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Clemens Kopecky
Autor: Clemens Kopecky
5.11.2019

KTM 1290 Super Duke R 2020Jetzt noch biestiger

Chapeau! Hut ab vor KTM, denn mit welcher Schlagzahl die orangen Entwickungsingenieure an der 1290 Super Duke R arbeiten, ist durchaus beachtlich. 2014 kam der 1290er-Streetfighter auf den Markt, erst 2017 wurde er liebervoll und umfangreich überarbeitet. Zur EICMA 2019 rollt nun die jüngste Generation der 1290 Super Duke R auf die Bühne, die erneut mit umfassenden Modifikationen ins Modelljahr 2020 startet. Die Änderungen kurz zusammengefasst: noch stärker, deutlich leichter.

Bescheidene 189 Kilo bringt „the Beast" trocken nur mehr auf die Waage – 6 Kilo weniger als sein Vorgängermodell. Abgespeckt wurde unter anderem an Rädern, Bremsen und an der Schwinge. Maßnahmen, die erfreulicherweie auch die ungefederte Masse reduzieren. Aber auch Motorgehäuse, Antriebsstrang, das neue Alu-Carbon-Rahmenheck und das Chassis blieben nicht unangetastet. Der in Sachen Rohrdurchmesser und Flex adaptierte Stahlrahmen wiegt nun satte 2 Kilo weniger und soll laut KTM trotzdem sogar drei Mal steifer sein als bisher. 

Mit nun 180 PS und 140 Nm wurde der 75°-V-Twin mit 1301 Kubik Hubraum einer dezenten, aber tiefgreifenden Auffrischung unterzogen. Neue obere Einspritzventile und 56-Millimeter-Drosselklappen verbessern das Mischverhältnis bei hohen Drehzahlen. Das soll für kräftigeren Schub über das gesamte Drehzahlband bei gleichzeitig niedrigerem Verbrauch sorgen, verspricht KTM. Gefräste Titan-Einlassventile mit Chrom-Nitrid-PVD-Beschichtung wiegen 19 Gramm weniger als Stahl-Einlassventile. Dünnere Motorgehäuse, eine neue Wasserpumpe sowie überarbeitete Wasser- und Ölkühler-Halterungen sparen 800 Gramm. Die Ölzufuhr wurde durch eine leichte Alu-Ölleitung verbessert. Zusätzlich wurden die Motoraufhängungen und der Aufhängungspunkt der Umlenkung in das Motorgehäuse integriert, um die Konstruktion der 1290 Super Duke R noch steifer zu machen. Durch diese Maßnahmen sitzt der Schwingenbolzen nun 5 Millimeter höher, was der Stabilität besonders beim Beschleunigen zugutekommt. Da die nun längere, leichtere Einarmschwinge näher an das Ritzel verlagert wurde, soll die Super Duke R ihrem Piloten nun noch bessere Rückmeldungen bei der Traktionssuche übermitteln. Dank eines neuen Ram-Air-Kanals in der Mitte der zweiteiligen LED-Scheinwerfermaske wird die Ansaugluft nun unter maximalem Druck in die Brennräume gezwängt. Die Kompression im Inneren der Reaktoren wurde auf 13,5:1 erhöht.

 

Bei den WP-Fahrwerkskomponenten bedient sich die leichtere und voll einstellbare Apex-Gabel eines Split-Designs für Zug- und Druckstufe. Das komplett neue Apex-Federbein hat separate Gas- und Öl-Reservoirs, so hat der Heck-Dämpfer gegenüber dem Vorgänger an Größe und Gewicht abgespeckt. Highspeed- und Lowspeed-Dämpfung sind voll justierbar, die Vorspannung kann ganz ohne Werkzeug adaptiert werden.

Bei der Vorderrad-Bremsanlage zeichnen zwei Stylema Vierkolben-Monobloc-Sättel von Brembo für brachiale und dosierbare Verzögerung verantwortlich. Sie nehmen zwei schwimmend gelagerte 320-Millimeter-Scheiben in die Zange. Am Hinterrad kommt ein Zweikolben-Bremssattel in Kombination mit einer 240-Millimeter-Scheibe zum Einsatz.

Die neue KTM 1290 Super Duke R wird 2020 um zirka 21.300 Euro mit einem neuen, optimierten, neigungsverstellbarem 5-Zoll-TFT-Display samt frischer Menüstruktur ausgeliefert. Im Tack-Modus kannst der Hinterradschlupf nun über Paddel an den Kontrolleinheiten angepasst werden. Zwei programmierbare Schalter können jeweils mit einer Kurzwahl zur „Lieblingseinstellung" belegt werden. Auch sämtliche anderen elektronischen Features erfuhren eine gründliche Überarbeitung und bieten nun laut KTM mehr Feedback vom Motor, während die Sicherheitssysteme angeblich „weniger sensibel regeln" (sic!). Auch der Quickshifter+ wurde angeblich verbessert: Das Feedback soll nun noch präziser sein, der Anti-Wheelie-Modus später eingreifen. Schräglagendaten werden von einer komplett neuen 6-Achsen-IMU gesammelt, die schräglagenabhängige Traktionskontrolle zähmt das Biest nun angeblich noch effizienter.  Die Anzahl der Assistenzsysteme ist mittlerweile gewaltig, hier der Versuch einer Auflistung: 3 serienmäßige Fahrmodi plus optionalem Track-Modus und Performance-Modus, schräglagenabhängige Traktionskontrolle, Kurven-ABS mit SM-Modus, Motorschleppregelung, Tempomat, Reifendruck-Kontrollsystem, adaptives Bremslicht, automatische Blinkerrückstellung, Keyless-Go.

 

Motorrad Bildergalerie KTM 1290 Super Duke R 2020:

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