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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
8.11.2021

Austrian Junior CupSaisonbilanz und 2022

Die erste Saison der neuen österreichischen Motorsport-Nachwuchsserie „Austrian Junior Cup“ ist geschlagen. Kürzlich wurde die schnellste Schulklasse Österreichs bei einer großen „Award Ceremony“ in der KTM Motohall geehrt – in Anwesenheit von KTM-Sportdirektor Pit Beirer. Hier wurde auch verkündet, mit welchen Änderungen der junge Cup in seiner zweite Saison 2022 geht. Was alles neu ist, das erklärt uns KTM-Österreich-Boss Chris Schipper im Motorradmagazin-Interview unten.

Wir gratulieren auf jeden Fall allen, die an der Premierensaison teilgenommen haben und natürlich ganz besonders den Gewinnern: dem ersten Meister dieses Cups, Leo Rammerstorfer (16), Vizemeister Niklas Kitzbichler (14) und dem Drittplatzierten Luca Göttlicher (14). 

Weitere Preise erhielten Niklas Wannenmacher (15) für das Manöver des Jahres, Xaver Moser (20) für das Comeback des Jahres und Lena Kemmer (17). Die Instruktorin am Motorradmagazin Ladiescamp 2021 wurde für die Steigerung des Jahres ausgezeichnet.

Mittlerweile sind auch Bewerbungen für die Saison 2022 möglich. 26 Startplätze werden vergeben, die Anmeldungen laufen bis 14. Jänner 2022. Infos und Bewerbungen unter www.austrianjuniorcup.at

Interview mit Chris Schipper, Chef von KTM Österreich und Mit-Initiator des AJC

Vor der Saison gab es hohe Erwartungen – wurden sie aus deiner Sicht erfüllt?

Der Austrian Junior Cup war in meiner bisher 14-jährigen KTM-Laufbahn eines der spannendsten, ja vielleicht sogar das spannendste Projekt überhaupt. Auf jeden Fall war es für mich das emotionalste. Dass man dabei sein darf, wenn sich Charaktere entwickeln, ist unheimlich interessant. Außerdem ist das Niveau von Anfang an überraschend hoch gewesen. Es gab ja auch viele Skeptiker, die gemeint haben, wir würden nicht genügend Talente in Österreich finden – das Gegenteil hat sich erwiesen.

Gab es für dich 2021 Überraschungen?

Die Mega-Überraschung war das Niveau der Fahrer – was sich bestätigt hat, als wir im Rahmen des Northern Talent Cups gefahren sind und unsere Schnellsten vorne mit dabei waren. Einige Namen unserer Starter wird man sich merken müssen.

Das glauben wir auch. Und wir freuen uns, dass es weitergeht. Was wird sich im kommenden Jahr ändern?

Das Paket bleibt von den Kosten her unverändert, das Bike wird geringfügig adaptiert werden, im Rahmen der üblichen Technologie-Weiterentwicklung. Die wichtigste Änderung betrifft die Austragungsorte: Wir gehen auf größere Rennstrecken. 2021 waren in dieser Hinsicht nur der Red Bull Ring und der Salzburgring dabei, jetzt erweitern wir da Spektrum auf Most, Rijeka, den Slovakiaring und den Hockenheimring, weil das Niveau viel höher ist als erwartet und etablierte Rennstrecken zulässt.

Lässt sich bereits etwas über das Fahrerfeld sagen?

Wir wissen bereits von einigen Teilnehmern, dass sie weiterfahren werden und auch von ein paar Wild-Card-Starts. Darüber hinaus gibt es Interessensbekundungen von neuen Teilnehmern, aber die offiziellen Anmeldungen sind ja gerade erst gestartet.

Wird es 2022 auch Testmöglichkeiten für die Youngsters geben?

Das Bike gehört ja den Mädels und Jungs, sie können also immer trainieren, wann sie es sich einrichten können. Wir haben zudem eine Kooperation mit dem Red Bull Ring, dass man zu einem sehr günstigen Zeit Rennstrecken- und auch Coachingzeit buchen kann. Das Gecoachtwerden bringt extrem viel, das habe ich unterschätzt. Wir werden auch ein Roll-out-Event haben mit sehr viel Rennstreckenzeit und zu Saisonmitte einen offiziellen Testtermin anbieten. Das sind wirklich tolle Rahmenbedingungen, um bei Rennen abliefern zu können.

Apropos Riding Coach: Was wollen die Fahrer von Andi Meklau genau, wie profitieren sie von ihm?

Ganz unterschiedlich. Bei manchen konzentriert sich Andi auf die richtige Ergonomie, bei den Topleuten bringt er Ruhe ins System, was ganz wichtig ist. Und dann gibt’s hilfreiche Tipps. Ein Beispiel: Obwohl eine Abstimmung fürs Qualifying ideal sein kann, empfiehlt sich beim Rennen eine andere Übersetzung, weil es dann mehr Windschatten gibt – daran denken viele junge Fahrer noch nicht.

Noch ein Wort zu der Rolle der Eltern. Wie steht es mit deren Ehrgeiz, wie mit der Eigenständigkeit der jungen Piloten?

Wenn du als 13- oder 14-Jähriger Rennen fährst, musst du vom Charakter schon eigenständiger sein als andere Altersgenossen. Und zu den Eltern: Wir alle wissen, das Umfeld mit den Eltern kann auch schwierig sein – mich hat es aber überrascht, wie reibungslos die Zusammenarbeit heuer gelaufen ist. Ich kenne aus der Offroadwelt ganz andere Szenen und war vom familiären Charakter unseres Cups wirklich überrascht. Der Zusammenhalt im Fahrerlager war erstaunlich.

Wir danken für das Gespräch und freuen uns auf 2022!

Das Interview führte Beate Gangelberger/Motorradmagazin

 

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