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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
peter.schoenlaub@motorrad-magazin.at
19.7.2019

Ducati Streetfighter V4Erwischt: Prototyp der Italo-Rakete

Spätestens seit dem Produktionsende der Streetfighter 848 im Jahr 2015 fiebern Ducati-Fans auf eine Neuauflage eines unverkleideten Superbikes aus Borgo Panigale hin.

Im Herbst 2019 wollen die Italiener, nach jahrelangen Dementis, nun endlich einen neuen Anlauf im Segment der Hochleistungs-Naked-Bikes wagen und dem Superbike Panigale V4 eine unverkleidete Variante zur Seite stellen. Konnte man beim renntauglichen „Streetfighter V4 Prototyp“, eingesetzt beim Pikes Peak International Hill Climb im Juni, bereits ungefähr erahnen was Ducati im Schilde führt, so zeigt das nun von uns erwischte getarnte Vorserienbike endgültig welchen Weg man bei der Serienversion einschlagen will.

Ähnlich wie ihre renntaugliche Schwester nutzt die neue Serienversion der Streetfighter V4 den Haupt- und den Heckrahmen der Panigale V4, die bekannte Einarmschwinge sowie den 1103 ccm großen 90°-V4, dem lediglich ein neues Motorenmapping mit sanfterer Gasannahme zuteilwerden wird. Darüber, wie viel Leistung der Fahrer Verfügung gestellt bekommen wird, kann derzeit nur spekuliert werden.

Da Ducati-CEO Claudio Domenicali vor nicht allzu langer Zeit jedoch das Credo ausgab, dass jede Ducati immer das extremste Motorrad in ihrem jeweiligen Segment darstellen müsste, ist jedoch anzunehmen, dass Ducati-Kunden mit mehr als den 175 PS der Aprilia Tuono V4 oder den ca. 180 PS der dann ebenfalls komplett neuen KTM 1290 Super Duke R rechnen können. Diese werden vom gesamten derzeit gängigen Arsenal an elektronischen Fahrhilfen, wie unter anderem Traktions-, Wheelie- und Slide-Control, sowie Kurven-ABS im Zaum gehalten.

Bremsen und Federelemente werden sich, ähnlich wie im restlichen Modellprogramm der Bologneser, je nach Austattungsvariante unterscheiden: Die Basis-Version wird von außen in erster Linie an ihrer Showa-Federgabel zu erkennen sein, die höherpreisige S-Version wird sich vor allem durch die Öhlins-Federgabel und diverse hochwertiger ausgearbeitete Details abheben.

Beiden Versionen gemein sein wird ein aggressiv designtes Gesicht aus Voll-LED-Scheinwerfern, das die Urversion der Streetfighter 1098 aus dem Jahr 2008 zitiert, sowie eine komplett neu gestaltete  Verkleidung, die sich durch einen cleanen Look und fehlenden Aerodynamikelementen merklich vom Rennprototypen unterscheiden wird.

Wie üblich bei Ducati wird auch die Streetfighter V4 als Weltpremiere im November 2019 auf der EICMA in Mailand erstmals zu sehen sein. Eine nochmals verschärfte Version nach Vorbild der Monster 1200 R ist später denkbar. Auf halbem Weg zwischen eben dieser und der günstigsten Panigale V4 wird sich der Einstiegspreis bewegen, womit potenzielle Kunden mindestens ca. 20.000 Euro in Deutschland und ca. 24.500 Euro in Österreich werden investieren müssen. Bis zum Verkaufsstart im Frühjahr 2020 bleibt dafür jedoch noch etwas Zeit.

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Streetfighter:

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