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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
4.11.2019

CFMOTO 700CL-XNeue Klassiker aus China

Überraschung im Vorfeld der Mailänder Messe: CFMOTO ludt ein, um nicht nur große Pläne, sondern auch ein neues Motorradmodell in drei Spielarten zu zeigen. www.motorrad-magazin.at war natürlich vor Ort, um sich die ehrgeizigen Ziele der chinesischen Marke genau erklären zu lassen und die neuen Bikes in Augenschein zu nehmen.

Vorab ein Einschub: Wer ist eigentlich CFMOTO? Das chinesische Unternehmen besteht bereits seit 30 Jahren und war der erste chinesische Hersteller, der eine eigene 650er auf den Markt brachte – in China ein fast schon frivol mächtiges Big Bike. Richtig erfolgreich und international bekannt wurde CFMOTO allerdings mit Quads und sogenannten Side-by-Side-Fahrzeugen – eine Gattung von Offroad-Vehikeln, die vor allem in den USA für Spaß im harten Gelände verwendet wird. Mit diesen Fahrzeugen wurde CFMOTO mittlerweile zum Marktführer in Europa (mit mehr als 20% Anteil im Jahr 2018) und vielen anderen Teilen der Welt.

Die bisherige Motorradsparte ist indes in Europa nicht allzu erfolgreich; die Fahrzeuge erfüllen in Ausführung und Geschmack eher nicht die Vorstellungen des hier angesiedelten Publikums. Das soll sich in Zukunft ändern: Mit einem eigenen Team in Europa, hier engagierten Designern und den Inputs eines eigenen europäischen Management-Teams unter der Führung des aus Österreich stammenden Vice Presidents Markus Ferch (mit Erfahrungen u.a. bei BMW und KTM) sollen zukünftig auch mit Motorrädern größere Marktanteile erobert werden.

Nicht zuletzt soll dabei eine weitere österreichische Partnerschaft helfen: jene mit KTM. Die Oberösterreicher kooperieren bereits seit ein paar Jahren mit CFMOTO, die den Vertrieb von KTM in China übernommen haben. Zudem werden seit geraumer Zeit diese für China bestimmten KTM bei CFMOTO assembliert. Ein Joint Venture wird diese Zusammenarbeit zukünftig weiter ausbauen. In Kürze geht ein neues, riesiges Werk in Betrieb, wo weitere KTM-Modelle zusammengebaut werden, größtenteils für den chinesischen Markt. Im Gegenzug erhält CFMOTO Zugang zu einigen Plattformen und Komponenten von KTM (Motoren?), um auf deren Basis eigene, neue Modelle zu entwerfen. Ein klassischer Technologietransfer.

Nun aber zu den neuen Modellen, die die Herzen der Europäer erobern sollen: den Varianten der CFMOTO 700CL-X. Dabei handelt es sich um einen modernen Klassiker, der in der mittleren Hubraumkategorie angesiedelt ist. Direkte Konkurrenten sind die Ducati Scrambler 800, die Yamaha XSR700, die kommende Moto Morini 6 1/2, die Triumph Street Twin und im erweiterten Umfeld auch die Husqvarna Svartpilen/Vitpilen 701.

Die CFMOTO 700CL-X soll in drei Varianten verfügbar sein: Hero (ein kompakter Roadster), Adventure (mit höherem Lenker und Scheibe) sowie Sport (eine Art moderner Café Racer mit Sitzbankabdeckung und geteiltem, tief angesetzten Lenker). 

Allen drei gemeinsam ist die technische Basis: Der Motor stellt eine Weiterentwicklung des bestehenden, flüssig gekühlten 650-Reihen-Zweizylinders dar, nun mit einem Hubraum von 692 Kubikzentimeter, Ride-by-wire und natürlich Euro-5-Homologation. Die Leistung soll klassenübliche 75 PS betragen, das maximale Drehmoment 67 Newtonmeter, dazu kombiniert man ein Sechsganggetriebe und eine Anti-Hopping-Kupplung. Der Rahmen besteht aus einem Stahl-Gitterrohrgeflecht, die bislang veröffentlichten technischen Daten stehen ganz unten. Dazu kommen eine USD-Gabel vorne und ein Zentralfederbein, jeweils mit Verstellmöglichkeiten. Bei den Rädern hat man sich für eine Mischform zwischen 18 Zoll vorne und 17 Zoll hinten entschieden, die Bereifung variiert: die Sport ist straßenorientiert, die Hero bekommt etwas gröbere Profile und die Adventure bereits richtige Offroad-Gummis. Letztere werden auch auf Speichenrädern aufgezogen.

In punkto Elektronik scheint das letzte Wort noch nicht gesprochen. ABS muss natürlich sein, eine Traktionskontrolle wird es eher nicht geben. Dafür verspricht man einen serienmäßigen Tempomaten, eine Voll-LED-Beleuchtung inklusive Blinkern und ein großes, appetitliches LC-Display, das sogar eine Smartphone-Anbindung via Bluetooth beherrschen soll (Gang- und Verbrauchsanzeige sowieso). Eine USB-Steckdose unter dem Sitz und eine Diebstahl-Warnanlage werden ebenfalls geboten. Dass manches noch ein wenig vage ist, liegt am Verkaufsstart, der noch ein wenig entfernt ist: Derzeit visiert man den Spätsommer 2020 an, daher werden auch noch keine Preise genannt.

Unterm Strich: Eine schöne Überraschung, die den Markt und die Szene nur beleben kann. Vertriebspartner von CFMOTO für Österreich, Deutschland und die Schweiz ist übrigens die nahe Krems/Niederösterreich angesiedelte KSR Group.

CFMOTO 700CL-X: technische Daten (vorläufig)

4-Zyl.-Reihenmotor, flüssig gekühlt, ride-by-wire
Hubraum: 692 ccm
Leistung: 55 kW/75PS
max. Drehmoment 67 Nm
6-Gang-Getriebe, Anti-Hopping-Kupplung

Länge/Breitze/Höhe: 2100/860/1150 mm
Radstand: 1435 mm
Sitzhöhe: 800 mm
Tankinhalt: 13,5 l
Bodenfreiheit: 160 mm
Trockengewich:183 kg

Bremse v: 320-mm-Scheibe
Bremse h: 260-mm-Scheibe

Reifen v: 110/80-18
Reifen h: 180/55-17

Bildergalerie der CFMOTO 700CL-X Hero

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Bildergalerie der CFMOTO 700CL-X Adventure

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Bildergalerie der CFMOTO 700CL-X Sport

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