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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
9.3.2016

Harley im Oman1001 PRACHT

Motorrad Bildergalerie: Harley im Oman

Touren kann man überall, nicht nur in den Weiten der amerikanischen Kornfelder. Deswegen fand die Präsentation der neuen Touring-Palette diesmal in Dubai statt – mit Overnight-Stopp im Oman. Das Motorradmagazin war als einziges österreichisches Medium mit dabei und so können wir ein paar ­Impressionen über das Fahren im Märchenland von Tausendundeiner Nacht wiedergeben.

Grundsätzlich: Es ist nicht alles Wüste. Wer von Dubai Richtung Norden fährt, sieht nach einer guten Stunde erstaunlich hohe Berge aus der Ebene wachsen. Eine absolute Pflichtroute führt auf den Jebel Jais, eine neu gebaute Passstraße, die eigentlich eine vierspurige Rennstrecke in der Vertikalen ist (siehe Foto Seite 48). Bei unserem Besuch waren die letzten Kehren allerdings noch nicht fertig, wir konnten nur auf der Seite der Emirate fast bis zur Passhöhe donnern. Angeblich soll die Pano­ramastrecke im Sommer fertiggestellt sein, dann kann man hier in den Nordteil des Oman fahren.
Wir mussten hingegen umkehren und an der Küste entlang bis zur Grenze cruisen. Kein Augenschmaus, dafür sieht man die Mutter aller Zementwerke. Der Grenzübertritt selbst ist ein bissl ein Gschiss, mit allen Papieren (Pass, Fahrzeugschein, Versicherungsbestätigung und ausgefülltem Antrag) muss man eine Stunde einrechnen. Der Lohn ist eine fantas­tische Küstenstraße in den Oman, der deutlich ­aufgeräumter ist als die Emirate.

Leider blieb hier nicht viel Zeit, dafür legten wir auf dem Rückweg noch eine Schleife in den Bergen der Emirate ein: Vierspurige Highways führen hier durchs pittoreske Nichts, man beginnt ein Auge für die Schattierungen des Gesteins zu entwickeln.

Eine kleine Überraschung gab’s dann beim Übergang von den Bergen in die Ebene: Regenguss mit Hagel-Einlage. Einerseits toll, wenn man bei ­diesem alle neun Jahre auftretenden Phänomen dabei ist, andererseits fühlt man sich auch ein ­wenig verarscht, besonders als Motorradfahrer.

Aber wer hatte schon Gelegenheit, im Regen durch die Dünen zu fahren? Bizarre Stimmung, intensive Farben, unwirkliche Atmosphäre. Die edle Asphaltstraße mitten durch die sandigen Weiten von Norden kommend nach Nazwa und dann weiter durch Margham muss man unbedingt fahren, egal, ob im Regen oder bei Sonnenschein.
Noch ein paar allgemeine Worte: Eine Harley ist nicht die schlechteste Wahl für arabische Aben­teuer. Speeding wird hier nicht gern gesehen und die Limits sind ziemlich tief angesetzt. Auf den ­kleineren Straßen sind es meist 60 bis 80 Stundenkilometer, am Highway 120. Außerdem wurden die Strecken gespickt mit Schwellern, die man teil­weise sehr spät erkennt – da lernt man das komfortable Luftfahrwerk eines Harley-Tourers zu schätzen. Aufpassen muss man sowieso immer: Egal, ob Pakistani im alten Bus oder ein schneller Scheich im 600-PS-Landcruiser, die Augen offen zu halten ist keine schlechte Idee.
Was man vergessen sollte, ist die Fahrerei im Umfeld der größeren Städte, weil nicht besonders attraktiv. Man begegnet viel Schwerverkehr aufgrund der hohen Bautätigkeit (das liebste Hobby des Emiratenbewohners), dazu ist das Straßenbild im Großen und Ganzen wenig erfrischend: Viel Müll, mittelalterliche Trödelläden und wenig einladende Hühnerbratereien eignen sich kaum als Fotomotive. In den Bergen oder durch die Wüste sieht die Sache schon anders aus, wie oben beschrieben.
Der Sprit kostet übrigens freundliche 32 Cent pro Liter, die Tankstellendichte macht keine Probleme. Freundlich sind auch die Menschen, wobei man meist Kontakt mit Indern oder Pakistanis hat, die hier als Servicepersonal arbeiten, egal, ob in der Gastronomie/Hotellerie oder an der Tanke. 
Zur Reisezeit: Wir empfehlen die Wintermonate bis spätestens März. Mitte Februar gab’s bei uns schon 26 Grad in Dubai. Im Sommer brennen bis 50 Grad in die Wüste, das will man ja auch nicht.

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Harley-Davidson:

22.11.2018

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Harley-Davidson Zubehör 2019880 Seiten Originalteile

Was ist 1,5 Kilo schwer und 880 Seiten fett? Der neue Zubehörkatalog von Harley-Davidson natürlich, voll mit Originalteilen für sämtliche Baureihen und sogar schon der neuen FXDR 114! Damit jeder gleich die passenden Teile findet, ist das Nachschlagewerk übersichtlich nach Baureihen strukturiert. Weitere Kapitel beschäftigen sich mit Themen wie Reisen, Motortuning, Infotainment, Beleuchtung, Rädern, Custom-Lack, Pflege und Wartung sowie etlichem mehr. Besitzer älterer Modelle werden ebenso fündig wie Eigner brandneuer Typen.

Für das Dragbike FXDR 114 bietet die Motor Company bereits jetzt unter anderem einen Titan-Endschalldämpfer mit Endkappe und Hitzeschild aus Karbon an, der Leistungsentfaltung, Gewicht und Sound zugutekommt. Neu sind die Kollektionen Kahuna und Dominion, die neben Motorgehäusedeckeln auch Fußrasten, Trittbretter, Schalt- und Bremspedale umfassen. Bei der Kahuna Collection sind diese Teile schwarz glänzend beschichtet oder verchromt und mit einem dezenten roten Bar and Shield Logo geschmückt.

Bei der Dominion Collection sind sie entweder schwarz glänzend eloxiert oder bronzefarben pulverbeschichtet und werden zudem ihrerseits mit Metallakzenten verziert, die in identischen oder kontrastierenden Oberflächenbeschichtungen gehalten sind. Katalog und Teile gibt's beim autorisierten Harley-Davidson-Händler.

Appetitanreger findet man unter accessories.harley-davidson.eu.
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8.9.2018

Harley-Davidson FXDRS 114
Harley-Davidson FXDRS 114

Harley-Davidson FXDR 114 im Testmit Volldampf voraus

Die technischen Details zu der für 2019 brandneuen Harley-Davidson FXDR 114 haben wir bereits hier protokolliert, jetzt hatten wir die Möglichkeit rund um Thessaloniki in Griechenland das ab sofort sportlichste, modernste und mit 29.495 Euro auch teuerste Modell der nun zehn Modelle umfassenden Softail-Baureihe zu testen. Die 300 Kilometer Tour macht auf Anhieb eines klar: der inoffizielle V-Rod-Muscle-Nachfolger mit dem noch inoffizielleren, Harley-internen Beinamen „Destroyer“ ist nichts für sanfte Gemüter. Denn die Sitzposition im Sattel der FXDR erfordert eine ordentliche Portion Hartgesottenheit vom Piloten. Mit weit vorne montierten Fußrastern und Lenkerstummeln fixiert sie den Körper in einer Position, die sich während ausgedehnter Touren durchaus als anspruchsvoll herausstellen kann.
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Touring:

7.3.2018

BMW R 1250 RT
BMW R 1250 RT

BMW R 1200 RT UpdateErwischt!

Unsere Erlkönig- und Prototypenjäger waren wieder einmal fleißig und erfolgreich. Diesmal ist ihnen ein Update der R 1200 RT vor die Linse gefahren. Um die wichtigen Unterschiede zu identifizieren, muss man allerdings zweimal hinsehen. Dann erkennt man zunächst die leicht veränderte Front, an der die schmaler geschnittenen Scheinwerfer dominieren. (Von fehlenden Abdeckungen etwa am Windschild darf man sich hingegen nicht irritieren lassen.) Das allein ist freilich noch keine Revolution. Eine solche könnte allerdings im Motor stecken. Experten werden sofort den neuen Zylinderkopfdeckel ausmachen, hinter dem sich die von vielen erwartete Evolutionsstufe des Wasserboxers verstecken könnte. 

Gerüchte sprechen ja schon länger davon, dass BMW den Boxer mit einer variablen Ventilsteuerung (VVT) ergänzen könnte. Eine solche Steuerung ist ja prinzipiell nichts Neues, die Bayern verwenden das System seit langen Jahren bereits im Automobilbereich und auch in der Motorradwelt kennen wir es schon: unter anderem von Kawasaki oder Ducati, wo es als DVT Dienst in der großen Multistrada oder der XDiavel versieht.
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24.1.2018

Honda Gold Wing 2018
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HONDA GOLD WING 2018 TESTDampf statt Dampfer

Die Honda-Entwickler waren in der Vergangenheit nicht zu beneiden. Da bauten sie das komfortabelste Reisemotorrad aller Zeiten und gewannen damit zwar viele Anhänger – ernteten aber auch Schmähungen. Die Wing sei gar kein Motorrad, da könne man ja gleich Auto fahren – wer hat solche Vorbehalte nicht schon gehört? Meistens übrigens von Bikern, die noch nie auf einer Gold Wing gesessen sind.

Wie auch immer: Damit soll ab sofort Schluss sein. Die neue Gold Wing ist deutlich graziler, weitaus dynamischer und hübscher als jemals zuvor. Mit ihren neuen Proportionen und dem analog dazu um bis zu 48 Kilo gesunkenem Gewicht wirkt sie nun sogar zierlicher als eine BMW K 1600 GT/GTL oder Harleys E-Glide.

Diese neue Positionierung hat auch einen kleinen Haken, um ihn gleich zu Beginn abzuhandeln: Der Stauraum ist von 150 auf 110 Liter gesunken, vor allem das Topcase geriet deutlich kleiner. Um hier zwei Integralhelme zu verstauen, dürfen diese nicht zu groß und die Geduld beim Schlichten muss ausdauernd sein.

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25.10.2017

Honda Gold Wing 2018
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Honda Gold Wing 2018Die macht sei mit dir!

Die Fotos wurde ja durch ein Honda-Versehen geleakt und sind daher schon länger im Netz unterwegs gewesen. Nun haben wir aber nach der offiziellen Präsentation auf der Tokio Motor Show auch verlässliche Infos und technische Daten, um die neue Generation der Reise-Ikone einordnen zu können.

Alsdann: Was die Fotos schon nahegelegt haben, bestätigen die Werte. Die neue Gold Wing 2018 ist deutlich schlanker, kompakter und je nach Version bis zu 48 Kilo leichter geworden. Auch das Gepäckvolumen hat sich verringert, wobei inklusive Topcase immer noch 110 Liter zur Verfügung stehen. Das sind bad news für alle, die dem Mega-Chromdampfer der letzten beiden Generationen nachtrauern, aber wohl sehr gute Nachrichten für jene, die sich etwas mehr Fahrdynamik und Leichtfüßigkeit gewünscht haben.

Wie schaut’s im Detail aus? Beginnen wir beim Motor. Der Sechszylinder-Boxer wurde massiv überarbeitet, bekam Vierventiltechnik, Ride-by-wire, vier Fahrmodi und ein Start-Stopp-System verpasst. Die Leistung steht nun bei 93 kW/126 PS @ 5500 U/min, das bärenhafte maximale Drehmoment von 170 Nm ist bei 4500 U/min abrufbar. Eine Traktionskontrolle und eine Berganfahrhilfe sind nun ebenfalls Standard, eine Rückfahrhilfe gab’s ja bisher schon.
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1.10.2017

Harley Heritage Classic 2018 erster Test
Harley Heritage Classic 2018 erster Test

Harley Heritage Classic Erster testDUNKLE ZEITEN, Helle Freude

Wie Elvis in den späten Jahren: So beschreibt Harley selbst die zuletzt angebotene Heritage Classic. Was das bedeutet? Zu viel Glitter und leichtes Übergewicht. Das Ziel war also klar: Das neue Modell sollte eher an den jungen Elvis erinnern. Schwarze Lederjacke statt weißem Catsuit, ehrlicher Rock ’n’ Roll, rebellische Töne, bewegliche Knie. Ist die Übung gelungen?

Allein optisch unterscheiden die Jahrgänge Welten. Die bislang als Chromdampfer bekannte Heritage Classic wurde fast gänzlich vom Glanz befreit und tritt dunkler, zurückhaltender auf. Viele Bereiche, die zuvor strahlen durften, sind jetzt tiefschwarz lackiert: der Lenker, Hebeleien, die Tankkonsole mit dem großen Rundinstrument. Parallel dazu gibt es viele Farbvarianten, die diesen puristischeren Auftritt unterstreichen: zurückhaltende, matte Lackierungen. So erinnert die Heritage Classic eher an Harleys Militärmaschinen aus dem Zweiten Weltkrieg, die legendären WLA-Modelle.

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