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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
9.3.2021

KTM 1290 Super Duke RRErwischt: Prototyp bei letzten Tests!

• Limitierte Auflage (500 Stk.)
• Fokus auf Leichtbau, bis 9 Kilo leichter
• Nur leicht überarbeiteter Motor

Im Segment der starken Hyper-Naked-Bikes ist in den letzten Jahren einiges in Bewegung gekommen. So haben Ducatis Streetfighter V4 und MV Agustas Brutale 1000 RR die Leistungsgrenze in dieser Kategorie auf weit über 200 PS verschoben und Triumph hat kürzlich mit der neuen Speed Triple 1200 RS ein Modell auf die Räder gestellt, dass KTMs 1290 Super Duke R stark zu Leibe rückt.

Bereits seit einigen Monaten kursiert das Gerücht, dass KTM darauf mit einem limitierten Sondermodell seiner Naked-Bike-Rakete reagieren will. Diese exklusive Version soll den Namen 1290 Super Duke RR tragen, doch weitere Details wurden bislang unter Verschluss gehalten. Nun konnten wir einen nahezu fertig entwickelten Prototypen auf letzten Testfahrten ablichten und die dabei entstandenen Fotos zeigen bereits deutlich, wo die bedeutendsten Unterschiede zur Super Duke R liegen dürften.

So fällt zum Beispiel das geänderte Heck mit den in die Blinker integrierten Heckleuchten ins Auge, außerdem der Verzicht auf einen Soziussitzplatz. Flankiert wird dies von einer nun aus Carbon gefertigten Verkleidung des Heckrahmens. Überhaupt kommt Carbon an vielen Stellen an der 1290 Super Duke RR zum Einsatz: So sind auch Spoiler, Windschild, Ketten- und Spritzschutz, die neuen Bremskühlschächte und diverse Kleinteile allesamt aus dem teuren Werkstoff gefertigt. Der neue Akrapovic-Auspuff besteht gar größtenteils aus Titan, die ungefederten Massen sollen mithilfe neuer Schmiedefelgen aus Aluminium reduziert werden und auch Magnesium wird an einigen Stellen zum Einsatz kommen. All das soll sich, so hört man, zu einer Gewichtsersparnis von bis zu 9 Kilo summieren, was ein Trockengewicht von rund 180 Kilo bedeuten würde.

Diese 180 Kilogramm werden von einem im Vergleich zur regulären 1290 Super Duke R kaum veränderten LC8-V2 in Bewegung gesetzt. Denn anders als man zunächst erwarten würde, ändert sich an den reinen Leistungsdaten des bisherigen Motors nichts – das legen zumindest bereits verfügbare Eintragungen beim deutschen Kraftfahrbundesamt nahe. Geringe Änderungen beim Motormapping, um zum Beispiel ein charakteristisches Ansprechverhalten zu erreichen, sind dennoch zu erwarten.

Zudem dürfte eine Fahrwerksabstimmung mit größerem Fokus auf Rennstreckeneinsätze und die entsprechende Bereifung (andere Prototypen wurden zum Teil mit den bei der 890 Duke R verwendeten Michelin Pilot Cup gesichtet) Usus sein.

Das Ergebnis all dieser Zutaten wird KTM aller Voraussicht nach am Ende März präsentieren. Nur kurze Zeit später werden die ersten der lediglich 500 Kunden ihr potenzielles Sammlerstück in Empfang nehmen können.

 

Einen Vergleich zwischen Ducati Streetfighter V4, Kawasaki Z H2 und KTM 1290 Super Duke R lest ihr HIER!

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