei beiden Modellen werden nun neu gestaltete Bugspoiler angebaut
– Die R 1250 R bekommt eine neue Cockpit-Abdeckung, die R 1250 RS einen neuen Verkleidungs-Oberteil
– Zu den neuen Optionen zählt u.a. das Dynamic ESA „Next Generation“ mit vollautomatischem Beladungsausgleich

Darüber hinaus stehen noch reihenweise neue Accessoires und Zubehörteile zur Verfügung. Beispielsweise ist nun erstmals für den Roadster ein Sportlenker verfügbar, dazu kommen edle Frästeilpakete in zwei Ausführungen (Option 719 und HP). Weiters sind im Programm „BMW Spezial“ weitere Komponenten mit dem Kürzel „Option 719“ verfügbar, etwa Alu-Gussräder Classic/Sport. Nicht zuletzt sind beide Varianten auch in der Speziallackierung Option 719 zu bekommen (Fotos ganz unten).
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