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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
3.12.2016

ERSTER TEST: YAMAHA MT-09 2017MEHR LICHT INS DUNKEL

Kein Wunder, dass Yamaha mit der MT-09 einen Megaseller gelandet hat: Selbst heute, drei Jahre nach dem Erstkontakt, steht die Dreizylinder-Beauty so keck am Seitenständer, dass man sofort nach dem Helm greifen und zur Attacke blasen will.

Aber: Time goes by, wie man im Rennenglisch sagt, und damit der Zug Richtung Zukunft nicht ohne einen abfährt, hat sich Yamaha unüblich früh für ein Update ihres ersten MT-Modells entschlossen. (Mittlerweile sind die „Masters of Torque“ ja zu einer Familie angewachsen, mit MT125, MT-03, MT-07 und MT-10, dazu den weitschichtigen Verwandten Tracer 700, Tracer 900, XSR700 und XSR900.)

Bevor wir uns in den Sattel schwingen, noch ein kurzer Rundblick über die Neuheiten. Was ist genau passiert? Auffälligstes Merkmal ist die neue Scheinwerfermaske mit vier LEDs plus LED-Tagfahrlicht. Dazu wurden die Seitenteile am Tank angepasst und der Sattel etwas breiter und höher gemacht. Auch für das Heck wurde der Zeichenstift geschwungen: Es geriet nochmals zierlicher und schärfer, da die Kennzeichenhalterung nun unten an der Nabe befestigt wird. Die neuen LED-Heckleuchten schmiegen sich platzsparend unter den Soziussitz.

Motorrad Bildergalerie: Yamaha MT-09

Auch technisch sind ein paar Neuzugänge zu vermelden. An der Hardware wurde die Gabel ausgetauscht; die neue 41er-USD ist nun voll verstellbar und ein wenig straffer, das Monoshock hinten im Setup entsprechend angepasst. In punkto Elektronik wurden ja schon für 2016 die Fahrmodi neu programmiert (und damit domestiziert), zudem hielt eine Traktionskontrolle Einzug. Sie ist abschaltbar und bietet einen Sport- sowie einen Safety-Modus. Ab 2017 serienmäßig: der Quickhifter, der direkt aus der R1 abgeleitet wurde. Er macht Hochschalten fast ohne Zugkraftunterbrechung und bei vollem Stift möglich. Letztes Detail: Eine Assist/Slipper Clutch verringert die benötigten Handkräfte und sorgt für Beruhigung am Heck, wenn man gleichzeitig ambitioniert bremst und herunterschaltet.

Letztes Detail: Dem allgemeinen Trend entsprechend baut auch Yamaha das Angebot an Zubehörteilen aus. Für die MT-09 werden 2017 über 50 verschiedene Parts zur Verfügung stehen, mit denen man das Bike schärfer oder tourengerechter, auf jeden Fall individueller gestalten kann. Ein paar Beispiele dafür findet ihr ganz unten in den zwei Fotoshows.

So, und wie fährt sich die neue MT-09? Zuerst die gute Nachricht: Die Umstellung des Motors auf Euro 4 hat dem Dreizylinder nichts von seinem wüsten Charme genommen. Nach wie vor feuert der CP3 aus allen Lagen, bietet fettes Schmalz auch bei niederen Drehzahlen – und orgelt nach oben so munter wie ein Luchs, der eine Feldmaus wittert. Die Traktionskontrolle erweist sich dabei keineswegs als Spielverderber. In Stufe 1 – dem sportlichen Modus – sind sogar kleine Slides möglich, bevor dich die Elektronik zärtlich an die Kandare nimmt. Ein echter Zugewinn ist der Quickshifter, der im Teillastbereich gut, bei Volllast sensationell funktioniert. Beim Herumnudeln in der Stadt benützt man aber doch lieber weiterhin die Kupplung, sonst wird’s ruckelig.

Und das Fahrwerk? Hier fällt es uns schwer, ein endgültiges Urteil zu sprechen. Bei unseren Testfahrten auf Mallorca begrüßte uns vorweihnachtliches Schmuddelwetter mit nassen und zum Teil aalglatten Fahrbahnen. Was wir nach 200 Kilometern im Regen wissen: Das Feedback ist sehr gut, das Handling ebenfalls: Man fühlt sich auch unter widrigen Verhältnissen wohl und kann das Motorrad fein dirigieren – da treten weder Staksigkeit noch sonstiges Unbehagen auf. Im Gegenteil: Selbst auf Regen hat man noch Spaß an Sound, Antritt und Beweglichkeit.

Wie sich die neue MT-09 unter Druck und im Grenzbereich fährt, werden wir in Bälde klären. Für die kommende Saison bitten wir den modifizierten Megaseller nämlich zum Longrun in die Motorradmagazin-Garage. Dass er dort nicht oft stehen wird, sondern Österreichs Straßen eher mit schwarzen Strichen verschönern wird, ahnen wir bereits. Und genau so soll es auch sein.

Motorrad Bildergalerie: Yamaha MT-09 – Zubehör für die sportliche Fraktion
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Yamaha:

5.11.2018

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Noch bevor die revolutionäre und polarisierende Niken richtig am Markt angekommen ist, stellt Yamaha dem Dreirad bereits eine zweite Version zur Seite: die Niken GT. Wie der Name nahelegt, handelt es sich dabei um eine für Reisezwecke optimierte Variante der Niken. Die Unterschiede im Detail:

– Hoher Windschild
– Komfortsitz
– Heizgriffe
– Halbfeste 25-Liter-ABS-Seitenkoffer
– Heckgepäckträger mit Beifahrer-Haltegriff
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– Zweite 12 V-Gleichstromsteckdose
– Spezielle GT-Karosseriefarben und Telegabel-Ausführung

Die Niken GT soll in Nimbus Grey oder Phantom Blue bereits ab Jänner bei den Yamaha-Händlern verfügbar sein.
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5.11.2018

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In den 1980er-Jahren war die Yamaha XT auf unseren Straßen so verbreitet wie heute Polizisten mit Laserschwertern. Warum? Weil die XT cool, universell einsetzbar und leistbar war. Diesem Erfolgsmodell zollt Yamaha nun Tribut und legt eine Sonderversion der XSR700 auf: die XSR700 XTribute.

Besonderes Kennzeichen ist naturgemäß die ikonische Tank-Lackierung, dazu haben Designer extra einen eigenen Sattel im Stil der XT entworfen; dazu gibt’s einen etwas breiteren Lenker, größere Offroad-Fußraster, Reifen mit Würfelprofil und optional einen hochgelegten Akrapovic-Scrambler-Schalldämpfer (Foto davon unten in der Slideshow). Der weiße Kotflügel vorne, die goldenen Felgen und viele dunkle Teile (Gabelprotektoren, Kühlerschutz, Rahmenabdeckungen) sorgen für ein stimmiges Ensemble und bescheren einem gleich Erinnerungen an längst vergangene Tage. Hach! 

Technisch bleibt sonst alles beim gewohnten Bild der XSR700, was nur Gutes bedeutet. Das hübsche Sondermodell soll ab April 2019 lieferbar sein, ein Preis wird nachgereicht.
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5.11.2018

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Yamaha TÉnÉrÉ 700Staub aufwirbeln!

Ein wenig erinnert der Launch der Yamaha Ténéré 700 an die unendliche Geschichte: Zuerst wurden Prototypen präsentiert, dann endlos lange Erprobungsfahrten absolviert, jetzt endlich sehen wir das Serienmodell – um zu erfahren, dass der Marktstart erst in der zweiten Jahreshälfte 2019 passiert. Da spannt uns Yamaha stärker auf die Folter als so mancher Hollywood-Thriller.

Immerhin: Die Wartezeit könnte sich lohnen. Was Yamaha hier auf die Räder stellt, ist nämlich durchaus einzigartig am Markt – eine leichte, sehnige Reiseenduro mit authentischen Offroad-Fähigkeiten und erprobtem Zweizylinder. Dieser – der CP2-Motor – wird ja seit Jahren in der MT-07, der XSR700 und der Tracer 700 eingesetzt. Mit 689 Kubik und 75 PS sollte die Enduro gut gerüstet sein. Der Motor hockt in einem klassischen Doppelschleifen-Stahlrohrrahmen, die Federelemente sind für harte Einsätze ausgelegt: Die 43er-USD-Gabel ist in der Dämpfung verstellbar und bietet 210 Millimeter Federweg; das ebenfalls verstellbare, angelenkte Federbein an der Alu-Schwinge bietet 200 Millimeter Federweg. Die Ernsthaftigkeit in Bezug auf Offroad erkennt man auch an der Reifenwahl: Die Yamaha Ténéré 700 verfügt vorne über ein 21-Zoll-, hinten über ein 18-Zoll-Rad. Mit Speichen, eh klar.
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Streetfighter:

23.5.2018

Nur 144 Stück wird es von dem 140 PS-starken Edelbike geben.
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MV Agusta Brutale 800RR LH44Hamiltons Hobel

Aus der Zusammenarbeit von MV Agusta mit dem viermaligen Formel 1-Weltmeister und Sonnyboy Lewis Hamilton geht nach der Dragster 800 RR LH44 und der F4 LH44 die nunmehr dritte streng limitierte Sonderserie in Produktion. Die Brutale 800 RR LH44 ist eine hochexklusive Version des legendären Naked Bikes aus der italienischen Edelschmiede.

Neben einer Leistung von 140 PS und einem (Trocken)gewicht von 172 kg wartet die Schönheit (das Motorrad) mit einer rückwärtsdrehenden Kurbelwelle und einem EAS 2.0 Quickshifter, sowie einigen feinen Carbonteilen, einer einzigartigen Lackierung mit weissem Gitterrohrrahmen und einer Keramikbeschichtung an der Auspuffanlage auf. Ab Juni 2018 läuft die MV Agusta Brutale 800 RR LH44 vom Band. Jedes Motorrad kommt mit einer Nummerierung vorne an der Instrumentenverkleidung und einem Echtheitszertifikat. (Laut Datenblatt läuft die Brutale übrigens exakt 244 km/h schnell. Zufall?)

Technische Daten MV Agusta Brutale 800 RR LH44
Motor Dreizylinder, 4-Takt, 12 V D.O.H.C.
Hubraum 798 cm3 
Verdichtung 13.3:1
Bohrung x Hub 79 mm x 54.3 mm
Leistung 103 kW (140 PS) bei 12.300 r.p.m.
Drehmoment  87 Nm (8.87 kgm) bei 10.100 r.p.m.
Radstand 1400 mm
Länge 2045 mm 
Breite 875 mm 
Sitzhöhe 830 mm
Bodenfreiheit 135 mm
Nachlauf 103.5 mm 
Trockengewicht 172 kg
Tankinhalt 16.5 l
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21.3.2018

KTM 1290 Super Duke R 2020
KTM 1290 Super Duke R 2020

KTM 1290 Super Duke R 2020Noch mehr Power!

Trommelwirbel, Paukenschlag! Als erstes Medium weltweit können wir Euch hier auf www.motorrad-magazin.at Fotos von Prototypen der zweiten Generation der KTM 1290 Super Duke R zeigen – und ein paar Insiderinformationen über den Relaunch des Beast 2.0 verraten.

Zuerst einmal die guten Nachrichten: Dem Vernehmen nach soll das Nachfolgemodell der größten Duke Anfang der Saison 2020 auf den Markt kommen. Das klingt vernünftig, denn dann hätte das 2014 eingeführte Supernaked sechs Jahre Dienst versehen und wäre reif für eine Ablöse. Wie die aussieht? Das neue Modell wird sich wohl in einigen Punkten stark weiterentwickeln, aber dem grundsätzlichen Konzept treu bleiben – also vergleichsweise kompakt, leicht und radikal auftreten. Laut unseren Quellen soll die Super Duke bei identischem Hubraum auch nochmals stärker werden, die Rede ist von über 180 PS!
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21.2.2018

TRIUMPH SPEED TRIPLE 2018 TESTHOOLIGAN RELOADED

Bei all den feinen Klassik-Bikes und den vielen Tiger-Modellen der jüngsten Zeit könnte man beinahe vergessen, dass sich Triumph rund um die Jahrtausendwende einen erstklassigen Ruf als Zweirad-Waffenschmiede erworben hat: mit Street Triple, Daytona, vor allem aber der Speed Triple, die längst zur Ikone der Marke geworden ist.

Damit nun auch die schnelle Fraktion unter den Triumph-Fans wieder frisches Futter bekommt, haben die Briten nun genau dieser Ikone ein aufwändiges Update spendiert. Aufwändig? Man sieht ja gar nichts davon, werden die Auskenner nun einwenden. Stimmt, optisch gibt’s kaum Unterschiede zwischen dem neuen 2018er-Modell und der Speed Triple, wie wir sie seit 2014 – oder eigentlich schon 2011 – kennen. Neue hochglänzend lackierten Felgen, geringfügig veränderte Carbon-Teile bei der RS und das eine oder andere Logo – mehr gibt’s von der Designfront nicht zu vermelden. Dennoch wollen wir festhalten: Die Speed Triple sieht noch immer extrem fesch aus, vor allem in der mattschwarzen Lackierung, die der RS vorbehalten ist.

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26.4.2017

Yamaha MT-10 DauertestOptimus Prime

Nach 9854 Dauertest-Kilometern bleibt kein Zweifel: Das futuristische „Transformers-Bike“ kann nicht nur den bösen Megatron in die Knie zwingen.

Alle Fotos: www.kurtpinter.com

Keine Sorge – man muss weder zum Planeten Cybertron reisen noch Shia LaBeouf oder Megan Fox heißen, um einem waschechten Transformer live zu begegnen. Ein wandelbares Maschinenwesen, das den intergalaktischen Actionhelden Optimus Prime, Bumblebee oder Jazz der weltbekannten Kino-Tetralogie wie aus dem blechernen Gesicht geschnitten ist, parkt vielleicht sogar gleich hinterm Haus oder im nächsten Motorradhändler-Schauraum: die Yamaha MT-10. Während der fünfte Teil des Hollywood-Blockbusters erst Ende Juni in den heimischen Lichtspielhäusern Premiere feiern wird, hat uns die MT-10 bereits 2016 knapp sechs Monate durch den Dauertest begleitet. Wegen ihren futuristischen Formen, ihrer stechenden LED-Augen und der Roboter-Frontmaske scheint sie einem intergalaktischen Kampfstern zu entstammen, kommt laut Yamaha-Werbekampagne aber angeblich eher von der „Dark Side of Japan“. Egal, der Vergleich mit einer Transformers-Figur ist nicht nur wegen der optischen Ähnlichkeit gar nicht allzu weit hergeholt. Während die intelligenten Maschinenwesen ihre Körper in andere Formen ummodeln können, verwandelt sich der Charakter der Yamaha je nach Bedarf vom universellen Alltagsbegleiter zum bequemen Touring-Bike oder scharfen Rundenzeitenjäger. Sie schafft den scheinbar unmöglichen Spagat zwischen kompromisslosem Streetfighter und unprätentiösem Partner fürs Leben. Zwar ist die MT-10 der unverkleidete Ableger des hauseigenen YZF-R1 Superbikes, ergonomisch unterscheiden sich die beiden Fahrzeuge jedoch wie Melkschemel und Ohrensessel.

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