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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
peter.schoenlaub@motorrad-magazin.at
5.9.2018

Indian Chieftain 2019COOLNESS STATT CHROM

Radikalkur für Indians großen Bagger! Die Chieftain wird für 2019 deutlich überarbeitet und passt sich im Stil ihrer großen Konkurrentin an: der Harley Street Glide. Konkret bedeutet dies, dass die Indian Chieftain viel von ihrer barocken Opulenz verliert und statt auf Chrom und Nieten nun auf klare Linien und Coolness setzt.

Was ist nun genau passiert? Auf den ersten Blick fällt sofort die neue Forntverkleidung auf. Sie kommt nun völlig ohne Chrom aus, auch die Zusatzscheinwerfer sind verschwunden. Der verbliebene Scheinwerfer arbeitet nun mit Voll-LED-Technologie. Die mächtige Gabel-Verkleidung erinnert ebenfalls stark an Harley, dafür kehrt nun der traditionelle Indianerkopf wieder auf den schlanken vorderen Kotflügel zurück. Er war zwischenzeitig verschwunden, als man der Chieftain Ende 2017 ein größeres 19-Zoll-Vorderrad spendierte und in diesem Zug den großen, geschwungenen Kotflügel gegen ein knapperes Exemplar austauschte.
Ebenfalls neu sind ein sehr reduziert ausgeführter Gunfighter-Sattel und die beiden Seitenkoffer samt Heckbeleuchtung. Auch hier muss sich Indian den Vorwurf gefallen lassen, mit mehr als nur einem Auge auf die Harley Street Glide geblickt zu haben. Die geradliniger ausgeführten Koffer und vor allem die in die beiden Blinker integrierten Heck- und Bremsleuchten sind in Stil und Funktion ganz klar den Amis aus Milwaukee nachempfunden.
Indian wollte es allerdings nicht bei den optischen Modifikationen belassen, sondern spendierte der Chieftain auch ein paar technische Weiterentwicklungen. So können die Fahrer nun erstmals zwischen drei Fahrmodi wählen: Tour, Standard und Sport. Außerdem wurde das serienmäßige Soundsystem aufgewertet. Dank getrennt angebrachter Hochtöner soll der Sound des 100-Watt-Systems noch klarer und damit besser sein. Wer’s noch kräftiger haben will, bekommt außerdem die Möglichkeit, die Anlage mit dem System „PowerBand Audio“ zu pimpen. Es stehen drei Kits bereit; die äußerste Ausbaustufe soll die Lautstärke der Basisanlage um 50 Prozent übertreffen, bei dennoch feinem Klang.
Unterm Strich: Insgesamt stehen die Änderungen der Indian Chieftain ausgezeichnet. Sie wirkt nun deutlich lässiger und trifft den Bagger-Gedanken weitaus besser als bisher. Dazu tragen natürlich auch neue Farben und neue Graphics am Tank bei – eine imposante Erscheinung. Sie ist im Modelljahr 2019 in drei Varianten zu haben: als Chieftain, Chieftain Dark Horse und Chieftain Limited. Wer dem traditionellen Look nachtrauert, der kann weiterhin zur Chieftain Classic greifen – sie behält die seit 2013 bekannten, barockeren Formen bei.
Motorrad Bildergalerie: Indian Chieftain 2019

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