Leeren ›

Österreichs Plattform
Symbol, das darstellt, dass dieses Magazin 24h am Tag und 7 Tage die Woche verfügbar ist
für schräges Leben

Leseprobe gefällig?

Bitte, gerne! Einfach auf das Vorschaubild klicken und schon startet der Download.

menu
Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
4.11.2019

Honda SH125i/SH150iBestseller in neuer Bestform

Der Honda SH125i ist eine Erfolgsgeschichte: Als Viertakter ist er seit 2001 am Markt und seitdem stets in den europäischen Bestsellerlisten zu finden – meist sogar an der Spitze, so wie im Jahr 2018: Da war er mit knapp 19.000 Exemplaren wieder einmal Europas meistverkaufter Scooter. Und dazu kommen noch 11.500 Stück vom fast baugleichen Honda SH150i ...

Kein Wunder also, dass Honda seinen Stückzahlen-Champion laufend und konsequent weiterentwickelt. 2013 etwa wurde die Start-Stopp-Technologie eingeführt, 2017 ein LED-Scheinwerfer und der Smart Key. Für 2020 kommt es nun zu einer ganz grundlegenden Überarbeitung: Der Motor und der Rahmen sind völlig neu, zudem gibt’s deutlich mehr Stauraum, mehr Fahrkomfort und erstmals auch eine serienmäßige Traktionskontrolle sowie eine Smart Box, also ein Topcase, das ebenfalls vom Smart Key ent- und verriegelt wird.

Beginnen wir aber bei der Hardware in Form des neuen Rahmens. Der Stahlrohr-Unterzugrahmen zielt vor allem darauf ab, dem Tank eine neue Position zu ermöglichen. Er rutscht von seiner bisherigen Lage unter dem Sitz nun unter das weiterhin flache Trittbrett. Dafür schrumpft zwar das Volumen von 7,5 auf 7 Liter, was aber angesichts einer weiter verbesserten Kraftstoff-Effizienz zu verschmerzen sein sollte. Der Effekt der neuen Einbaulage liegt auf der Hand: Unter dem Sitz wird Platz für deutlich mehr Stauraum. Das Volumen dort steigt von 18 auf 28 Liter, also um mehr als die Hälfte! Damit wird eines der üblichen Mankos von Großradrollern deutlich entschärft. Nun kann man problemlos auch einen Vollvisierhelm plus viel Kleinzeugs unter dem Sitz unterbringen. Außerdem findet sich dort nun eine USB-Steckdose und eine Art Smartphone-Fach für den gesicherten Transport des kleinen Lieblings.

Nun zum Motor: Der nunmehr eSP+ genannte Einzylinder-Viertakter wurde völlig neu aufgebaut. Im Vergleich zum bisherigen Motor besitzt er eine größere Bohrung und weniger Hub, was Platz für einen neuen Vierventil-Zylinderkopf mit einer oben liegenden Nockenwelle macht. Selbstverständlich ist der neue Motor bereits nach Euro 5 homologiert, ist also deutlich sauberer. Erfreulich: Trotzdem geht sich um ein Haucherl mehr Power aus: 9,2 kW statt bisher 8,9 kW, also ein Plus von 0,4 PS, immerhin. Noch dazu liegt die Spitzenleistung nun schon bei 8200 statt bsher bei 8500 Umdrehungen an. Ein kleines Minus verzeichnet das Drehmoment: 11,4 statt 11,5 Newtonmeter, aber auch schon früher, bei 6500 statt 7000 Umdrehungen. Honda spricht davon, dass der Motor zwischen 4000 und 10.000 Umdrehungen deutlich spritziger sein soll, die Beschleunigung soll ebenfalls besser sein. Dennoch, oh Wunder, sinkt der Verbrauch des reibungsoptimierten Motors. Der WMTC-Normwert liegt nun bei 2,2 statt 2,3 Liter je 100 Kilometer. Das Start-Stopp-System ist natürlich weiterhin an Bord.

Sinngemäß gelten alle Änderungen selbstverständlich auch für den Honda SH150i, der in Italien extrem beliebt ist, weil man ja dort mit 125ern nicht auf der Autobahn fahren darf. Die 150er-Spielart des neuen eSP+-Motors konnte in der Leitung sogar noch deutlicher zulegen, hier halten wir nun bei 11,9 statt 10,9 kW (16,2 statt 14,8 PS), das Drehmoment liegt bei 14,2 statt 13,9 Newtonmeter. Der WMTC-Normverbrauch liegt beim Honda SH150i bei braven 2,3 l/100 km.

Neben Rahmen und Motor hat Honda letztlich auch noch das Fahrwerk optimiert; gemeinsam mit einer leicht veränderten Geometrie und einer verbesserten Einbaulage des Motors wurden die 33-mm-Telegabel und die beiden fünffach in der Vorspannung verstellbaren Federbeine frisch angepasst, was laut Honda den Fahrkomfort weiter verbessern soll.

Unterm Strich bleibt sich der Honda SH125i aber treu – in der Silhouette und auch in den Dimensionen. Ein Wachstum des Radstands um 13 Millimeter sollte in der Praxis kaum spürbar sein, die Sitzhöhe bleibt mit 799 Millimeter unverändert und das Gewicht konnte sogar leicht (um 400 Gramm) gesenkt werden.

In punkto Ausstattung rüstet der neue Honda SH125i ebenfalls auf. Wir haben’s schon erwähnt: die Traktionskontrolle HSTC (abschaltbar!) ist nun serienmäßig an Bord, genauso wie das fernbedienbare Topcase und die neue USB-Buchse. Der Smart Key ist weiterhin ebenfalls serienmäßig, mit ihm wird die Zündung, das Lenkerschloss, der Tankdeckel, die Sitzbankverriegelung und eben das Topcase freigegeben, ohne dass man den Schlüssel aus der Tasche holen muss. 

Neu gestaltet wurde zudem das Cockpit, das nun im Stil vieler Honda-Bikes ein negatives LC-Display besitzt: der Untergrund ist schwarz, die Infos werden hell dargestellt. Das sieht elegant aus, zudem ist die Ablesbarkeit auch in gleißendem Sonnenschein erfahrungsgemäß sehr gut. Sehr elegant ist letztlich auch die neue Gestaltung der LED-Lichtsignatur, an der Front in Form eines H: mittig befindet sich das fernlicht, rechts und links davon die Abblendleuchten. Das Posiionslicht ist im Lenker, die Blinker sind an den oberen Enden der Verkleidung untergebracht.

Die in Italien gefertigten SH125i und SH150i lassen sich natürlich auch mit Zubehör weiter aufrüsten. Verfügbar sind unter anderem ein Windschild und Heizgriffe. Die Farben für das Modelljahr 2020 heißen Pearl Nightstar Black, Pearl Cool White, Timeless Grey Metallic und Pearl Splendor Red.

Seite 1
Bild 1 von 8

Mehr zum Thema:

Scooter/Roller:

24.11.2020

Yamaha NMAX 2021 in Rot fahrend schräg von vorne
Yamaha NMAX 2021 in Rot fahrend schräg von vorne

Yamaha NMAX neu für 2021125er-Scooter jetzt mit Smart Key, Start-Stopp, Connectivity

Nach fünf Jahren erneuert Yamaha seinen erfolgreichen Kompakt-Scooter und spendiert ihm nicht nur eine Traktionskontrolle, einen Smart Key und eine Start-Stopp-Automatik, sondern auch erstmals ein Connectivity-System. Was sich sonst noch getan hat, erfährt ihr hier!

weiterlesen ›

Honda:

:

25.11.2020

Die neue Ducati Diavel 1260 Lamborghini seitlich von links nach rechts stehend
Die neue Ducati Diavel 1260 Lamborghini seitlich von links nach rechts stehend

Ducati Diavel 1260 LamborghiniLimitierter Luxus

Kaum 20 Kilometer sind die Werkshallen von Ducati und Lamborghini voneinander entfernt – obendrein gehört man zur selben Company. Was liegt demnach näher, als ein gemeinsames Produkt zu schaffen? Vorhang auf für die wunderschöne, leider auf 630 Stück limitierte Ducati Diavel 1260 Lamborghini.

weiterlesen ›

Leseprobe gefällig?

Bitte, gerne! Einfach auf das Vorschaubild klicken und schon startet der Download.