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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
16.8.2019

KTM 1290 Super Adventure 2020!Erwischt: Updates für die XL-Reiseenduro!

  • Neue, massivere Verkleidung
  • LC8-V2 mit Verbesserungen im Detail
  • Weltweit erstes Motorrad mit radargestütztem Tempomat

Zunächst als besonders opulent ausgestattete Version der damaligen 1190 Adventure eingeführt, hat sie mittlerweile den Platz als alleiniges Flaggschiff im Modellprogramm von KTM eingenommen: die 1290 Super Adventure.

Um sie im Wettrüsten der Hersteller nicht ins Hintertreffen geraten zu lassen und sie gleichzeitig bereits jetzt fit für die ab 2021 geltenden Euro5-Abgas- und Geräuschemissionsregeln zu machen, spendieren die Österreicher ihrer Großenduro ab Ende des Jahres 2019 eine umfangreiche Modellüberarbeitung.

Auffälligste Neuerung ist eine extrem ausladende Verkleidung, die verbesserten Windschutz bieten dürfte und unter der nun ein noch größerer, ähnlich der 790 Adventure, besonders tief installierter, zweigeteilter Tank zu finden ist. Diese Lösung ist aus fahrdynamischer Sicht im On- und Offroad-Einsatz günstig, da sie einen tiefen Schwerpunkt mit sich bringt. Gleichzeitig schafft dies Platz für neu konstruierte und dann zweigeteilte, größer dimensionierte und dadurch effizienter arbeitende Kühler. Diese werden für sauberere Verbrennung im Motor benötigt – ein Muss, um die strengen EU5-Abgas-Grenzwerte bewältigen zu können.

Dies ist die offensichtlichste der Änderungen, die dem weiterhin LC8-V2 genannten zugutekommen werden. Ebenso auffällig ist der der neue, massiv vergrößerte Endtopf, dessen Dimensionen ebenfalls in erster Linie der Abgasreinigung und Geräuschdämpfung Rechnung tragen. Doch auch im Innenleben des Motors ist Feinschliff zu erwarten, der etwas mehr Leistung und Drehmoment nach sich ziehen dürfte und so weiterhin 1301 Kubikzentimeter und dann knapp unter 170 PS Nennleistung bringen wird, was sie nahezu auf eine Stufe mit ihrer wichtigsten Konkurrentin, der ebenfalls im November auf der EICMA erwarteten Ducati Multistrada V4 stellen wird.

Mit dieser teilen wird sich die KTM jedoch eine Weltneuheit: Zunächst nur gegen Aufpreis wird bei beiden Modellen ein radargesteuerter Tempomat erhältlich sein. Das von Bosch zugelieferte System überwacht mit Radarsensoren die Umgebung des Motorrads und soll so zum einen helfen den Abstand zum Vordermann konstant zu halten und zudem hilft es über optische und akustische Warnsignale Kollisionen zu verhindern.

Weitere technische Neuerungen umfassen einen leicht modifizierten und verstärkten Stahlrohrrahmen, der jedoch weitestgehend auf dem der aktuellen 1290 Super Adventure basiert. Neu sind jedoch der Aluguss-Heckrahmen und die massivere Schwinge. An Bremsen und der bekannten semi-aktiven Federung aus dem Hause WP ist lediglich Detailarbeit zu erwarten.

Zusammen mit einem Arsenal an bekannten elektronischen Helfern wie Kurven-ABS mit Offroad-Modus, verschiedenen Motormodi, schräglagenabhängiger Traktionskontrolle uvm. dürften die Neuerungen dafür sorgen das Modell bis zur Vorstellung einer gänzlich neu entwickelten Super Adventure mittelfristig aktuell zu halten.

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