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KTM Freeride EStart frei für die zweite Generation
Mit der ersten Freeride E betrat KTM vor über zehn Jahren Neuland und positionierte sich als Elektro-Pionier. Mittlerweile ist die Elektromobilität speziell im Segment der Leichtenduros am Markt etabliert – und KTM will mit der zweiten Generation an alte Erfolge anschließen.
Erstmals präsentiert wurde die neue KTM Freeride E schon im Herbst 2024 auf der Eicma. Durch die bekannten Turbulenzen dauerte es jedoch länger als geplant, bis das neue Modell startbereit ist. Jetzt ist es soweit: Noch in diesem Monat April soll die neue KTM Freeride E bei den autorisierten KTM-Händlern erhältlich sein.
Werfen wir kurz einen Blick auf die wichtigsten technischen Daten: Herzstück ist ein 5,5-kWh-Lithium-Ionen-Akku, der wie bei der ersten Version in weniger als zehn Minuten austauschbar ist. Mit diesem Speicher sollten sich zwei bis drei Stunden Endurofahren ausgehen, gibt KTM an. Geladen wird der 29 Kilo schwere Akku entweder mit einem serienmäßigen 660-Watt-Ladegerät in rund acht Stunden oder mit optionalem 3,3-kW-Powercharger in nur 1,5 Stunden. KTM gibt 1000 Ladezyklen an, ehe die Leistungsfähigkeit des Akkus unter die 80%-Schwelle sinkt.
Der Motor wiederum weist eine Nennleistung von 8,3 kW (11 PS) und eine Spitzenleistung von 19,2 kW (26 PS) auf. Das maximale Drehmoment beträgt 37,6 Newtonmeter. Da die Nennleistung für den Führerschein und die Versicherungseinstufung maßgeblich ist, fällt die Freeride E in die A1-Kategorie (125 Kubik) und ist auch mit B-Führerschein und Code 111 zu fahren (B196 in Deutschland). Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 95 km/h.
Die Motorleistung lässt sich mittels dreier Fahrmodi portionieren, auch für den Grad der Rekuperation (Energie-Rückgewinnung, spürbar als Motorbremse) stehen drei Stufen bereit. Einstellbar ist letztlich auch die serienmäßige Traktionskontrolle, zudem bietet die neue Freeride E auch einen Überschlagschutz und das minimalistische LCD-Display der EXC-Hardenduros.
Der Hauptrahmen besteht aus Stahl, der Heckrahmen aus einem Alu-Fiberglas-Verbund. Vorne und hinten finden sich WP-Fahrwerkskomponenten (43-mm-XACT-Gabel, voll einstellbar/XPLOR-Federbein) an deren Enden Alu-Speichenräder in den Dimensionen 90/90-21 und 120/90-18. Die Federwege betragen stattliche 250/240 Millimeter, was die Sitzhöhe auf 910 Millimeter treibt und die Bodenfreiheit auf 360 Millimeter vergrößert.
Gebremst wird mit Braketec-Komponenten, die Einzelscheiben vorne und hinten haben 260/220 Millimeter Durchmesser. Der Elektroantrieb ohne Kupplung und Schaltvorgänge macht es außerdem möglich, dass Vorder- und Hinterradbremse via Lenkerhebel bedient werden.
Letztlich fehlen noch das Gewicht und Preis der Freeride E: Die grazile Elektro-Enduro wiegt in straßenzulassungsfähigem Zustand 112 Kilo und kostet in Österreich 9999 Euro.
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