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Clemens Kopecky
Autor: Clemens Kopecky
9.3.2016

HONDA AFRICA TWINRUF DER WÜSTE

Mehr als ein Jahrzehnt mussten sich Honda-Fans nach Ende der Africa-Twin-Ära 2003 gedulden. Jetzt ist die modernisierte Neuauflage des Reiseenduro-Klassikers endlich erhältlich. Tatsächlich stärkt die CRF1000L den Glauben, dass am Ende wirklich alles gut wird was lange währt: mehr denn je versprüht die Africa-Twin das Image eines waschechten Dakar-Motorrades – sie riecht förmlich nach Rallye-Schweiß, Abenteuer und heißem Sahara-Wüstensand. Alles ähnlich wie beim Ur-Modell, nur der einstige Vau-Twin wurde von den Konstrukteuren durch einen kostengünstigen, potenteren Reihen-Motor ersetzt.
Das frisch konzipierte 998-Kubik-Herz mit 95 PS und 98 Newtonmetern pocht wegen des Hubzapfenversatzes an der Kurbelwelle im markanten Rhythmus des robusten Original-Zweizylinders. Mit sanfter Gasannahme und tadelloser Dosierbarkeit beweist die traktionsstarke Africa Twin besonders abseits des Asphalts nie dagewesene Qualitäten. Der allürenfreie Motor entfaltet seine Kraft nicht explosiv, sondern stetig und gleichmäßig – egal in welchem Gang und bei welcher Drehzahl. Trotz 232 Kilo Gewicht inklusive ABS, Traktionskontrolle und vollem 19-Liter-Tank überrascht die Japanerin zum Kaufpreis von 14.890 Euro sogar im Gelände mit beeindruckender Wendigkeit. Das soft abgestimmte Showa-Fahrwerk mit rund 225 Millimetern Federweg garantiert maximalen Fahrkomfort auf Langstrecken und gleitet selbst über grobes Straßen-Flickwerk souverän hinweg. Der entspannte, zuverlässige Charakter der Honda ist exakt das, was Weltenbummler, Offroad-Abenteurer und Weitreisende bei wechselnden Umwelteinflüssen zu schätzen wissen. 

 

Wie von einer waschechten Reiseenduro erwartet, lässt sich dank effizientem Windschutz, kommodem Kniewinkel, aufrechter Rückenhaltung, ergonomischer Lenkerposition und üppiger Sitzbank-Polsterung schmerzlos Kilometer fressen. Eine Extraportion Bequemlichkeit offeriert außerdem das um 1300 Euro optional erhältliche Doppelkupplungsgetriebe mit vier Einstellmöglichkeiten und speziellem Offroad-Schalter, das die Gänge ohne Zugkraftunterbrechung blitzschnell und geschmeidig wechselt. Zeitgemäßer Luxus: selbst eingefleischte Fans werden der alten Africa Twin kaum eine Träne nachweinen.

Mehr zur neuen Honda Africa Twin ist in der Motorradmagazin-Printausgabe 1/2016 zu lesen!
HONDA AFRICA TWIN

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