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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
peter.schoenlaub@motorrad-magazin.at
29.4.2024

Triumph Rocket 3 Storm im Test225 stürmische Newtonmeter

Genug ist nicht genug – das ist wohl das Motto bei Triumph, wenn es um die Rocket 3 geht. Dies war offenbar nicht einmal bei der Konstruktion der allerersten Rocket 3 anders. Ursprünglich hätte sie 1,5 Liter Hubraum haben sollen, erzählen uns die Techniker. Im Lauf der Entwicklung wurden es dann immer mehr und mehr – bis im Jahr 2004, also genau vor 20 Jahren, die erste Rocket 3 mit 2,3 Liter Hurbaum debütierte. Es war seinerzeit das größte Aggregat im Serienmotorradbau.

Und es ist heute nicht anders. Die vor fünf Jahren eingeführte zweite Generation des Drehmoment-Monsters hat ja bekanntlich 2,5 Liter Hubraum (genau 2458 ccm). Mit dem Modellwechsel wurde sie damals nicht nur größer und stärker, sondern auch leichter, vor allem aber technisch versierter. Zudem wurde die Fahrbarkeit auf ein neues Niveau gehoben, mit allerfeinsten Komponenten, von den Federelementen bis zur Bremse.

Aber genug ist offenbar wirklich nicht genug. Jetzt, 2024, legt Triumph noch einmal nach und präsentiert uns eine modifiziere Version, die ab sofort auf den Namen Rocket 3 Storm hört. Bei unverändertem Hubraum leistet der Motor hier nochmals um 15 PS mehr und steht nun bei fetten 182 PS. Auch beim Drehmoment fanden die Entwickler ein paar zusätzliche Newtonmeter: Plus vier machen unterm Strich 225 Nm – bei weiterhin niedrigen 4000 Umdrehungen!

Wer also glaubt, strengere Abgasnormen würden die Motoren zustöpseln, der irrt sich gewaltig – denn die neue Triumph Rocket 3 Storm ist natürlich nach Euro5+ homologiert. Und sie schafft ganz nebenbei locker die Tirol-Hürde: mit 93 dBA Standgeräusch. Beim Fahren hat sich nichts verändert, der Dreizylinder ist akustisch immer präsent, mit artgerechtem Timbre, aber weder ein brüllender Proll noch ein wattegedämpfter Weichling.

Die einzige weitere technische Änderung ist die Einführung neuer Räder, die schlanker aussehen und in Summe einen Kilo einsparen. Am Gesamtgewicht ändert das nichts, immerhin bringt Euro5+ auch ein wenig Mehrgewicht für die aufwendigere Abgas-Nachbehandlung und -Überwachung.

Der Rest dient der optischen Unterscheidbarkeit. Fast alles, was an der Rocket 3 bislang glänzen durfte, ist nun an der Storm schwarz oder sogar mattschwarz: Krümmer, Auspuff, Lenker, Kühlereinfassungen, Scheinwerferringe und vieles mehr. Die letzten Glanzpunkte setzen nur mehr die schönen Alu-Verschlusskappen für Tank und Kühlflüssigkeit, außerdem die Ansaugstutzen an der linken Seite.

Diese dunkle Ästhetik steht der Rocket 3 Storm auch ausgezeichnet, ist aber freilich Geschmacksache. Imposant ist das Bike ohenhin, und zwar aus jedem Winkel und immerdar. Wenn man es nach längerer Zeit wieder einmal vor die Augen bekommt, kann man es kaum glauben, dass es dieses Fahrzeug gibt, und dass man es bewegen kann. Und wenn dann noch jemand – zum Beispiel wir – erzählt, dass es sich agil und sogar richtig behände fährt, dann mag man das kaum glauben.

Ist aber so. Und es ist weiterhin so. Nach kurzer Eingewöhnungsphase ist die Rocket 3 Storm weiterhin der sportlichste Cruiser, der sich am Markt befindet – wenn man sie als Cruiser bezeichnen will, was in der GT-Version schon zutreffen mag. Als R kann sie eher als Power-Roadster gelten.

Anknüpfungspunkt der Fahr-Sensation ist und bleibt aber der Motor. Der knurrige, aber exzellent abgestimmte Dreizylinder ist der König des Antritts, jedes mal aufs Neue unfassbar, wie zornig er anschiebt. Ob man die zusätztlichen PS, die hauptsächlich aus einer erhöhten Drehzahl gewonnen werden, wirklich spürt, kann ohne Direktvergleich nicht seriös beantwortet werden. Für unseren Eindruck ist es allerdings doch so, dass der Kick auch bei niedrigeren Drehzahlen noch einmal größer geworden ist. Im zweiten oder dritten Gang bei 3000 Umdrheungen aufzudrehen, das ist jedenfalls weiterhin wie ein morgendlicher Weckruf nach durchzechter Nacht. Man tut gut daran, den Lenker fest zu umklammern und nicht die eigene Zunge zu verschlucken. Grandios!

Und dann weiß man auch wieder, warum man im Winter die Nackenmuskulatur trainiert hat. Tatsächlich mögen ja Superbikes und Hypernakeds mit dieser Beschleunigung mithalten, oder sie vielleicht sogar übertreffen – aber das Beschleunigungsgefühl, wenn diese mächtige Masse von 317 Kilo (GT: 320 Kilo) anschieben, ist einfach unvergleichlich.

Profitiert die Agilität von den leichteren Rädern? In der Theorie ja, aber dies können wir beim besten Willen nicht ohne Direktvergleich bestätigen. Was jedoch fix ist: Die Beweglichkeit ist jedes Mal erstaunlich, wenn man nach längerer Absenz wieder einmal die Rocket 3 knechtet. Wer glaubt, dies hier wäre ein reines Beschleunigungsmonster, eine Drag-Strip-Missile, der irrt sich gewaltig. Mit der Rocket 3 durchs Kurvengelöuf zu schwingen, macht richtig Spaß und kann sich erstaunlich flott gestalten. Klar, die Rasten setzen früher auf als bei einem Naked Bike, lassen aber genügend Raum für schöne Schräglagen und flüssiges Fahren.

Die R oder GT? Das bleibt weiterhin Geschmacksfrage. Ohne ausweichen zu wollen: Für uns hat jedes Modell seinen Reiz, die natürlich gemütlichere GT genauso wie die grimmige, sportlich-direktere R. Eigentlich müsste man sich ja beide in die Garage stellen, aber wir wollen nicht unverschämt sein: eine wär für den Anfang auch okay. 

Preise Triumph Rocket 3 Storm in Österreich:

R: 29.995 Euro
GT: 30.995 Euro

Preise Triumph Rocket 3 in Deutschland:

R: 25.895 Euro plus Auslieferungskosten
GT: 26.695 Euro plus Auslieferungskosten

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