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11.11.2021

Ducati Streetfighter V2 2022Wu Due

Mit der für 2022 brandneuen, ab Dezember erhältlichen Streetfighter V2 („Wu Due“ in italienisch ausgesprochen) offeriert Ducati in Kürze einen preisgünstigeren, aber dennoch kaum weniger spannenden Einstieg in die italienische Streetfighter-Familie: Der 208 PS starken, 2019 präsentierten V4-Version wird nun die Streetfighter V2 zur Seite gestellt, die vom Superquadro-Twin der Panigale V2 befeuert wird. In der Streetfighter V2 leistet das kurzhubige 955-Kubik-Triebwerk mit desmodromischer Ventilsteuerung 153 PS bei 10.750 Touren bzw. 101,5 Newtonmeter bei 9000 Umdrehungen. Im Unterschied zum Superbike setzen die Italiener bei der rassigen Naked Bike Version auf eine kürzere und damit für spritzige Zwischensprints im Landstraßenbetrieb besser geeignete Endübersetzung (15/45 statt 15/43). Der Antrieb ist mit dem Zylinderkopf verschraubt und damit mittragendes Element des Alu-Monocoquerahmens, der an der Streetfighter V2 auch als Airbox dient.

Nicht nur beim Reaktor, sondern auch beim Chassis basiert die Streetfighter V2 erwartungsgemäß auf ihrem vollverkleideten Panigale-Pendant. Selbstverständlich muss man auch beim Einstiegsmodell der Streetfighter-Palette nicht auf die typische Einarmschwinge verzichten, die hier zugunsten der Stabilität jedoch 16 Millimeter länger ausfällt als bei der Panigale V2 (1465 Millimeter Radstand). 

Die voll einstellbaren Fahrwerkskomponenten mit 43-Millimeter-Showa-BPF-Gabel und seitlich positioniertem Sachs-Federbein wurden von der Panigale übernommen und lediglich das Setup angepasst. Das gleiche Rezept wendet man bei der Bremsanlage an: Die radialen Brembo-Monoblock-Zangen des Typs M4-32 sind auch bei der nackten 955-Kubik-Rakete serienmäßig, ihre brachiale Bisskraft wird jedoch mittels anderer Beläge entschärft. Für agiles Handling bereift Ducati die Streetfighter V2 ab Werk mit Pirelli Diablo Rosso IV, am Hinterrad in erstaunlich schlanker 180/60-17 Dimension. Für Ruhe an der Front soll außerdem ein einstellbarer Sachs Lenkungsdämfer sorgen.

In puncto Elektronik lässt die Streetfighter V2 ganz Ducati-typisch ebenfalls nichts vermissen. Ab Werk ist sie mit Traktionskontrolle, Wheelie-Control, Kurven-ABS, Motorbremskontrolle, Quickshifter (up & down), 3 Riding Modes sowie 3 Power Modes ausgestattet. Sämtliche Assistenzsysteme werden über ein 4,2-Zoll-TFT im Cockpit justiert, das sich harmonisch hinter die vom „Joker“ inspirierte Frontmaske integriert. LED-Tagfahrlicht sowie die Voll-LED-Lichtanlage erinnern stark an die große V4-Schwester, die auffälligen Winglets für Anpressdruck an der Front sucht man beim V2-Modell jedoch vergeblich – Racer können sie jedoch optional aus dem Zubehörprogramm ordern. Generell wirkt die trocken 178 Kilo leichte Streetfighter V2 noch abgespeckter, stromlinienförmiger und kompakter als das ohnehin schon athletische Topmodell. Ein komfortabel gepolsterter, 845 Millimeter hoher Sattel und ein breiter, hoher Lenker sollen trotz aller Sportlichkeit dennoch kommode Langstreckentauglichkeit garantieren. 

Bleibt letztlich noch die Info zum Preis: In Österreich verlangt Ducati für die neue Streetfighter V2 19.595 Euro. Damit liegt man zwar über der leistungsmäßig vergleichbaren japanischen Konkurrenz, allerdings in Schlagdistanz (und verfügt teilweise auch über mehr Ausstattung). Der Sprung zur Streetfighter V4 beträgt exakt 5900 Euro.

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