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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
24.5.2017

Erwischt: Husqvarna 701 SvartpilenDer nächste Pfeil

Alle Erlkönigfotos © bmh images; Studiofotos Mitterbauer H.

Nachtrag zu unserer Inside-Story über die Zukunft von Husqvarna: Nun ist unserem aufmerksamen Erlkönigjäger das nächste Modell vor die Linse gefahren, das bislang noch nicht offiziell genannt wurde, aber wohl die Husqvarna 701 Svartpilen sein wird.

Wer sich nun schon nicht mehr auskennt: Husqvarna wird seine Offensive auf der Straße mit so genannten „New Classic“-Bikes beginnen. Dabei fährt man stets zweigleisig: Vitpilen (weißer Pfeil) steht für eine sportliche Variante, Svartpilen (schwarzer Pfeil) für eine Scrambler-Version. Die darunter liegende Technik ist weitgehend identisch und stammt natürlich von der Schwestermarke KTM.

Bislang war bekannt, dass Husqvarna ab Frühjahr 2018 (verspätet) eine 401 Svartpilen und 401 Vitpilen auf den Markt bringen wird (basieren auf der KTM 390 Duke). Außerdem hat KTM-Boss Stephan Pierer im Motorradmagazin-Interview bestätigt, dass zum gleichen Zeitraum eine 701 Vitpilen erscheinen wird (basierend auf der 690 Duke). Offenbar ist aber ebenso bereits eine 701 Svartpilen in Vorbereitung, wie unsere Erlkönigfotos zeigen.

Zum besseren Verständnis hier ein paar Fotos des Prototypen der Husqvarna 401 Svartpilen:
Und hier ein paar Fotos des Prototypens der 701 Vitpilen:
Die erwischte 701 Svartpilen wird also den Look der schon bekannten 401 Svartpilen mit den Dimensionen und der Technik der 701 Vitpilen kombinieren. Was kann man daher erwarten? Einen forschen Einzylinder mit rund 75 PS Leistung, niedriges Gewicht und eine ziemlich entspannte Sitzhaltung. Sie rührt daher, dass der von uns erwischte Prototyp einen sehr hohen und beiten Lenker verwendet, was den ohnehin schon quicken Einzylinder nochmals wendiger machen sollte und eine fast enduromäßige Sitzhaltung ermöglicht.

Typische Semi-Offroad-Zutaten sind die hübschen Speichenräder und die gröber profilierten Reifen (Pirelli MT60). Im Gegensatz zur gezeigten Studie der 401 Svartpilen hat der Prototyp der 701 keinen hochgezogenen Scrambler-Auspuff, sondern den gleichen Schalldämpfer wie die Vitpilen. Das mag sich aber bis zur Serie noch ändern. Ebenfalls modifiziert werden sicher auch noch der Scheinwerfer und wohl auch das Rücklicht, das derzeit noch von der 701 Supermoto entlehnt wurde.

Alles in allem begegnet uns hier ein Motorrad, das uns mit hohen Erwartungen ins neue Modelljahr blicken lässt: Ein Hauch Nostalgie, verknüpft mit moderner Technik, hoher Agilität und einer offensichtlich sehr entspannten Sitzposition sind Argumente, denen wir uns nicht verschließen würden. Ob die 701 Svartpilen schon 2018 kommt? Wir hoffen es!
Vergleich: Erlkönig der 701 Svartpilen und ...
Motorrad Bildergalerie: Prototyp Husqvarna 701 Svartpilen

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2.10.2018

Kein Schnick-Schnack, keine Farbe, pure Kraft.
Kein Schnick-Schnack, keine Farbe, pure Kraft.

Indian Scout Road RunnerTief und schwarz

Es sind die einfache Dinge im Leben, die wirklich schwierig sind. Nicht anders erging es den Jungs von MotoShed, die eigentlich nur ein simple Idee für ein unkompliziertes Bike hatten ... Zwei Mitarbeiter der Custom-Garage konnten die Indian Scout Sixty kurz nach ihrer Vorstellung fahren und waren begeistert vom klaren Design und der satten Leistung des Power-Cruisers. Und was ein Customizer mag, das will er auch verändern. In diesem Fall war es eigentlich nur der Auspuff, der kaum sichtbar unter den Sitz verlegt werden sollte. Und damit begannen schon die Probleme.

Hunderte Stunden Planung, Diskussionen und harte Arbeit flossen danach in das Projekt. Die Scout sollte neben dem neuen Auspuff eine aggressivere Sitzposition, ein besseres Fahrwerk und mehr Bodenfreiheit erhalten. Damit sollte die Schräglagenfreiheit und letzendlich die Dynamik des Cruisers verbessert werden. Alles, was nicht unbedingt notwendig war, wurde abmontiert, anderes durch bessere Teile ersetzt. Vor allem unter der Sitzbank musste Platz für die Endrohre geschaffen werden, was sich als schwierigster Teil des Umbaus herausstellte, denn dort liegen einige wichtige Teile wie die Batterie, die ECU und viel Kabelsalat. Durch die Verlegung einer kleineren Batterie anstelle des ABS-Kästchens wurde dieses Problem gelöst und die nächsten beiden offenbarten sich: Wie führt man die Rohre unter den Sitz? Und noch viel wichtiger: Wie hält man die Hitze vom Gesäß fern? 

Ein Hitzeschild für den Sitz wurde angefertigt und die Krümmer kunstvoll unten durch geschlängelt. Ein Dynojet Power Vision CX sorgt dafür, dass der Motor mit der neuen, extrem reduzierten Auspuffanlage perfekt läuft, wenngleich sie derzeit sogar für die USA etwas zu laut ist. Die neue Sitzposition erforderte die Montage eines neuen Renthal-Lenkers und Rizoma-Fußraster. Eine straffere Federung hält das Bike höher über dem Asphalt.

An der Road Runner arbeitete nicht alleine das Team von MotoShed, sondern auch andere Experten, wie Chris Walton von CW Engineering, der die Metallarbeiten durchführte, oder Steve Adams, Ex-Aston Martin Sattlermeister, der für den 1920er Solo-Sitz und die Lackierung zuständig war. 
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20.3.2018

Husqvarna Vitpilen 701
Husqvarna Vitpilen 701

Husqvarna Vitpilen 701WENIGER IST MEHR ALS GENUG

Im November 2015 wurde der Prototyp der Husqvarna 701 Vitpilen auf der EICMA vorgestellt, diese Woche läuft in Mattighofen endlich die Serienproduktion des „weißen Pfeils“ an. Wir haben die Vitpilen rechtzeitig zum Marktstart bereits auf Herz und Nieren geprüft und können versprechen: die Retro-Husky schaut nicht nur fesch aus und ihrem damaligen Prototyp erstaunlich ähnlich, auch in Sachen Fahrspaß lässt sie sich nicht lumpen. Lassen wir die technischen Daten jetzt einmal beiseite, die wichtigsten Fakten haben wir ohnehin bereits hier zusammengefasst. Schwingen wir uns lieber gleich in den äußerst kernig gepolsterten, 83 Zentimeter hohen Sattel und erwecken den 693-Kubik- Einzylinder per Knopfdruck zum Leben.

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Husqvarna:

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